Mit 8,1% leicht erhöhte Arbeitslosigkeit zum Ferienbeginn

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Juli
(lifePR) (Potsdam, ) Saisonüblich ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam im Juli leicht gestiegen. Mit insgesamt 30.719 Menschen waren 982 mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Juni. Im Vorjahresvergleich ging die Zahl jedoch um 1430 Personen zurück.

Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber Juni um 0,3 Prozentpunkte auf 8,1%. Gegenüber Juli 2010 (8,5%) reduzierte sie sich um 0,4 Prozentpunkte.

"Der Anstieg in diesem Monat ist insbesondere auf die Personengruppe der Unter-25-Jährigen zurück zu führen", erklärt Edelgard Woythe, Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur. "Zu Beginn der Sommerferien melden sich regelmäßig Schulabgänger bei uns, die noch keinen Ausbildungs- oder Studienplatz sicher haben. Dazu kommen Jugendliche, deren Ausbildungsbetrieb sie nach den Abschlussprüfungen nicht übernehmen konnte oder die nach Abschluss der schulischen Ausbildung nun den ersten Job suchen", fügt sie hinzu. "Angesichts des aktuellen Fachkräftebedarfs arbeiten wir mit Nachdruck daran, dieses Potenzial zu heben und die frisch gebackenen Fachkräfte schnell in ein anderes Unternehmen zu vermitteln", unterstreicht die Agenturchefin.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

7.723 Menschen meldeten sich im Juli neu arbeitslos. Dies waren 898 mehr als im Juni und 1.065 weniger als im Vorjahresmonat. 3.026 dieser Personen kamen direkt aus einer Erwerbstätigkeit und 2.512 aus einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme. Seit Jahresbeginn meldeten sich rund 9 Prozent weniger Personen arbeitslos als im Vorjahreszeitraum. 6.785 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 695 weniger als im Juni und 1.075 weniger als im Juli 2010. 2.888 davon fanden einen neuen Arbeitsplatz und etwa 1.163 begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung.

Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen unter 25 lag im Juli bei 3.703 (+766 zum Juni und -690 zum Juli 2010).

Rechtskreisübergreifend ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen. 8.599 Personen wurden im Juli von der Agentur für Arbeit Potsdam betreut, 637 mehr als im Juni und 1.191 weniger als vor Jahresfrist. Die Jobcenter im Bezirk waren für 22.120 Arbeitslose zuständig, 345 mehr als im Juni und 239 weniger als im Juli 2010.

Der Stellenmarkt

Im Juli wurden vom Arbeitgeberservice 3.205 offene Stellen betreut (-258 zum Juni und +527 zum Vorjahr). Davon waren 3.027 sozialversicherungspflichtig. 1.762 Jobangebote wurden im Juli neu gemeldet, 57 mehr als im Monat zuvor und 107 mehr als im Juli 2010. Seit Anfang des Jahres wurden mit 11.505 Stellen 557 mehr neu gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen belief sich die Steigerung sogar auf 6,2%.

Der Personalbedarf zieht sich durch fast alle Branchen. "Gesundheitsberufe sind und bleiben ein großes Thema", erläutert Edelgard Woythe, "Altenpfleger, medizinische Fachangestellte und Ärzte sind stark nachgefragt." Auch auf dem Bau wird für fast alle Gewerke gesucht. Außerdem haben Kraftfahrer, Bürokräfte und Reinigungskräfte oder im gewerblich-technischen Bereich etwa Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sehr gute Karten. "Nur im Hotel- und Gaststättengewerbe geht die Nachfrage etwas zurück. Hier macht sich eben bemerkbar, dass der Sommer seinen Zenit schon fast überschritten hat", erklärt Edelgard Woythe.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Um arbeitslose Personen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder Arbeitslosigkeit von vornherein zu verhindern, werden arbeitsmarktpolitische Instrumente eingesetzt. Im Juli wurden insgesamt 8.159 Teilnehmer gefördert (-671 zum Vormonat und -3.862 zum Vorjahr). Allein für 1.740 Personen wurden Eingliederungszuschüsse zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gezahlt. Mitte des Monats wurden 1.182 Existenzgründer finanziell unterstützt.

2.599 Personen fanden im Berichtsmonat durch Arbeitsgelegenheiten eine vorübergehende Beschäftigung. Das waren 208 Teilnehmer weniger als im Vormonat und 2.309 weniger als vor einem Jahr. 1.700 Personen profitierten im Juli zudem von Qualifizierungsmaßnahmen (-360 zum Juni und -421 zum Juli 2010).

Der Ausbildungsmarkt

Mit Beginn der Sommerferien rückt die Vermittlung noch unversorgter Lehrstellenbewerber besonders in den Fokus. Durch verschiedene "Last Minute"-Aktionen konnte der Ausgleich auf dem regionalen Ausbildungsmarkt im Juli ein gutes Stück vorangetrieben werden. Allein die Zahl der nicht vermittelten Bewerber hat sich gegenüber Juni um 377 auf 1.074 gesenkt. Die Zahl der vakanten Lehrstellen ging im gleichen Zeitraum um 367 auf 1.457 zurück. Damit kommen auf jeden unversorgten Bewerber 1,4 vakante Lehrstellen.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober haben sich 3.163 ausbildungsinteressierte Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, 144 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auf der anderen Seite wurden 3.553 regionale Ausbildungsplätze gemeldet, 136 mehr als ein Jahr zuvor. Damit fielen 1,1 Lehrstellen auf einen Bewerber.

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