Team BMW Motorsport belegt zweiten Platz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Podium 24h Nürburgring (lifePR) (Nürburgring, ) BMW Motorsport hat zwei Wochen nach Rang drei in der GTE-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans (FR) auch beim Heimspiel auf der Nürburgring-Nordschleife (DE) einen Podestplatz gefeiert. Nach der Rekordzahl von 156 Runden überquerte der BMW M3 GT mit der Startnummer 1 vor 250.000 Zuschauern beim 24-Stunden-Rennen in der "Grünen Hölle" als Zweiter die Ziellinie.

Augusto Farfus (BR), Jörg Müller (DE), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) wechselten sich am Steuer ab, zeigten eine starke Leistung und lagen bei der Zieldurchfahrt 4:23 Minuten hinter dem siegreichen Manthey-Porsche mit der Nummer 18. Bis auf eine Kollision in der 24. Runde und die damit verbundene dreiminütige "Stop-and-Go"-Strafe absolvierten die Vorjahressieger ein fehlerfreies Rennen und demonstrierten die Leistungsfähigkeit des BMW M3 GT eindrucksvoll, mussten sich am Ende des Langstreckenklassikers in der Eifel aber dennoch knapp geschlagen geben.

Das zweite Auto mit der Startnummer 7, pilotiert von Dirk Müller (DE), Dirk Werner (DE) und Dirk Adorf (DE), rollte nach 139 Runden auf Position 16 liegend im Bereich Breidscheid ohne Vortrieb aus. Zuvor hatten ein Defekt am Bremssystem und die notwendigen Reparaturarbeiten den BMW M3 GT schon früh über eine Stunde gekostet. Vom Ende des Feldes arbeitete sich das Fahrertrio bravourös zurück in die Top-20, wurde jedoch für seinen Kampfgeist nicht belohnt.

Für den scheidenden BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der am 1. Juli von Jens Marquardt abgelöst wird, schließt sich mit dem zweiten Platz auf dem Nürburgring ein Kreis. 1999 hatte seine Amtszeit in Le Mans mit einem Triumph auf der Langstrecke begonnen, als der BMW V12 LMR den Gesamtsieg erringen konnte. Nun endet seine Motorsport-Karriere in Diensten von BMW mit einer Podestplatzierung bei einem weiteren 24-Stunden-Klassiker. Drei Siege - 2004, 2005 und 2010 - hat BMW unter Theissens Führung am Nürburgring gefeiert. Insgesamt stand ein BMW bei diesem Rennen seit 1970 19 Mal ganz vorne.

BMW konnte mit dem Podestplatz auf dem Nürburgring seine Erfolgsserie in dieser Saison fortsetzen. Nach Siegen bei den 24-Stunden-Rennen in Daytona (US) und Dubai (AE), dem Doppelerfolg in der GT-Klasse bei den 12 Stunden von Sebring (US) sowie Platz drei in der GTE-Kategorie beim Marathon in Le Mans (FR) gelang beim Heimspiel nun ein weiteres Spitzenergebnis.

Reaktionen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): "Das war einmal mehr ein dramatisches 24-Stunden-Rennen hier auf der Nürburgring-Nordschleife. Glückwunsch an die Mannschaft von Olaf Manthey, die auch in diesem Jahr wieder eine ganz starke Leistung abgeliefert hat. Der Rennverlauf ähnelte in vielerlei Hinsicht dem des vergangenen Jahres, als wir den Sieg gefeiert hatten. Der große Unterschied war jedoch, dass wir unseren Konkurrenten dank der konsequenten Weiterentwicklung des BMW M3 GT diesmal über die gesamte Distanz auf Augenhöhe begegnen konnten. Mit konstant schnellen Zeiten haben wir uns trotz einiger Rückschläge nach vorn gearbeitet und bis zum Schluss um den Sieg gekämpft. Auch unserer zweiten Fahrerbesetzung, die sich vom Ende des Feldes noch bis auf Platz 16 vorgekämpft hat und dann leider kurz vor Schluss ausschied, gebührt größter Respekt: Für mich persönlich war dies das letzte Rennen als BMW Motorsport Direktor. Ich freue mich, dass ich mich mit einem solchen Erfolg unseres Teams verabschieden kann. Mit dem Gesamtsieg in Le Mans 1999 hat für mich bei BMW Motorsport alles angefangen - nun endet es mit dem Podestplatz auf der Nordschleife. Beide Veranstaltungen bedeuten mir sehr viel. Natürlich hätten wir gerne den 20. Sieg für BMW eingefahren, aber der Zwischenfall zu Beginn hat heute den Ausschlag gegeben."

