Ausliefern mit Econic NGT und Umweltengel

Simon Loos Logistic Niederlande bestellt 30 Mercedes-Benz Econic 1828 NGT für Citylogistik-Einsatz
Simon Loos (rechts) nimmt den Schlüssel des Econic NGT aus den Händen von Michael Dietz, Leiter Vertrieb und Marketing von Mercedes-Benz Special Trucks, entgegen (11A766). Der Econic NGT im Einsatz (11A764 + 11A765) (lifePR) (Stuttgart/Wörth, ) .
- Fahrzeugbetrieb mit flüssigem Erdgas LNG (Liquefied Natural Gas)
- Stafettenverkehr mit 50-Tonnen-Lkw
- Piek-Verordnung 72 dBA ermöglicht 24-Stunden/7-Tage-Einsatz
- Mit Biogas fährt der Econic CO2-neutral

Der Mercedes-Benz Econic für den Kommunal-, Sammel- und Verteilerverkehr, erobert als umweltfreundliches und niederfluriges Transportfahrzeug weiterhin die Innenstädte. Neuestes Beispiel dafür ist eine Bestellung des niederländischen Logistik-Dienstleisters Simon Loos, der jetzt 30 Fahrgestelle des Typs Mercedes-Benz Econic 1828 NGT mit umweltfreundlichem Erdgasantrieb geordert hat. Von den 23 Sattelzug-maschinen und sieben Fahrgestellen ist jetzt das erste Fahrzeug im Mercedes-Benz Werk Wörth übergeben worden.

Maßstäbe in Technik und Sauberkeit
Angetrieben wird der Econic von einem EEV-zertifizierten Reihen-Sechszylinder-Motor der Baureihe 900 für monovalenten Erdgasbetrieb. Der Motor M 906 LAG leistet aus 6,9 Liter Hubraum 205 kW (279 PS). Die Emissionen des Econic mit Erdgasantrieb enthalten keine Feinstäube und Partikel. Hinzu kommt die Geräuscharmut des Gasantriebs. Aufgrund dieser Tatsachen darf der Econic NGT das Siegel "Blauer Engel" tragen. Der Blaue Engel ist im Verband "Global Ecolabelling Network" mit weltweit 26 Umweltzeichen-Organisationen vertreten.

Durch weitere relevante Maßnahmen an Motor, Allisongetriebe sowie optimierte Geräuschkapselungen ist es gelungen, eine weitere signifikante Absenkung der Geräuschemmission auf 72 dBA zu erzielen. Dadurch erhält der Econic Einfahrgenehmigungen rund um die Uhr - 24 Stunden, 7 Tage die Woche.

Logistik-Unternehmen in der dritten Generation
Das Logistik-Unternehmen Simon Loos ist in der dritten Generation seit 1938 im Transportgewerbe tätig. Der Standort Wognum liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Amsterdam. Einer der wichtigsten Kunden ist die niederländische Supermarktkette Albert Heijn B.V., die aus einem kleinen Lebensmittelgeschäft entstand und heute zum Ahold-Konzern gehört. Albert Heijn betreibt Vollsortiment-Supermärkte in den Niederlanden mit einem Marktanteil von knapp 33 Prozent. Das Unternehmen hat vier verschiedene Filialmodelle. Stadtteilversorger stellen mit mehr als 800 Filialen den größten Anteil. Viele bleiben bis 20 Uhr, manche bis 22 Uhr geöffnet. Einige, hauptsächlich in großen Städten, öffnen sogar sonntags, was eine frische Belieferung erforderlich macht.

