REACH: EU versagt bei der Regulierung tödlicher Tierversuche

PETA fordert sofortige Maßnahmen von der EU-Kommission
REACH: EU versagt bei der Regulierung tödlicher Tierversuche (lifePR) (London / Gerlingen, ) Ein neues Motiv der Tierrechtsorganisation PETA UK (People for the Ethical Treatment of Animals), erschienen im einflussreichen EU-Magazin "The Parliament", tadelt die Europäische Kommission. Diese ließ zu, dass im Rahmen des EU-Chemikalienprogramms REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) zehntausende Tiere in vermeidbaren Chemikalien-Tests getötet wurden - und das trotz der gesetzlichen Vorgabe, dass Tierversuche für REACH nur als letztes Mittel ausgeschöpft werden dürfen. Über 200.000 Tiere wurden bereits im Rahmen von REACH getötet, Millionen weitere Todesfälle werden für die nächsten sieben Jahre erwartet. In einem eindringlichen Brief an EU-Umweltkommissar Janez Potočnik fordert PETA UK die Europäische Kommission nachdrücklich dazu auf, zu veranlassen, dass die Europäische Chemikalienagentur herausfindet, wann Tierversuche für die Zulassungsanträge von Chemieunternehmen hätten vermieden werden können. Außerdem sollen Strafen für Firmen eingeführt werden, die trotz vorhandener tierfreier Methoden Tierversuche durchführen.

"Schöne Worte in der Gesetzgebung über die Verwendung von Tieren als letztes Mittel sind bedeutungslos, wenn Firmen sich nicht daran halten und Regulierungsbehörden bei der Überwachung der Gesetzgebung versagen", so Christine Esch, Veterinärmedizinerin und Kampagnenleiterin bei PETA Deutschland e. V. "Die Europäische Kommission muss sofort und entschieden handeln und so sicherstellen, dass kein einziger Tierversuch mehr stattfindet, der nach dem Gesetz vermieden werden kann."

Ein neuer Bericht der Europäischen Chemikalienagentur zeigt viele Brüche mit der Politik "des letzten Mittels" auf, u.a. folgende:

- Bis zu 1.000 Tiere wurden in schmerzhaften Haut- und Augenreizungstests verwendet, obwohl vollkommen anerkannte tierfreie Methoden existieren, von denen einige sogar in EU-Rechtsvorschriften festgeschrieben sind.
- Geschätzte 58.000 Tiere litten und starben in Versuchen, die ohne vorherige Genehmigung durchgeführt wurden.
- Ca. 140.000 Tiere starben in Vorversuchen - trotz Empfehlung der Europäischen Chemikalienagentur, dass diese Tests weggelassen werden könnten, wenn stattdessen Vorschläge für umfassendere Testmethoden eingingen.

Zahlen: Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen

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