Die neue 10-Euro-Gedenkmünze zeigt den Urvogel Archaeopteryx

Ab morgen erhältlich
Die neue 10-Euro-Gedenkmünze zeigt den Urvogel Archaeopteryx (lifePR) (Stuttgart, ) Am 11. August erscheint die neue deutsche 10-Euro-Gedenkmünze in Silber zu einem ganz besonderen Thema. Sie ist dem Urvogel Archaeopteryx gewidmet, dessen fossiles Skelett vor 150 Jahren im mittelfränkischen Solnhofen gefunden wurde.

Man findet sie heute noch in Fluren, Erkern und Hallen vieler Gebäude, in ihrer typisch hellbraunen, beigen oder gelblichen Tönung oft mit Einschlüssen und besonderen Verfärbungen. Die Rede ist von den berühmten Solnhofner Platten, die vor allem in den Sechziger- und Siebzigerjahren in vielen Häusern und Villen als Statussymbol unter den Bodenbelägen verbaut wurden und nun wieder langsam in Mode kommen. Doch Solnhofen ist nicht nur bekannt für seinen besonderen Naturstein, der übrigens auch als das weltweit beste Material für lithografische Druckplatten gilt, sondern auch als Fossilfundort des ältesten und urtümlichsten Vogels der Erdgeschichte, dem Archaeopteryx.

Alle zehn bisher bekannten Fossilien des Urvogels stammen aus dem mittelfränkischen Bayern, aus verschiedenen Steinbrüchen der Gegend um Solnhofen und Eichstätt. Die Fundschichten heißen Solnhofner Plattenkalke und entstanden während der Jurazeit, einem 150 Millionen Jahre zurückliegenden Abschnitt des Erdmittelalters. Damals waren große Teile Süddeutschlands noch von einem Flachmeer bedeckt, dessen Sedimente heute reich an Versteinerungen der Flora und Fauna jener längst vergangenen Zeiten sind.

Der erste Fund vor 150 Jahren war der Abdruck einer Feder, der man den Namen Archaeopteryx litographica gab, wobei im Griechischen "archaios" uralt und "pteryx" Feder oder Flügel bedeutet. Im gleichen Jahr 1861 fanden Steinbrecher dann ein ganzes, etwa taubengroßes Skelett ohne Kopf, das gleichzeitig Merkmale eines Sauriers und eines Vogels aufwies. Das etwas später gefundene, sogenannte "Berliner Exemplar" (zu sehen im Museum für Naturkunde in Berlin) wurde weltberühmt, da es das erste vollkommen erhaltene Fossil eines Archaeopteryx ist. Mit Zähnen in den Kiefern anstelle eines Hornschnabels, einem langem, echsenartigen Wirbelschwanz und drei langen Fingern an der Hand, die in scharfe, stark gekrümmte Krallen auslaufen.

Auch die Münzdesignerin Barbara Ruppel aus Kreiling hielt sich für die Gestaltung der neuen 10-Euro-Gedenkmünze an das "Berliner Exemplar". Wie die Jury des Wettbewerbs urteilte, ist es ihr dabei "hervorragend gelungen, das Besondere des Fossils darzustellen, nämlich die typische Mischung der Merkmale, die den Charakter des Urvogels als Bindeglied zwischen Dinosauriern und Vögeln dokumentieren." Und - auch das für jeden Betrachter der Münze deutlich zu erkennen: "Die Wertseite entspricht in ihrer kompositorischen und künstlerischen Eleganz der Bildseite. Die Klarheit der Schrift steht in einem spannungsvollen Kontrast zur Lebendigkeit des Federkleides des Adlers."

In ihrer Begründung würdigt die Jury auch die Bedeutung des Fundes als eine "Ikone der Evolutionsforschung". Denn die Kritiker des britischen Evolutionsforschers Charles Darwin zweifelten u. A. an seiner Theorie, weil er den Beweis der Bindeglieder zwischen den Arten schuldig blieb. Eine dieser fehlenden Verbindungen, ein missing link der Evolution, tauchte vor 150 Jahren wie Phönix aus der Asche im Solnhofer Plattenkalk auf: Archaeopteryx, der Urvogel mit den Sauriergenen.

Damit Münzensammler keine missing links in ihrer Deutschlandsammlung zu beklagen haben, sollten sie auf das Datum 11. August 2011 achten. Da erscheint die Silberausgabe der neuen 10-Euro-Gedenkmünze mit dem Aerchaeopteryx in der höchsten Prägequalität Spiegelglanz.

Spezifikationen:
Gedenkmünze Deutschland 2011: 10 Euro, Ø 32,5 mm, Prägezeichen A (Berlin)
Silber (625/1000): Auflage 200.000 Ex. / Kupfer-Nickel: Auflage max. 1,8 Mio.

Bezugsnachweis:
Im örtlichen Münzhandel, bei ausgesuchten Banken mit numismatischer Abteilung
oder über den Fachhandel wie z. B. MDM Münzhandelsgesellschaft mbH & Co. KG Deutsche Münze, Telefon +49 (531) 205-666 bzw. www.mdm.de

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