Michael Dietz, Leiter Vertrieb und Marketing bei Mercedes-Benz Special Trucks, betont die besondere Bedeutung des Econic für das Produktportfolio der Mercedes-Benz Truck Division und Daimler Trucks im Bereich der umweltfreundlichen Antriebsttechnologie. "Der zukünftige Einsatz des Econic NGT in den Niederlanden wird mit flüssigem Erdgas, LNG, betrieben. Neben der umweltfreundlichen und leisen Verbrennung erreicht der Econic mit LNG eine sehr große Reichweite, die an Dieselfahrzeuge heran reicht. Die Erdgasvorkommen sind deutlich größer als die Erdölvorräte und viele Länder dieser Welt können ihre Erdgasvorräte nur als flüssiges Erdgas in die Abnehmerstaaten transportieren. Darüber hinaus kann der Econic mit erneuerbarem CO2-neutralem Biogas betrieben werden. Mit dieser Technologie setzt unser holländischer Kunde neue Mäßstäbe in der Citylogistik", so Dietz.

Kühltransporte auch in der Nacht
Die allzeit frische Belieferung bedingt eine ausgeklügelte Lieferlogistik mit Kühltransporten auch in der Nacht. Doch in den Niederlanden wird, wie in allen hochentwickelten Industrienationen, dem Klimaschutz und dem Erhalt einer bewohnbaren Umwelt große Bedeutung beigemessen. Diesem Zweck dienen auch europäische Richtlinien wie die EC 2001/547, die besagt, dass bis zum Jahr 2020 zwischen 20 und 23 Prozent des Verkehrs mit alternativen Treibstoffen erfolgen soll. Geräusch- und Abgasgrenzwerte werden zunehmend schärfer, wobei Städte in großen Ballungszentren, wie Amsterdam oder Rotterdam, die Einfahrt nur noch für bestimmte Fahrzeuge erlauben. Dazu gehört der Mercedes-Benz Econic. Mit dem umweltfreundlichen und leisen Erdgasmotor darf er in jede Zone einfahren.

In Holland gibt es die sogenannte PIEK-Verordnung. Sie schreibt vor, wie laut oder leise Fahrzeug und Ladetätigkeiten in bestimmten Zeiten sein dürfen. Während von 7 bis 19 Uhr auch Dieselfahrzeuge die Vorgaben erfüllen, gelingt dies außerhalb dieser Zeit lediglich dem Econic mit dem leisen Gasmotor oder Elektrofahrzeugen, die im Transportbereich noch nicht zur Verfügung stehen. Lebensmittellogistik ist ein Geschäft rund um die Uhr. "Wir nähern uns der 24-Stunden- und 365-Tage-Belieferung", erklärt Geschäftsführer Simon Loos. "Das ist nur mit speziellen Fahrzeugen zu gewährleisten". Auch die Sattelauflieger vom holländischen Aufbauhersteller Heiwo in Wolwega haben Piek-zertifizierte Kühlaggregate von Carrier, geräuschgedämmte Ladebordwände von Dhollandia und Gitterrollboxen mit Gummirädern.

Stafetten-Übergabe an der Stadtgrenze
Um diese Vorgaben einzuhalten und die Emissionen in den Stadtbezirken zu vermeiden, testeten die "Architekten des Transports", als die sich die innovationsfreudigen Niederländer verstehen, bei Simon Loos Logistic eine Art Stafettenverkehr: Ein LZV (Lang Zwaar Voertuig = Langes und schweres Fahrzeug) ist ein Sattelzug bestehend aus zwei kurzgekoppelten 2-Achs-Aufliegern mit 25,25 m Länge und einem zulässigen Gesamtgewicht von 50 Tonnen, mit dem Transporte von außerhalb gelegenen Logistikzentren an die Stadtgrenze zur weiteren Verteilung gebracht werden.

An der Stadtgrenze werden die Auflieger entkoppelt, von Mercedes-Benz Econic NGT übernommen und zu den Märkten in die Innenstadt befördert. Die Auflieger sind für den teils engen Innenstadtverkehr ausgelegt, u. a. mit einer gelenkten Hinterachse. Das Econic-Lastzug-Gesamtgewicht beträgt bis zu 30 Tonnen.

