Wenn sich Wunden nicht mehr schließen – der diabetische Fuß Dr. Karen Petrich im Expertenchat der DGPRÄC

(lifePR) (Berlin, ) Diabetes-Patienten fallen heute kaum noch auf. Moderne, unauffällige Insulin-Spritzgeräte lassen die Krankheit oft nur noch als lästiges "Ärgernis" erscheinen. Doch die "Epidemie des 21. Jahrhunderts", an der in Deutschland schätzungsweise sechs Millionen Menschen leiden, kann auch zu ernsteren Schäden führen. Der "diabetische Fuß" etwa tritt bei rund 14 Prozent der Diabetes-Patienten auf. Grund ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel, der die Blutgefäße und Nerven so sehr schädigt, dass selbst kleinste Wunden nicht mehr von selbst abheilen. Schon harmlose Druckstellen am Fuß können so zu langwierigen Problemen führen. Welche Möglichkeiten die Plastische Chirurgie bietet, offene Wunden dauerhaft zu schließen, erklärt Dr. Karen Petrich am Dienstag, 26. Juli 2011, von 19.00 bis 20.00 Uhr unter www.plastische-chirurgie.de im DGPRÄC-Expertenchat. Frau Dr. Petrich betreibt die Praxis für Plastische Chirurgie am Jüdischen Krankenhaus Berlin und behandelt dort bereits seit Jahren das diabetische Fußsyndrom.

Unbehandelt kann ein "diabetischer Fuß" eine Amputation erforderlich machen. Um dies zu verhindern, sollten offene Wunden und Geschwüre nicht nur mit Cremes und Verbänden versorgt, sondern professionell plastisch-chirurgisch geschlossen werden. Dazu müssen die Wunden zunächst "gereinigt" werden - das abgestorbene und infizierte Gewebe wird also mit dem Skalpell abgetragen. Eine dauerhafte Schließung der Wunde wird am Ende durch einen so genannten "Lappen" erzielt: Gewebe und Haut, wird an anderer Körperstelle entnommen und transplantiert. Auch die Verpflanzung von Eigenhaut stellt eine Möglichkeit der Defektdeckung dar.

Die Versorgung des diabetischen Fußes erfordert ein Teamwork besonderer Art. Nur interdisziplinär in Kooperation mit Diabetologen, erfahrenen Radiologen und Gefäßchirurgen sowie spezialisierten Sanitätshäusern und medizinischen Fußpflegern (Podologen) macht die Behandlung Sinn. In so genannten Gefäßzentren und Fußambulanzen ist diese Zusammenarbeit gewährleistet.

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Kerstin van Ark
Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstrukt
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