Schwarzwaldtourismus rechnet mit weiterem Wachstum

Kurzer Winter hat manchen Orten die Bilanz verhagelt / Sommer gut angelaufen / Ausländische Märkte als Hoffnungsträger
Schwarzwalduhr in der Ravennaschlucht, Foto: Christoph Eberle/STG (lifePR) (Freiburg, ) Für den Tourismus im Schwarzwald rechnen die Experten in diesem Jahr mit einem ähnlich guten Abschneiden wie 2010. Zwar hat der kurze Winter die Bilanz in einigen Regionen nachhaltig getrübt, die Buchungslage im Frühjahr und über Ostern und Pfingsten stimmen die meisten Touristiker der Ferienregion jedoch zuversichtlich. Sie trafen sich am Mittwoch (13. Juli) zur 5. Jahrestagung der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) im Kurhaus in Sasbachwalden.

"Für 2011 erhoffen wir uns wiederum ein leichtes Plus, sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen," fasste STG-Aufsichtsratsvorsitzende Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Freiburg) die Einschätzungen der 280 Touristiker und Verbandsvertreter zusammen. Für das Vorjahr konnte die Marketingorganisation ein Plus von 2,9 Prozent bei den Gästeankünften und von 0,6 Prozent bei den Übernachtungen bilanzieren: Rund 6,7 Mio. Urlauber sorgten in der Ferienregion 2010 für gut 19 Mio. Übernachtungen in den statistisch erfassten Betrieben mit mehr als acht Schlafgelegenheiten.

Die durchschnittliche Verweildauer hat sich auf 2,9 Tage stabilisiert, allerdings mit starken Unterschieden. Die Spanne reicht von 2,6 Tagen im nördlichen über 2,7 Tage im mittleren bis zu 3,1 Tagen im südlichen Schwarzwald.

Motoren des Wachstums sind die weiterhin stark steigenden Ankünfte ausländischer Gäste. Der Anteil der 1,65 Mio. Ausländer bei den Übernachtungen machte 20,55 Prozent aus. Im Schnitt blieben sie mit 2,4 Tagen noch kürzer im Schwarzwald als die Bundesbürger (3,0 Tage). STG-Geschäftsführer Christopher Krull: "Das unterstreicht, dass die Ferienregion inzwischen zu einem bedeutenden Kurzurlaubsziel geworden ist."

Die wichtigsten Quellmärkte im Ausland sind die Schweiz mit 958.912 Übernachtungen (+6,2%), Niederlande mit 704.380 (+4,7%) und Frankreich mit 405.670 (+7,0%) Übernachtungen. An vierter Stelle steht Belgien mit 270.634 Übernachtungen (+1,3%). Die stärksten Zuwächse gab es auf der 5. Position: 177.082 Übernachtungen (+12,3%) entfielen auf Gäste aus Großbritannien/Nordirland.

Landrat Frank Scherer (Offenburg) sieht den Schwarzwald auf dem Weg zu einem "hochwertigen Kurzurlaubsgebiet". Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der STG ermunterte die Gastgeber, sich "noch stärker auf ein internationales Publikum einzustellen". Krull rechnet als Folge des konjunkturellen Aufschwungs "mit zusätzlichen Kurzurlaubern". Die STG werde mit den Regionen und Wirtschaftspartnern die Werbung auch im Ausland intensivieren. Scherer: "Der Tourismus schafft in der Region rund 180.000 direkte Vollarbeitsplätze. Er ist damit einer der wichtigsten Arbeitgeber."

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Schwarzwald Tourismus GmbH
Heinrich-von-Stephan-Str. 8b
D-79100 Freiburg
Janina Wallbaum
Volontärin PR/Kommunikation

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