Zwei Jahre Testbetrieb
"Über das Konzept haben wir mit unseren Verladern und Mercedes-Benz gesprochen", erläutert Simon Loos, zu dessen Fuhrpark 425 ziehende und 645 gezogene Einheiten gehören. Seit November 2009 laufen die Versuche und der Testbetrieb.

"Seit 2005 haben wir unsere Zugmaschinen, zu gut 75 Prozent Mercedes-Benz, auf Euro 5 umgestellt. Bei den jüngsten Neuanschaffungen haben wir - wie es bei uns Tradition ist - mit unseren Kunden gesprochen, welche Ziele sie verfolgen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass maximale Umweltfreundlichkeit die primäre Forderung war", sagt Logistiker Loos. "Euro 6 ist erst zu einem späteren Zeitpunkt lieferbar, also fokussierten wir uns auf EEV. Als Quintessenz unserer Überlegungen kristallisierte sich schließlich der Econic NGT heraus. Der Erdgasmotor erfüllt EEV und ist kräftig genug, um die von ihm erwarteten Transporte zu bewältigen".

Imagegewinn mit emissionsfreien Nutzfahrzeugen
Es sei abzusehen, dass sich die Zufahrtsberechtigungen in die Städte weiter verschärfen, sagt Simon Loos. Dies verschaffe dem Econic mit Gasmotor weitere Vorteile. Hinzu kommt der Aspekt, dass der Gas-Econic unverändert auch mit Biogas fährt, das sich auch aus überfälligen Lebensmitteln fermentieren lässt. Darüber seien bereits Gespräche mit Lebensmittelproduzenten geführt worden. Mit Biogas aus regenerativer Quelle fährt der Econic CO2-neutral und bringt der Spedition einen guten Imagegewinn. Außerdem kann das Transportunternehmen bei der "emissionsarmen" Logistik eine Vorreiterrolle beanspruchen. Die Mehrkosten des Econic NGT kompensiert Loos über eine größere Einsatzzeit pro Tag, wobei darauf hinzuweisen ist, dass sich diese Betätigungs­felder ohne den Econic gar nicht erst bieten würden.

Positive Rückmeldung von den Fahrern in Punkto Fahrsicherheit und Ergonomie
Der Econic ist längst das Maß der Dinge bei Fahrzeugen mit Nieder­flur-Fahrerhaus. Charakteristisch sind die große Panoramascheibe sowie die auf Knopfdruck automatisch öffnende Beifahrertür. Das Fahrerhaus mit ebenem Boden hat Stehhöhe. Der niedrige Einstieg ist optimal für das häufige Ein- und Aussteigen. Das serien­mäßige Automatikgetriebe erlaubt, sich voll und ganz auf das Verkehrsgeschehen zu konzentrieren. Außerdem sitzt der Fahrer quasi auf Augenhöhe mit den Fußgängern und genießt eine optimale Übersicht, loben die Fahrer bei Simon Loos. Gerade in den Altstadtbezirken Amsterdams ist das ein großer Vorteil. Und ab und zu bleibt auch ein Fußgänger stehen und bestaunt den leisen Lkw, der ganz anders als die üblichen Lastwagen daherkommt.

Econic - eine Erfolgsstory
Die Geschichte des Econic begann im Jahr 1998. Das Low-Entry-Fahrzeugkonzept war seiner Zeit voraus und die heutigen Erfolge der Baureihe beweisen seine Richtigkeit. Inzwischen umfasst das Programm des Mercedes-Benz Econic einen kompletten Baukasten mit 2, 3 und 4 Achsen. Der Econic ist mittlerweile in allen großen Metropolen national und international unterwegs. Ob Berlin, Hamburg, Köln, Paris, Stockholm, Athen oder Valencia - die Konzeptvorteile des Econic sind sogar in Singapur und Mexiko gefragt. Aufgrund steigender Stückzahlen sowie der großen Kundennachfrage nach Econic-Fahrzeugen mit Erdgas- bzw. Biogas-Motoren wurde die Fertigung 2009 komplett in den Produktbereich Sonderfahrzeuge in Wörth am Rhein verlegt.

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