"bionik@school" - eine forsche Sache

Bionik AG als Kooperation des Bionik-Innovations-Centrums der Hochschule Bremen mit dem Bremer Schulzentrum am Rübekamp
Die Teilnehmer der Bionik AG (lifePR) (Bremen, ) Am 6. Juli 2011 fand an der Hochschule Bremen die Abschlusspräsentation zur Bionik AG "bionik@school" statt. Die AG wurde in diesem Jahr zum ersten Mal in den Klassenstufen 11 und 12 der Oberstufe des Schulzentrums am Rübekamp angeboten. Sie ist Teil der "Bionik macht MINT"-Initiative des Bionik-Innovations-Centrums. "Ich dachte immer, Bionik - das sind Robotermenschen. Das hier ist ja etwas ganz anderes", gab eine Schülerin der 11. Klasse erstaunt von sich. "Richtig spannend", ergänzte sie. Sie hatte die Präsentation ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler als Zuhörerin besucht. In den Beiträgen zu Themen wie Wachstum und Statik von Bäumen, Bionik in Architektur und Design oder technisch nutzbare Eigenschaften des Eisbärenfells oder der Haihaut bekam sie völlig neue Einblicke in diese Wissenschaftsdisziplin.

Die Fragen, wie die Bionik eigentlich arbeitet und wie die Technik sinnvoll von den Errungenschaften der Natur lernen kann, standen natürlich im Mittelpunkt der Bionik AG. Es ging vom Klassenzimmer hinaus ans Pinguinbassin, zu den abendlichen Jagdrevieren von Fledermäusen und in den Urwald Hasbruch bei Hude. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhielten die Möglichkeit, den naturwissenschaftlichen Studien- und Arbeitsalltag in verschiedenen Einrichtungen kennen zu lernen und das Gelernte in Gruppenarbeit praxisnah umzusetzen.

Ein Team erdachte sich beispielsweise einen Handschuh, der die Schwimmhäute des Entenfußes zum Vorbild hat. Getestet wurde im Schwimmbad. "Das Ding ist gewöhnungsbedürftig", bekannte Sven Biertümpfel bei der Präsentation auf der Abschlussveranstaltung. "Aber als ich den Dreh raushatte, war ich wesentlich schneller als ohne."

Angesichts der Begeisterung der AG-Teilnehmer stellte Prof. Dr. Antonia B. Kesel, Leiterin der Fachrichtung Bionik der Hochschule Bremen, die Bedeutung von Initiativen wie "bionik@school" heraus: "Zu wenige Abiturienten streben ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studienfach an. Wir sollten den Schwung der Bionik nutzen, um möglichst viele junge Menschen beruflich auf diesen Pfad zu leiten."

Eberhard Dobers, Leiter der gymnasialen Abteilung des Schulzentrums Rübekamp, schloss sich ihr an. Er war beeindruckt vom Engagement seiner Schüler und Schülerinnen, die auch nach dem offiziellen Ferienbeginn noch mit Elan bei der Veranstaltung zusammenkamen. "Im dritten Jahr der Zusammenarbeit zwischen dem Schulzentrum und der Hochschule können wir positiv verzeichnen, dass das berufsorientierte Interesse unserer Absolventen an den so genannten MINT-Fächern steigt," freute sich Dobers.

Prof. Dr. Hans Gudenschwager, Dekan der Fakultät Natur und Technik der Hochschule Bremen, fand ebenfalls ermutigende Worte für die Jungforscher. "Von der ingenieurwissenschaftlichen Seite her kann ich die jungen Leute nur beglückwünschen zu dem, was sie erfahren und gefunden haben. Es wäre erfreulich, wenn Sie für ihre künftige berufliche Ausrichtung auf diesem Weg blieben."

Alle in der Bionik AG aktiven Schülerinnen und Schüler erhielten eine Urkunde als Teilnahmebestätigung, und so manche überlegen, sich im kommenden Wintersemester in einem naturwissenschaftlichen Fach einzuschreiben.

Hintergrund der Bionik-AG "bionik@school"

Die Bionik-AG "bionik@school" wurde im zweiten Schulhalbjahr 2011 erstmalig in wöchentlichem Turnus durchgeführt. Es nahmen 12 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 des Schulzentrums am Rübekamp in Bremen teil. Kathrin Sinschek, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bionik-Innovations-Centrum, organisierte die AG und führte sie gemeinsam mit Joachim Stier, Oberstufenlehrer am Schulzenrum Rübekamp, durch.

Das Konzept nutzte die Form des "Forschenden Lernens", um damit vernetztes und interdisziplinäres Denken innerhalb der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu fördern. Weitere individuelle Kompetenzen wie Selbstorganisation, Projektplanung, Beurteilungs- und Bewertungsfähigkeit sollten gefördert werden.

Über den Einsatz von High-Tech in der Naturbeobachtung wurde an vorhandene Interessen und Kompetenzen auf Seiten der Jugendlichen angeknüpft. Hierzu unternahm die Gruppe Exkursionen in die Natur und zu außerschulischen Lernorten. Auf deren Grundlage und den Ergebnissen eigener Arbeiten erstellten die AG-Teilnehmer/innen die Abschlussarbeiten, die in der Abschlussveranstaltung am 6. Juli 2011 öffentlich präsentiert wurden.

Gefördert und finanziert wurde die Bionik AG "bionik@school" im Rahmen der Fördermaßnahme "BIONA - Nachhaltige Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und von "BINGO! - Die Umweltlotterie".

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Ulrich Berlin
Hochschule Bremen
Pressesprecher
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