SBK: Medikamente immer wegschließen!

(lifePR) (München, ) Medikamente üben auf Kinder oft eine hohe Anziehungskraft aus. Viele Tabletten sind kunterbunt und sehen aus wie Bonbons. Auch flüssige Arzneien, wie beispielsweise Hustensäfte, haben meist leuchtende Farben und wecken nicht selten das Interesse der Kleinen. Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK gibt anlässlich des Kindersicherheitstages am 10. Juni Tipps zur kindersicheren Aufbewahrung von Arzneimitteln im Haushalt.

Eltern sollten Medikamente grundsätzlich so aufbewahren, dass Kinder sich nicht ohne Weiteres Zugang zu ihnen verschaffen können. Obgleich das die meisten Eltern wissen, handeln viele oft fahrlässig und es kommt jedes Jahr aufs Neue zu zahlreichen Vergiftungsfällen durch Medikamente - teils mit tödlichem Ausgang. Alle Arzneimittel sind deshalb am besten in einem verschließbaren Arzneimittelschrank aufgehoben, der in mindestens anderthalb Metern Höhe angebracht ist und sich in einem Raum befindet, zu welchem Kinder keinen oder nur eingeschränkten Zugang haben. Der Schlüssel darf nicht am Schrank stecken bleiben - sondern gehört separat aufbewahrt.

Medikamente mit besonders gefährlichen Inhaltsstoffen, wie beispielsweise starke Schmerz- oder Schlafmittel, verfügen in der Regel über eine Kindersicherung. Leider gelingt es nach wie vor vielen Kinderhänden, solche Verpackungen trotz des kniffeligen Verschlusses zu öffnen. Eltern sollten sich daher auf keinen Fall auf die Verpackungsbarriere verlassen! Gerade, wenn ein Familienmitglied akut oder chronisch erkrankt ist und eine Arznei regelmäßig einnehmen muss, wird häufig versäumt, Tabletten, Tropfen oder Salben wieder zurück in den Arzneimittelschrank zu räumen - das kostet nur einige Sekunden Zeit und rettet möglicherweise Leben.

Ins Schränkchen gehören auch die Verpackungen und Beipackzettel aller Medikamente. Sollte es doch einmal zu einer ungewollten Einnahme durch ein Kind kommen, kann der Arzt so im Vergiftungsfall sofort die Inhaltsstoffe des Präparats nachlesen und die passenden Gegenmaßnahmen ergreifen. Eine mögliche Vergiftung erkennt man an Symptomen wie Kopf-oder Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeit, Apathie oder anderen Verhaltensauffälligkeiten. Generell gilt in einem solchen Fall - Ruhe bewahren! Es sollte dann umgehend ein Arzt und der regionale Giftnotruf kontaktiert und dessen Anweisungen Folge geleistet werden. Das gilt auch, wenn das Kind keine Vergiftungssymptome zeigt.

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Franziska Herrmann
stv. Pressesprecherin
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