Oben bleiben?

Freuten sich über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie (v.l.n.r.): Dr. Lutz Spandau (Vorstand der Allianz Umweltstiftung), Georg Fahrenschon (Bayerischer Staatsminister der Finanzen), Dr. Wolfgang Heubisch (Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Petra Grub-Lejeune und Hermann Grub (Initiatoren des Projekes (lifePR) (München, ) Seit fast 50 Jahren durchschneidet eine Stadtautobahn den Englischen Garten in München, einen der berühmtesten Stadtparks der Welt. Würde die vierspurige und stauträchtige Straße in einen Tunnel gelegt, könnte unten der Verkehr fließen - und oben der Park wiedervereinigt werden. Dass, und wie dies machbar ist, zeigt eine von der Allianz Umweltstiftung finanzierte Studie, die heute im Beisein des Bayerischen Finanzministers der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Chance für den Englischen Garten

"Der Tunnel am Isarring eröffnet die Chance, den Nutzungsdruck im Süden des Englischen Gartens erheblich zu entschärfen und die ursprüngliche Gestaltung der Gartenanlage authentisch zurückzugewinnen." Mit diesen Worten beschrieb der Bayerische Staatsminister der Finanzen, Georg Fahrenschon, das große Potential des Projektes "Ein Englischer Garten".

Ziel dieses Vorhabens ist, den Mittleren Ring, Münchens Stadtautobahn, im Bereich des Englischen Gartens in einen Tunnel zu verlegen und oben die denkmalgeschützte, derzeit in zwei Teile getrennte Parkanlage wiederzuvereinen. Dazu wurde heute eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Das Ergebnis: Der Tunnel ist technisch problemlos machbar und würde etwa 59 Millionen Euro kosten.

Dank vom Minister

Der Finanzminister dankte den Architekten Petra Grub-Lejeune und Hermann Grub, die das Projekt auf eigene Initiative entwickelt und vorangebracht haben. Ein weiterer Dank ging an die Allianz Umweltstiftung, die die Finanzierung der Machbarkeitsstudie übernommen hatte. Mit der Studie sei der Idee des Tunnels unter dem Englischen Garten nun eine solide Basis gegeben worden, so der Minister.

Auch Stiftungsvorstand Dr. Lutz Spandau freute sich über die Ergebnisse der von einem renommierten Münchener Planungsbüro erstellten Machbarkeitsstudie. 150.000 Euro habe die Stiftung dafür bereitgestellt - und werde der Englische Garten tatsächlich wiedervereint, "wird die Stiftung sicherlich auch dazu einen Beitrag leisten", versicherte Spandau.

375 Meter lang, 59 Millionen Euro Kosten

Und das sind die wesentlichen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie:

- Länge des Tunnels: 375 Meter mit drei Fahrspuren in jede Richtung
- technisch ist der Bau des Tunnels kein Problem
- der Tunnel wir zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation führen
- durch den Rückbau bestehender Straßen und die "Flächenneugewinnung" auf der Tunneloberfläche würde der Englische Garten um zirka 12.000 Quadratmeter vergrößert
- Kosten: 59 Millionen Euro (zzgl. Mwst.)

Ende gut, alles gut?

Für Grub-Lejeune und Grub endet mit der Präsentation der Machbarkeitsstudie eine turbulente Zeit. In unzähligen Gesprächen hatten Sie bei Politik, Behörden und Verbänden für ihre Idee des "Gartentunnels" geworben und schließlich die Allianz Umweltstiftung als Förderer der Machbarkeitsstudie gewonnen.

"Wir waren von Anfang an überzeugt, dass der Tunnel machbar und auch finanzierbar ist", versichern Lejeune und Grub unisono. Nun gelte es, möglichst rasch die entsprechenden politischen Beschlüsse zu fassen - und natürlich die Finanzierung des Projektes zu klären.

Broschüre und Ausstellung

Zur Information der Öffentlichkeit über das Projekt und die Studienergebnisse wurde (ebenfalls mit finanzieller Unterstützung der Allianz Umweltstiftung) im Erdgeschoss des Chinesischen Turms, also mitten im Englischen Garten, eine Ausstellung eingerichtet. Zusätzlich sind alle wichtigen Informationen über Projekt und Studie in einer Broschüre zusammengefasst, die bei der Allianz Umweltstiftung angefordert werden kann.

Kontakt

Allianz Umweltstiftung
Pariser Platz 6
D-10117 Berlin
Peter Wilde
Projektmanager

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