ARCD kritisiert neue Gepäcktarife von Airlines

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Die Botschaft klingt gut: Air Berlin hebt die Freigrenze für Fluggepäck auf allen Kurz- und Mittelstrecken sowie auf der Economy-Langstrecke auf 23 kg an. Bisher sind nur bis zu 20 kg Gewicht zuzahlungsfrei. Der Haken dabei ist, dass in Zukunft nur noch ein einziges Gepäckstück bis zum Limit von 23 kg aufschlagfrei in das Flugzeug darf. Jedes zusätzliche Teil kostet künftig 50 Euro pro Strecke extra. Die neue Regelung gilt für Buchungen ab 1. September 2011 mit Abflug ab 1. Mai 2012. Die Lufthansa praktiziert eine entsprechende Regelung für ihre "Holzklasse" bereits seit 1. Juni 2011. Für Nordamerika- und Kanadaflüge gilt das Stückkonzept schon länger. Je nach Serviceklasse und Abflugland können die Freigepäckmengen unterschiedlich ausfallen.

Der ARCD kritisiert die neuen Gepäcktarife der Airlines als nicht gerade kundenfreundlich. Viele Reisende seien aus Alters- und Gesundheitsgründen beim Hantieren mit einem bis zu 23 kg schweren Koffer oder Trolly körperlich überfordert. Wollen sie den Inhalt, wie gewohnt, auf mehrere leichtere Gepäckstücke verteilen, drohen happige Aufschläge. Dies gilt auch dann, wenn alle Gepäckteile zusammen nicht mehr als 23 kg wiegen. Manche Reisende sind zudem gezwungen, sich wegen der veränderten Gepäckregeln größere Behältnisse anzuschaffen.

Als "Zugabe" zu ihren neuen Gepäckbestimmungen hebt Air Berlin ab 1. September 2011 die Umbuchungsgebühren für Kurz- und Mittelstreckenflüge um 66 Prozent von bisher 30 Euro auf 50 Euro an, für die Langstrecke sogar um 100 Prozent von 50 auf 100 Euro. Bei der Lufthansa sind für das Umbuchen seit dem 1. August in der Economy Class 60 Euro (plus 10 Euro) fällig. Bei Interkontinentalflügen kostet eine Änderung 120 statt 100 Euro.

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