Hyperhidrose: Wenn krankhaftes Schwitzen den Alltag erschwert

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www.arzneimittel.de – So geht Gesundheit heute! (lifePR) (Garching, ) Gerade jetzt bei hohen Temperaturen ist schwitzen ein ganz natürlicher Vorgang, um einer Überhitzung des Körpers vorzubeugen. Wenn die Schweißproduktion höher ist, als zur normalen Wärmeregulation notwendig, spricht man von einer Hyperhidrose, einer übermäßigen Schweißproduktion.

Damit der Organismus bei hohen Temperaturen oder körperlicher Anstrengung nicht überhitzt, ist schwitzen sogar lebensnotwendig. Dies geschieht durch die Verdunstung des Schweißes auf der Haut. Wird mehr Schweiß produziert, als zur Kühlung des Körpers notwendig, liegt je nach Ursache, eine primäre oder eine sekundäre Hyperhidrose vor.

Ursachen der Hyperhidrose

Ursache der primären Form sind meist Angst- oder Stresssituationen oder Schmerzzustände. Bei der sekundären Form können psychische Erkrankungen oder Stoffwechselkrankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion, bestimmte Medikamente oder Hormonstörungen Verursacher sein. Die übermäßige Schweißproduktion bei einer Hyperhidrose kann sowohl an den Händen, als auch an den Füßen oder den Achselhöhlen auftreten.

Vorbeugung und Therapie

Vorbeugen lässt sich dadurch, auf schweißtreibende Lebensmittel zu verzichten. Dadurch gehören unter anderem scharfe Speisen, Kaffee und Alkohol. Zudem sollte versucht werden, Stress zu vermeiden und nur Kleidung getragen werden aus Materialien die atmungsaktiv sind und Schweiß nach außen abtransportieren können, wie beispielsweise Baumwolle. Unangenehmer Körpergeruch kann durch spezielle, desinfizierende Seifen vermieden werden. Zudem ist es ratsam, Achselhaare abzurasieren, weil sich geruchsbildende Bakterien in den Haaren leichter festsetzen können. Spezielle Antitranspirantien können die Schweißdrüsen verschließen, wodurch es ebenfalls zu einer Reduktion der Schweißproduktion kommen kann.

Wurde eine Hyperhidrose vom Arzt diagnostiziert gibt es unterschiedliche Therapieformen. Es kann zum Beispiel das Nervengift Botulinumtoxin A unter die Haut gespritzt werden. Durch das Gift werden die Nervenleitungen blockiert, was zu einer Einstellung der Schweißproduktion führt. Diese Therapieform eignet sich besonders zur Behandlung der übermäßigen Schweißproduktion unter den Achseln, muss jedoch alle paar Monate wiederholt werden.

Eine weiter Möglichkeit der Behandlung, die sich besonders für Hyperhidrose an Händen und Füßen eignet, ist die Iontophorese. Hierbei werden die Hände und Füße anfangs täglich, später ein- bis zweimal wöchentlich in ein Salzbad getaucht, dem über Elektroden ein schwacher Gleichstrom zugeführt wird. Dadurch werden die Nervenendigungen gehemmt und die Schweißproduktion reduziert. Desweiteren kann auch ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungen keine dauerhafte Besserung erreichen.

Weitere Informationen sowie den Ratgeber Gesundheit finden Sie unter www.arzneimittel.de.

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