TÜV SÜD: Wiederholungsfahrten für Fahranfänger sinnvoll

Bernhard Kerscher, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Auto Service GmbH (lifePR) (München, ) TÜV SÜD unterstützt den Vorstoß des Bundesverkehrsministeriums, wonach Fahranfänger drei Monate nach der Führerscheinprüfung Wiederholungsfahrten (Feedback-Fahrten) mit dem Fahrlehrer durchführen sollen. Die TÜV SÜD-Führerscheinexperten sehen darin eine sinnvolle Ergänzung zum Begleiteten Fahren mit 17 und damit ein zusätzliches Instrument, die Unfallzahlen weiter zu senken.

3651 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen in Deutschland ums Leben gekommen - 501 Getötete weniger als ein Jahr zuvor. Der Anteil der jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren ist mit circa 30 Prozent der Unfalltoten jedoch immer noch besonders hoch. Gerade bei den Fahranfängern lohnt es sich also, den Hebel anzusetzen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist inzwischen das Begleitete Fahren mit 17 (BF 17). Bei den ganz jungen Verkehrsteilnehmern ist die Unfallquote 30 Prozent geringer als bei denen, die mit 18 Jahren die Fahrprüfung absolvieren.

Auch bei dieser Gruppe zusätzliche Instrumente für mehr Sicherheit einzusetzen, ist nach Ansicht der Fachleute von TÜV SÜD also durchaus sinnvoll. Besonders vor dem Hintergrund, dass sich gerade in den ersten Monaten im "Verkehrsalltag" falsche Angewohnheiten einschleichen und manifestieren, wie die langjährige Erfahrung der Experten zeigt. Bernhard Kerscher, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Auto Service GmbH, begrüßt daher den neuen Vorstoß aus der Politik: "Wiederholungsfahrten nach drei Monaten sind - neben BF 17 - ein geeignetes zweites Ausbildungsmodul, um in der Gruppe der jungen Fahrer die Unfallzahlen weiter zu senken. Vision Zero - keine Unfallopfer mehr, das ist unser Ziel!"

Dass diese Wiederholungsfahrten (Feedback-Fahrten), bei denen der Fahrlehrer nochmals die Gewohnheiten des jungen Führerscheininhabers überprüft, sinnvoll sind, zeigt das Beispiel in Österreich. Dort wird dieses Schulungsprinzip seit 2003 angewendet. Seither wurden dort wiederum 30 Prozent weniger Unfälle in der Altersgruppe junger Fahrer registriert.

Das Ausbildungsmodul der Wiederholungs-Fahrt gilt nur für Führerscheinneulinge, die den Führerschein nicht im Rahmen von BF 17 erworben haben.

Die TÜV SÜD-Experten, die jährlich mehr als 750.000 Führerscheinprüfungen durchführen, setzen sich in politischen Gremien für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein und haben beispielsweise federführend Projekte zur Einführung des Begleiteten Fahrens mit 17 durchgeführt und ausgewertet. Ein zusätzliches Sicherheitsplus bei den Fahranfängern bietet in diesem Zusammenhang auch die theoretische Führerscheinprüfung am PC - von TÜV SÜD flächendeckend eingeführt seit 2010.

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