Hungerszenario von 1984 droht sich zu wiederholen

10 Millionen Menschen am Horn von Afrika direkt von Hungerkatastrophe betroffen - humedica entsendet medizinisches Einsatzteam nach Äthiopien
(lifePR) (Kaufbeuren, ) Die Rufe nach internationaler Hilfe werden immer lauter - und verzweifelter. Seit Wochen leiden die Menschen in Äthiopien, Somalia und Dschibuti unter einer massiven Hungersnot. Ausgelöst durch eine der schlimmsten Dürreperiode und entsprechende Ernteausfälle in der Geschichte dieser Region. Mittlerweile ist klar, dass an diesem Horn von Afrika rund 10 Millionen Menschen von der dramatischen Situation betroffen sind. Dies bestätigte das Koordinationsbüro für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (OCHA) in Genf.

1984 gilt als das tragischste Jahr in der Geschichte Äthiopiens. Damals verloren eine Million Menschen ihr Leben, hungernd, verzweifelt, verlassen. Die Ernte war aufgrund von Dürreperioden ausgefallen. Zehntausende Kinder starben seinerzeit vor laufender Kamera.

Eine ähnliche Katastrophe drohte in den vergangenen Jahren immer mal wieder, konnte aber durch gezielte Maßnahmen verhindert werden. Nun ist die Situation äußerst ernst: Das OCHA-Büro in Genf bestätigte, dass man in manchen Gegenden der Region längst von einer direkten Hungersnot sprechen müsse.

Rund ein Drittel der Betroffenen seien Kinder, verdeutliche eine Sprecherin des Koordinationsbüros den Ernst der Lage.

"Die Situation in unserem Land ist tatsächlich dramatisch", berichtet humedica- Direktor Motbainor Abera aus Äthiopien. "Wir brauchen dringend Hilfe und ich habe bereits mit möglichen Kooperationspartnern im Land gesprochen, darunter Save the Children und Mercy Corps."

humedica beobachtet die Situation am Horn von Afrika bereits seit Wochen intensiv und hat sich nun aufgrund der dramatischen Zuspitzung der Lage für Millionen Menschen zum Eingreifen entschlossen. Spätestens am Montag wird ein medizinisches Team von humedica nach Äthiopien reisen, um von dort aus konkrete Hilfe zu leisten.

Vorteil dabei: humedica arbeitet bereits Jahren in Äthiopien, hat neben Büro, Fahrzeugen und Mitarbeitern eine komplette Infrastruktur aufgebaut, die einen Katastropheneinsatz sehr erleichtern wird. Neben dem medizinischen Engagement wird humedica auch Hilfsgüterverteilungen organisieren. Derzeit steht die Organisation in engem Kontakt zum Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, um auch von dieser Seite Unterstützung zu generieren.

Zum Ersteinsatzteam gehören neben dem erfahrenen Katastrophenmediziner Prof. Dr. Bernd Domres (Tübingen), Dr. Irmgard Harms (Hindelang) und Matthias Gerloff (Ammerbuch) auch die Koordinatoren Robert Wunderlich (Tübingen) und Judith Kühl (Lich).

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland dringend um konkrete Hilfe für die Menschen am Horn von Afrika in Form einer Spende auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort "Hungersnot Äthiopien"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

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