"Fachkräftebedarf ist schon deutlich zu spüren"

(lifePR) (Nürnberg, ) Die Prognosen der Bundes- und Landesministerien, der Bundesagentur für Arbeit, der Berufsverbände sind eindeutig: In den Bereichen Erziehung und Pflege werden in den kommenden Jahren Tausende von Fachkräften fehlen. Die Bundesregierung spricht von bis zu 40.000 Erzieherinnen und Erziehern, die bis 2013 gebraucht werden. Das Statistische Bundesamt hat ausgerechnet, dass im Jahr 2025 im Pflegebereich rund 152.000 Beschäftigte fehlen werden.

Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, hat sich am Mittwoch in einer Hofheimer Kindertagesstätte und in einem Altenheim ein Bild von der aktuellen Situation gemacht.

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Gisela Stang besuchte er die städtische Kindertagesstätte Am Steinberg und informierte sich bei der Kita-Leitung Ellen Appenheimer-Keim und Nicole Frede. Anschließend nahmen Dr. Martin und Stang sich Zeit für einen Rundgang im Altenheim Haus Maria-Elisabeth und ein Gespräch mit Heimleiterin Erika Glatz und Pflegedienstleiterin Susanne Spielberger.

"Die Bereiche Erziehung und Pflege spüren bereits deutlich den Fachkräftebedarf. Schon heute können nicht alle offenen Stellen mit ausgebildetem und qualifiziertem Personal besetzt werden. Man hat es leider versäumt offensiv für diese Berufe zu werben. Hinzukommt, dass die Einkommens- und Aufstiegsmöglichkeiten bei diesen mehrheitlich von Frauen besetzten Arbeitsplätzen immer noch gering sind", so Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen.

Bürgermeisterin Stang konnte aus der Praxis berichten, dass es für Kitas und Krabbelgruppen schon jetzt schwierig ist, Personal zu finden. "Wenn 2013 der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für U3-Kinder wirksam wird, verschärft sich das Problem weiter. Hier sind Land und Bund gefordert, die Kommunen bei der Umsetzung des Rechtsanspruches zu unterstützen, indem Lösungen für das personelle Problem entwickelt werden. Allein können wir dieses Versprechen nicht einlösen."

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Angela Köth
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