Charly Lamm (Teammanager): "Das war ein Kampf ab der ersten Runde. Wir sind gut ins Rennen gekommen. Dann haben aber für einen kurzen Moment einige Dinge nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Dabei haben wir uns einen Rückstand eingehandelt, den wir bis zur Zieldurchfahrt nicht mehr aufholen konnten. Wir haben gekämpft, aber mehr als Platz zwei war heute nicht möglich. Wir haben gezeigt, wie stark der BMW M3 GT ist, dass wir eine echte Langstreckenmannschaft sind und wie schön Motorsport sein kann."

Augusto Farfus (Startnummer 1): "Die Nordschleife ist einfach die tollste Strecke der Welt. Seit ich ein Kind bin, wollte ich hier fahren. BMW hat mir seit 2007 immer wieder die Möglichkeit dazu gegeben. Nun stehe ich hier nach dem Sieg im Vorjahr zum zweiten Mal auf dem Podium. Das Niveau im Feld ist im Vergleich zu 2010 noch weiter gestiegen. Es ging hier wie in einem ewig langen Rennen der Tourenwagen-WM zu. Obwohl wir unseren Sieg nicht wiederholen konnten, ist Platz zwei ein tolles Ergebnis."

Jörg Müller (Startnummer 1): "Das war das schwierigste 24-Stunden-Rennen, das ich jemals auf der Nürburgring-Nordschleife bestritten habe. Nach den VLN-Rennen wussten wir, dass hier bis zu 20 Autos um den Sieg mitfahren können. Am Ende ging es zwischen uns und dem Manthey-Porsche aus. Es hat großen Spaß gemacht, und das Auto ist gelaufen wie ein Uhrwerk."

Uwe Alzen (Startnummer 1): "Ich bin absolut zufrieden. Es war ein toller Kampf da draußen, unser Auto ist fantastisch gelaufen. Diesmal war es hier ein Sprintrennen über 24 Stunden. Es gab viele Unfälle, alle sind ans Limit gegangen. Ich bin froh, dass wir es wieder auf das Podium geschafft haben. Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Aber auch Rang zwei ist eine tolle Belohnung hier auf der Nordschleife."

Pedro Lamy (Startnummer 1): "Die Strafe, die wir nach meinem Unfall im Karussell erhalten haben, erweist sich jetzt natürlich als die vielleicht entscheidende Szene. Ich sah jedoch keine andere Möglichkeit, als entgegen der Fahrtrichtung zu fahren, um aus der Gefahrenzone zu kommen. Was passiert ist, ist passiert. Platz zwei ist auch ein gutes Resultat, und wir haben hart dafür gekämpft."

Dirk Müller (Startnummer 7): "Nach unserem frühen Defekt war ich wirklich maßlos enttäuscht. Jetzt hat sich das schon etwas gelegt. Am meisten tut es mir für die Mannschaft leid. Wir haben keinen Kratzer am Auto. Wenn man sich vorstellt, was wir hier hätten erreichen können, dann tut es doppelt weh. Nun blicke ich aber nach vorn. In zwei Wochen geht es schon in der American Le Mans Series für mich weiter. Also sehe ich das 24-Stunden-Rennen hier als das wohl härteste Trainingslager der Welt."

Dirk Werner (Startnummer 7): "Die Enttäuschung ist groß. Wir haben uns ins Rennen zurückgekämpft und wollten eigentlich noch in die Top-15 kommen. Leider haben wir es nicht bis ins Ziel geschafft. Ich bin mir aber sicher, dass sich noch ein paar Gelegenheiten bieten werden, wo wir es besser machen können."

Dirk Adorf (Startnummer 7): "Wie im vergangenen Jahr haben wir uns nach einem Problem zu Beginn ins Rennen zurückgekämpft. Das war ein richtiges Déjà-vu Erlebnis. Entsprechend hatten wir die Hoffnung, dass wir es noch weiter nach vorn schaffen und unser Schwesterauto den Sieg holt. Beides hat nicht geklappt. Das ist schade. Dennoch bin ich stolz darauf, dass BMW es wieder auf das Podium geschafft hat."

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