Todesfalle ICE - Hunde im Zug vor Überhitzung schützen

(lifePR) (Gerlingen, ) Anlässlich der erneuten Hitzewelle warnt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. davor, unvorbereitet Zugreisen mit seinem Hund durchzuführen. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Zwischenfällen in Fernzügen, in denen die Klimaanlage bei hohen Temperaturen ausgefallen ist. Das könne nicht nur für den menschlichen Kreislauf gefährlich werden: Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und ihren Körper hauptsächlich über Hecheln abkühlen, können sie binnen weniger Minuten an einem Hitzeschlag sterben oder irreparable Hirnschäden davontragen. Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe. Auch Bewusstlosigkeit kann auftreten. Aus diesem Grund sollten verantwortungsvolle Halter bei einer Zugreise immer genug Wasser für den tierischen Begleiter dabeihaben, rät PETA. Ein Kinder-T-Shirt, das man im Notfall nass machen und dem Hund zur Kühlung überstreifen kann, schützt vor Überhitzung.

"Viele Hundehalter wissen gar nicht, wie schnell ihr Tier an einem Hitzeschlag sterben könnte", sagt Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. Nicht nur im ICE, auch bei einer Autofahrt müsse darauf Rücksicht genommen werden. Das Innere eines geparkten Fahrzeuges kann sich an heißen Tagen schnell auf bis zu 70°C erhitzen - schon wenn der Fahrer sein Fahrzeug an einer Raststätte nur wenige Minuten verlässt, droht Gefahr. "Wenn Sie einen Hund im eingesperrten Auto sehen, zögern Sie nicht, sofort die Polizei zu rufen - vielleicht retten Sie ihm damit sein Leben!", appelliert Kutscher. Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollten dem Hund dann zuerst langsam die Beine, dann der Körper mit nassen Tüchern gekühlt werden. Bieten sie ihm handwarmes, keinesfalls eiskaltes Wasser zum Trinken an. Anschließend muss das Tier sofort in die Tierarztpraxis, auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen verbessert hat. Befindet sich der Hund bereits den Anzeichen nach in akuter Lebensgefahr und der Halter ist nicht aufzufinden bzw. wird die Polizei nicht innerhalb kürzester Zeit am Ort des Geschehens sein, sollte man in Erwägung ziehen, die Scheibe einzuschlagen. Dies kann zwar in einigen Fällen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, doch das Leben eines Tieres hat höhere Priorität.

Kontakt

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Benzstr. 1
D-70839 Gerlingen
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Medienkoordinatorin
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