Startschuss für die Stadtbahnverlängerung Zähringen

(lifePR) (Freiburg im Breisgau, ) Mit dem symbolischen ersten Spatenstich durch Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Landrätin Dorothea Störr-Ritter als Vorsitzende des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF), Dr.-Ing. Dieter Glück als Vertreter des Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Gundelfingens Bürgermeister Dr. Reinhard Bentler, VAG Vorstand, Dr. Helgard Berger und Holger Männer, Vorsitzender des Bürgervereins Zähringen begannen am 26. Juli 2011 die Bauarbeiten für die Verlängerung der Stadtbahn Zähringen von der bisherigen Endhaltestelle "Reutebachgasse" bis zur Gemarkungsgrenze Gundelfingen. Die rund 1,8 Kilometer lange Neubaustrecke ist der vierte Abschnitt des Gesamtprojektes "Stadtbahn in die nördlichen Stadtteile und nach Gundelfingen" und Teil des "Integrierten regionalen Nahverkehrskonzeptes Breisgau-S-Bahn 2005/2020" des ZRF.

Das Projekt, in das 28,3 Millionen Euro investiert werden, wird die Verkehrsverhältnisse und die Nahverkehrserschließung des Stadtteils Zähringen entscheidend verbessern. Auch die Gemeinde Gundelfingen rückt mit der neuen Stadtbahn näher an Freiburg heran. Zu einem späteren Zeitpunkt können die Gleise bis ins Ortszentrum von Gundelfingen weitergeführt werden. Bau- und Kostenträger der Stadtbahnverlängerung ist die Freiburger Verkehrs AG (VAG). Finanziert wird das Projekt als "regional bedeutsame Stadtbahnstrecke" mit bis zu 80 % aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes durch Bund und Land. Nicht durch Zuschüsse getragene Kosten der regional bedeutsamen Stadtbahnstrecke sowie die Planungskosten werden vom Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) mitfinanziert.

Zuerst Bau von Kanälen und Versorgungsleitungen

Komplexe Projekte wie die Stadtbahnverlängerung Zähringen müssen gut geplant und sorgfältig koordiniert sein. Neben der VAG sind hier das Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg (GuT), die DB Netz AG, die badenova, die Abwasser Freiburg GmbH (AWF) und die Telekom beteiligt.

In der ersten Bauphase, die von August 2011 bis Februar 2012 dauert, werden im nördlichen Bereich die unterirdischen Arbeiten an Kanälen und Versorgungsleitungen erledigt. Erst wenn dies abgeschlossen ist, folgen in der zweiten Bauphase bis Dezember 2012 die Gleis- und Straßenbauarbeiten im Bereich zwischen der DB Brücke und der Gemarkungsgrenze Gundelfingen.

Die Arbeiten im südlichen Bauabschnitt vom Abzweig der B 3, Isfahanallee, bis zur DB Brücke beginnen mit Leitungsverlegungen im Oktober 2011. Vom Januar 2013 bis April 2014 ist in diesem Bereich der Gleis- und Straßenbau an der Reihe. In dieser letzten Bauphase muss die heutige Endhaltestelle der Stadtbahn außer Betrieb genommen werden, die Stadtbahnlinie 2 endet dann bereits an der Tullastraße.

Die neue Strecke

Der Stadtbahnbau beginnt vor der heutigen Endhaltestelle "Reutebachgasse" und verläuft vom Abzweig der Isfahanallee bis zum Abzweig Bachgasse in Mittellage, danach als achtzig Meter langer dynamischer Bereich bis zum Abzweig Bernlappstraße in der Straßenmitte. Kurz vor der neuen Haltestelle "Berggasse" verschwenkt die Trasse an den westlichen Straßenrand. Entlang der Gundelfinger Straße verläuft der künftige Fahrweg zwischen der Straße und dem Zähringer Dorfbach. Fast die gesamte Neubaustrecke wird als begrünter Gleiskörper gestaltet. Zudem wurde bei der Planung großer Wert darauf gelegt, dass die Trasse vielerorts überquert werden kann.

An der Haltestelle "Berggasse" kann künftig "Wange-an-Wange" von der Stadtbahn auf die Buslinie 15 umgestiegen werden, und an der Gemarkungsgrenze zu Gundelfingen entsteht die Endhaltestelle "Gundelfinger Straße" mit Park+Ride-Platz und einer weiteren Umsteigeanlage von der Stadtbahn auf den Stadt- und Regionalbusverkehr.

Umleitungsverkehr

Während der gesamten Bauzeit wird der Autoverkehr stadtauswärts über die Isfahanallee umgeleitet und stadteinwärts wie gewohnt über die Gundelfinger- und die Zähringer Straße geführt. Die Omnibuslinien fahren bis Oktober 2011 mit unveränderter Linienführung über die Zähringer Straße und die Gundelfinger Straße. Die Fahrzeiten werden auf Grund der erwarteten Verzögerungen durch die Baustelle geringfügig verändert. Von Oktober 2011 an bis zum Ende der Bauzeit fahren die Busse stadtauswärts über die Isfahanallee, stadteinwärts fährt die Linie 16 über die Gundelfinger Straße, die Linie 15 fährt über Wildtal. Im Laufe des Baufortschritts ergeben sich in einigen Bereichen weitere Umleitungen.

Die Stadtbahnverlängerung ein "Gender Alp!"- Projekt

Erstmals in Freiburg - und als eines der ersten Projekte dieser Art in Europa - wurde mit der Stadtbahnverlängerung Zähringen ein Nahverkehrsvorhaben mit dem Schwerpunkt "Qualitätssicherung der Entwurfsplanung unter Berücksichtigung von bedarfs- und geschlechtergerechten Aspekten" umfassend unter der Vorgabe von Gender Mainstreaming bearbeitet. Umfangreiche Bürgerbeteiligung begleitete den Planungsprozess. Dies geschah innerhalb des EU-Projekts "Gender Alp!" von 2005. bis 2007.

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Andreas Hildebrandt
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