Parlamentarier fordern verschärftes Lkw-Tempolimit in Europa

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Ein einheitliches Lkw-Tempolimit in Europa fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag an den Deutschen Bundestag. Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich bei der EU-Kommission für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf allen europäischen Autobahnen einzusetzen, wie es auf bundesdeutschen Autobahnen bereits für Lkw über 7,5 Tonnen und Lastzüge ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gilt. In anderen Ländern gibt es unterschiedliche Geschwindigkeitsgrenzen. So erlaubt Frankreich 90 km/h, Großbritannien umgerechnet 96 km/h und Bulgarien sogar 100 km/h als zulässiges Höchsttempo auf Autobahnen.

Ein einheitliches Tempolimit würde einen maßgeblichen Beitrag zur Senkung der CO2- Emissionen leisten, heißt es in dem bündnisgrünen Antrag. Versuche hätten gezeigt, dass ein Sattelschlepper mit 40 Tonnen Gesamtgewicht auf ebener Strecke bei 90 km/h zehn Prozent mehr Dieseltreibstoff verbrauche als bei 80 km/h. Außerdem verbessere sich die Verkehrssicherheit, weil die Aufprallenergie eines ungebremsten Fahrzeugs sich mit 80 gegenüber 90 km/h um mehr als 25 Prozent verringere.

Für ein einheitliches Tempolimit in Europa und eine Drosselung der Motoren tritt sogar der Branchenverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) ein. Der Verschleiß und damit der Wartungs- und Reparaturaufwand wären geringer, zudem hätten die Fahrer weniger Stress, sagte Vizepräsident Klaus Peter Röskes beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag in Goslar. Für den Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) ist ein einheitliches Lkw-Tempolimit in Europa längst überfällig. Experten warnen allerdings davor, dass die Fahrer durch eine monotone Geschwindigkeit schneller ermüden könnten. Der ARCD fordert deshalb den Einbau automatischer Wachhalte-Systeme in allen schweren Fahrzeugen. ARCD

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