AppArtAward

Preisverleihung
(lifePR) (Karlsruhe, ) Die Gewinner des weltweit ersten AppArtAward sind ausgezeichnet worden. Die Sponsoren MFG, Bokela, GFT und das ZKM übergaben am Abend des 8. Juli in einer feierlichen Preisverleihung den Technischen Innovationspreis, den Künstlerischen Innovationspreis sowie den Nachwuchspreis an drei Künstler.

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie hat am 8. Juli den weltweit ersten AppArtAward verliehen. Ausgezeichnet wurden der US -amerikanische Künstler Scott Snibbe mit dem Technischen Innovationspreis in Höhe von 10.000 € von der MFG, der Österreicher Rainer Kohlberger mit dem Künstlerischen Innovationspreis in Höhe von 10.000 € sowie der Schweizer Mike Wong mit dem Nachwuchspreis in Höhe von 5.000 €. Die Jury bewertete neben der technischen Komplexität und dem künstlerischen Gesamteindruck der eingereichten Apps auch das Design, die Usability, den Innovationsgrad sowie die kreative Leistung der Entwickler und Entwicklerinnen.

Bis zum 15. Mai wurden 93 Apps aus Europa, Südkorea und den USA eingereicht. Die Preisverleihung erfolgte zu einem "kleinen Jubiläum": Am 10. Juli 2008, einen Tag bevor das iPhone 3G auf den Markt kam, kündigte der Apple App Store fünfhundert Apps an. Insgesamt sind in knapp drei Jahren in allen App Stores weltweit 700.000 Apps entwickelt worden. Trotz dieser explosionsartigen Fülle in kürzester Zeit mit einem enormen kreativen Potenzial gibt es keine Kategorie "Kunst".

Verantwortlich für diesen weltweit ersten AppArtAward zeichnen sich das ZKM, die CAS Software AG und das CyberForum e.V. mit ihren Partnern MFG Baden-Württemberg, Innovationsagentur des Landes für IT und Medien, GFT Technologies AG und BOKELA GmbH. Medienpartner des AppArtAwards 2011 sind AndroidPIT, Baden TV, Version1 und Ivo Wessel. Ab dem 9. Juli können dann die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung "CAR CULTURE. Medien der Mobilität" die besten Apps im Medienmuseum kennenlernen.

Preisträger

Scott Snibbe

Der Medienkünstler, Filmemacher und Wissenschaftler Scott Snibbe wurde für seine audiovisuelle App "OscilloScoop" ausgezeichnet. Sie stellt ein kombiniertes DJ-VJ-Tool dar, mit dem der User die angebotenen Musikstücke selbst erweitern und eigene Tracks generieren kann. Dieses innovative Tool setzt neue Maßstäbe im Bereich User-Interface. Bisher war die grafische Notation nur eine Anweisung. Es bedurfte Musiker und Instrumente, um die grafische Notation in Musik zu verwandeln. Bei Musik-Apps ist die grafische Notation als grafische Benutzeroberfläche gleichzeitig das Instrument. Scott Snibbe hat diese Zusammenhänge erkannt und innovativ einbeziehungsweise umgesetzt.

Rainer Kohlberger

Der Videokünstler und Mediengestalter Rainer Kohlberger wurde für seine audiovisuelle App "field" ausgezeichnet. In dieser App reagiert die Kamera des iPads auf Licht und Farben der Umgebung und übersetzt sie auf ästhetische Weise in Töne und geometrische Muster.

Kohlberger greift dabei formal auf die Konkrete Kunst zurück. Im Jahr 1924 wurde der Begriff der Konkreten Kunst durch den niederländischen Maler Theo van Doesburg geprägt. Die Künstler der Op-Art und Kinetik haben in den 1960er-Jahren den logischen Folgeschritt gemacht, die mathematisch-geometrischen Grundlagen auch rein mathematisch durch Programmierung zu erzeugen. Mit der App von Rainer Kohlberger ist nun ein weiterer Schritt getan: Äußere Einflüsse wie das reale Licht und die reale Bewegung werden Teil des Algorithmus und erweitern die geometrischen und akustischen Vorgaben um unendliche Variationen.

Mike Wong

Der siebzehn Jahre alte Schweizer Michael Wong wird mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Seine App School Helper ermöglicht es Schülern und Lehrern, ihren Schulalltag besser zu strukturieren, indem sie beispielsweise Stundenpläne und Notenübersichten, Termine für Prüfungen und Notizen erstellen können.

Kontakt

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