"Bitte wenden": Navigationssysteme und ihre Tücken

Navitücken (lifePR) (Bottighofen, ) Mit Erfindung der Navigationssysteme sind die klassischen Faltpläne veraltet. Dank einfacher Programmierung, direkter Fahrt - ganz ohne falsches Abbiegen oder ermüdende Diskussionen mit dem Beifahrer. Doch aufgepasst! Auch moderne Technik hat ihre Stolperfallen.

Das Portal MietwagenCheck deckt typische Tücken auf, wegen denen die gute alte Landkarte doch nicht zu Hause gelassen werden sollte.

Tippfehler

Schon das Eintippen des Ortes kann zu Problemen führen: Schnell sind Buchstaben vertauscht oder vergessen. Mancher Tourist landet so statt in der Pilgerstadt Lourdes plötzlich im 90 Kilometer entfernten Dörfchen Lourde. Dank der verirrten Touristen gibt es dort übrigens einen riesigen Anstieg an Besuchern.

Wer die Fährstation Puttgarden auf Fehmarn sucht um Richtung Dänemark abzulegen, muss besonders vorsichtig sein: Der Ort Putgarten liegt 360 km östlich vom Wunschort. Wer hier Fährverbindung zum dänischen Königreich sucht, liegt leider auf dem Trocknen.

Blindes Vertrauen

"Bitte wenden" - und das mitten auf der Autobahn! "Dem Straßenverlauf folgen" - mit Endstation im Fluss! Wer seine Fahrt nach der Stimme des Navis ausrichtet, sollte nicht jede Wegweisung für bare Münze nehmen. Ein kurzer Gegencheck auf der Karte lohnt sich.

Einem jungen Autofahrer aus Thüringen hätte etwas Misstrauen nicht geschadet: Der Hinweis auf die "Abkürzung" zum Hotel, endete im tiefsten Wald. Erst mit Hilfe der Polizei fand er den zurück. Noch weniger Glück hatte ein Familienvater aus Hamburg: Seine Fahrt endete im Moorgebiet. Mit Hilfe eines Traktors konnte er schließlich aus dem Morast geborgen werden.

Zielort nicht vorhanden

Technik ist nicht perfekt! Das beweist das Schicksal einer Familie aus Zschorlau. Sie wartete vergebens auf die Lieferung ihrer Waschmaschine. Bei Eingabe ihrer Adressdaten wurde der Lieferant entweder in den Wald oder Nachbarort navigiert - aber leider nie vor die Haustür. Erst beim dritten Versuch klappte es: der Fahrer wurde diesmal via Telefon gelotst.

Doch es geht schlimmer: Ein Navi-Fehler führte eine britische Bustruppe sogar ins falsche Land. Auf dem Weg nach Lille in Frankreich fiel dem Busfahrer der Fehler erst an der Endstation auf: Er war in Lille in Belgien gelandet! Den weiteren Weg setzte der Fahrer nicht mehr mit Navigationssystem, sondern mit klassischer Landkarte fort.

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Tessa Kaechelen
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