Festakt auf dem Campus der TU Kaiserslautern

Felix-Klein-Zentrum für Mathematik ist fertiggestellt
(lifePR) (Kaiserslautern, ) Nach nur einem Jahr Bauzeit eröffnete Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, das Felix-Klein-Zentrum für Mathematik auf dem Campus der TU Kaiserslautern. Es handelt sich hierbei um einen dreigeschossigen Anbau an das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) in der Paul-Ehrlich-Straße für den Fachbereich Mathematik.

Die Gesamtkosten für das neue Gebäude belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. 990.000 Euro davon sind Zuschüsse aus dem Konjunkturprogramm II, das in Rheinland-Pfalz mit dem Sonderprogramm »Für unser Land: Arbeitsplätze sichern - Unternehmen unterstützen - nachhaltig investieren« umgesetzt wird. Insgesamt fließen aus diesem Sonderprogramm Zuwendungen von mehr als 14 Millionen Euro an die TU Kaiserslautern.

Das neue Mathematikgebäude ist Sitz des im Rahmen der »Mathematikinitiative« des Landes Rheinland-Pfalz im Jahr 2008 neu gegründeten »Felix-Klein-Zentrums für Mathematik«. Partner der Initiative sind die TU und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. Das Gebäude, benannt nach dem bedeutenden Mathematiker und Wissenschaftsorganisator Felix Klein (1849 -1925), bietet auf 505 qm Nutzfläche Platz für die ebenfalls im Zuge der Mathematikinitiative neu eingerichteten fünf »Felix-Klein-Professuren« und zugehörigen Arbeitsgruppen.

Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Michael Ebling, bezeichnete anlässlich der Feierstunde das neue Felix-Klein-Zentrum als einen »neuen, räumlichen Beleg für die beeindruckende Erfolgsgeschichte der Industriemathematik in Kaiserslautern« und ergänzte: »In Sachen Mathematik zählt der Wissenschaftsstandort Kaiserslautern zu den Top-Adressen in Deutschland. Als wir mit der TU und dem Fraunhofer-Institut im Dezember 2008 die Mathematik-Initiative gestartet haben, war der Ausbau dieses Schwerpunkts in Kaiserslautern unser gemeinsames Ziel. Allerdings hat wohl auch keiner der drei beteiligten Partner damit gerechnet, dass wir innerhalb so kurzer Zeit so weit kommen.« Mit dem Felix-Klein-Zentrum sei in Kaiserslautern ein Kompetenzzentrum entstanden, das maßgeblich »das nationale wie das internationale Renommee des Wissenschaftsstandortes Rheinland-Pfalz weiter stärken und eine nachhaltige Wirkung auf die ökonomische Entwicklung der Region haben wird«, sagte Ebling.

»Die Bewilligung von fünf Professuren ist das eine, die Investition in ein neues Mathematikgebäude das andere. Beides zeugt vom hohen Vertrauen der Landesregierung in die Zukunftsfähigkeit unserer ausgezeichneten mathematischen Forschung und Lehre am Standort Kaiserslautern«, sagte Professor Dr. Wolfram Decker, Prodekan Fachbereich Mathematik, TU Kaiserslautern.

Hoch zufrieden zeigte sich auch Professor Dr. Dieter Prätzel-Wolters, Institutsleiter des Fraunhofer ITWM: »Der Fachbereich Mathematik und das Fraunhofer ITWM arbeiten seit Jahren eng und sehr erfolgreich zusammen. Das Felix-Klein-Zentrum für Mathematik macht die institutionelle Verbindung in Forschung und Lehre zwischen ITWM und Fachbereich nun auch nach außen sichtbar. Die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Kaiserslautern wird mit dem neuen Zentrum weiter aufgewertet.«

Erfreut ist auch der Präsident der TU Kaiserslautern, Professor Dr. Helmut J. Schmidt, über die Entwicklung: »Ich freue mich besonders, dass die Zusammenarbeit von Fraunhofer ITWM und TU Kaiserslautern im Rahmen der Mathematikinitiative mit der Errichtung des Felix-Klein-Zentrums sowohl eine inhaltliche als auch bauliche Sichtbarkeit in exponierter Lage erhalten hat.«

Bauherr ist der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB). Die Planung des Baus erfolgte mit der Planungsgruppe DREI Architekten + Ingenieure aus Mühltal. LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: »Ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass das neue Institutsgebäude als 'Qualitätsgeprüftes Passivhaus' zertifiziert worden ist.« Energieeffizientes Bauen habe beim Landesbetrieb LBB einen hohen Stellenwert. Seit vielen Jahren gibt eine eigene Richtlinie wirtschaftlich gebotene Wärmedämmstandards vor, die die gesetzlichen Vorgaben deutlich überschreiten. Das neue Gebäude stehe in der Region in einer Reihe mit dem LBB-Passiv- und Energiegewinnhaus der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt und dem ebenfalls vom Landesbetrieb errichteten und als Passivhaus zertifizierten Finanzamtsanbau in Kaiserslautern.

Vier der neu eingerichteten Professuren konnten bereits mit international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzt werden, bzw. stehen kurz vor der Besetzung. Drei von ihnen, Professor Dr. Klaus Ritter (Computational Stochastics), Professor Dr. Bernd Simeon (Differential-Algebraische Systeme) und Professorin Dr. Gabriele Steidl (Bildverarbeitung und Datenanalyse) haben ihre Arbeit an der TU Kaiserslautern bereits aufgenommen und sind dabei, mit ihren Arbeitsgruppen den Neubau zu beziehen.

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