Das Recht zu wählen

GVA-Präsident Hartmut Röhl warnt vor einem Teilemonopol der Fahrzeughersteller
(lifePR) (Würzburg, ) Die gute wirtschaftliche Entwicklung in der Teileindustrie sowie im Freien Teilehandel wird sich auch im Rest des Jahres fortsetzen. Eine aktuelle Mitgliederumfrage des Gesamtverband Autoteilehandel e. V. (GVA) habe ergeben, dass durchschnittlich neun von zehn Teilehändlern für das Gesamtjahr 2011 steigende Umsätze erwarten und dass, obwohl bereits das letzte Jahr erfreulich verlaufen ist. Dies berichtet der GVA-Präsident Hartmut Röhl in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift kfz-betrieb.

Demnach erwarte auch das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in der zweiten Jahreshälfte gute Werkstattauslastungen. Bei der Industrie ließe sich zwar eine leichte Skepsis feststellen, ob die Umsatzrallye so weitergehen könne, allerdings sei entscheidend, dass der Teilehandel und die Servicebetriebe weiterhin eine gute Nachfrage melden, so Röhl.

"Vereinzelt beobachten wir sogar, dass die große Nachfrage aus dem Aftermarket für bestimmte Komponenten nicht ausreichend befriedigt werden kann, da die Automobilhersteller aufgrund des gerade in den asiatischen Märkten sehr guten Neuwagenabsatzes die Produktionskapazitäten der Automobilzulieferer für die Erstausrüstung "leerkaufen", erklärt Röhl.

Der freie Teilehandel würde damit als Alternative zu den Teilevertriebsnetzen der Fahrzeughersteller noch wichtiger. Die Servicebetriebe und letztlich auch die Verbraucher müssten auch langfristig die Möglichkeit haben zu wählen, von wem sie welche Ersatzteile beziehen: "Ein Monopol der Fahrzeughersteller können sich weder die Teileindustrie, noch die Werkstätten und schon gar nicht die Verbraucher wünschen, denn nur ein fairer Wettbewerb garantiert kontrollierte Preise", berichtet Röhl. Die "Mehrmarken-Teile-Strategie" der Fahrzeughersteller sei völlig unglaubwürdig, werde doch gleichzeitig von einzelnen Herstellern postuliert, dass nur seine Ersatzteile für seine Fahrzeuge richtig sind.

Dabei seien Ersatzteile "Originalersatzteile", wenn sie den Spezifikationen und den Produktionsnormen entsprächen, die der Fahrzeughersteller für die Fertigung von Teilen für den Bau eines Fahrzeugs vorschreibe, wie die "Aftermarket-GVO" (EU) Nr. 461/2010 festlege. Es sei also nicht entscheidend, wer diese Teile herstelle: der Fahrzeughersteller oder die Teileindustrie. Ohne den Beitrag der namhaften Zulieferer, die fast ausnahmslos im GVA organisiert sind, würde kein Fahrzeug vom Band rollen, denn etwa 80 Prozent der Teile eines Neufahrzeugs stammten von Zulieferern, erklärt der GVA-Präsident den Würzburger Fachjournalisten im Exklusivinterview.

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