Klaus Töpfer: Hilfe für Ostafrika sehr schleppend in Gang gekommen

Vizepräsident der Welthungerhilfe im Interview der Deutschen Welle - zum Auftakt der Geberkonferenz der Afrikanischen Union (AU) für Hungernde am Horn von Afrika
(lifePR) (Bonn, ) Klaus Töpfer, Vizepräsident der Welthungerhilfe, erwartet von diesem Sondertreffen der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, "dass mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen" für den Kampf gegen die Hungersnot im Osten Afrikas. Im Interview der Deutschen Welle sagte er, auch "stabile Regierungsverhältnisse" müssten in dieser Region möglich gemacht und "die Landwirtschaft entsprechend den Gegebenheiten vor Ort" angepasst werden. Im Fall von Somalia hätten einige dieser Probleme von der Staatengemeinschaft "schon früher geregelt werden können".

Die Hilfe der Bundesrepublik für Ostafrika sei "sehr schleppend in Gang gekommen - was sicher auch einen Grund darin hat, dass man keine Ansprechpartner vor Ort hatte". Den "Vorteil der direkten Kontakte in die Bevölkerung hinein" konnten Organisationen wie die Welthungerhilfe nutzen. "Aber so etwas muss schneller möglich werden. Auch im System der Vereinten Nationen."

"In dieser Region ist wirklich dringend erforderlich, dass die in Afrika vorhandenen Aufschwungkräfte sich dort auch niederschlagen und Stabilität ermöglichen. Das kann man nicht mehr auf die lange Bank schieben", sagte Töpfer. Sonst seien Bilder von Hungernden bald ein Teil der "täglichen Realität".

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