Neue Broschüre und Ausstellung über die "Riesen im Moor

Schloss Landestrost
(lifePR) (Hannover/Neustadt am Rübenberge, ) In vier Monaten ist es hundert Jahre her: Im November 1911 unterzeichnete der Ingenieur Rudolf Goldschmidt den Kaufvertrag für ein Grundstück im Landkreis Neustadt am Rübenberge. Damit begann eine Entwicklung, in deren Verlauf nicht nur Goldschmidt sondern auch Neustadt international bekannt werden sollte. Denn im Toten Moor bei Eilvese entstand in den folgenden Monaten eine Kommunikationseinrichtung, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Zum ersten runden Geburtstag der Region Hannover und zum hundertjährigen Jubiläum der Funkstation Eilvese hat Regionsarchivarin Roswita Kattmann die Geschichte der "Riesen im Moor" und ihres Konstrukteurs Rudolf Goldschmidt niedergeschrieben. Die neue Broschüre ergänzt die Ausstellung "Riesen im Moor", die vom 24. Juli bis zum 7. August 2011 im Schloss Landestrost, Schlossstr.1, 31535 Neustadt gezeigt wird.

Bei Eilvese fand der Ingenieur Professor Rudolf Goldschmidt aus Berlin den idealen Platz, um eine Funkeinrichtung zu schaffen, die Deutschland mit Nordamerika verbinden sollte. Über so weite Entfernungen drahtlos zu funken, war damals eine Sensation. Die Anlage war technisch und optisch einmalig. Eine gewaltige Schirm- und Ringantenne überspannte wie ein riesiges Spinnennetz sieben eiserne Gittermasten, die bis zu 258 Meter in den norddeutschen Himmel ragten. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. eröffnete im Juni 1914 persönlich die Station.

Der "Funkenturm" als damals modernes Kommunikationsmittel arbeitete von 1914 bis 1929. Dann musste er moderneren Sendeverfahren weichen. 1931 wurde die Anlage abgerissen.

"Riesen im Moor", Ausstellung vom 24. Juli bis zum 7. August 2011, Schloss Landestrost, Schlossstr.1, 31535 Neustadt; Öffnungszeiten Di., Sa., So., 14-17 Uhr, Mi.-Fr.10-12 Uhr und nach Vereinbarung.

Die Broschüre "Riesen im Moor. Die Geschichte der Funkstation Eilvese und ihres Konstrukteurs Rudolf Goldschmidt" ist im Regionsarchiv für eine Schutzgebühr von 4 Euro erhältlich.

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