Neubesinnung auf zentrale Werte

Kolpingwerk Deutschland erinnert an Ideen und Ziele seines Verbandsgründers zur Lösung der Sozialen Frage
(lifePR) (Köln, ) Das Institut für Demoskopie in Allensbach hat davor gewarnt, dass die Lebenswelten von Ober- und Unterschicht immer weiter auseinanderfallen. "Dieses soziale Gefälle und die Fragen, die sich daraus ergeben, sind nicht neu", erklärt der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland Msgr. Ottmar Dillenburg. Er verweist angesichts einer drohenden Spaltung der sozialen Schichten in Deutschland, auf die Ideen und Ziele des Verbandsgründers Adolph Kolping. In der Wirkungszeit des Gesellenvaters vor 150 Jahren sei die Soziale Frage auch immer drängender in den Vordergrund getreten. "Letztlich ging es um die wachsende Not einer immer größer werdenden Zahl von Menschen, die im Zuge tiefgreifender Veränderungen in vielen Bereichen einem ungewissen und unsicherem Geschick ausgeliefert waren, verbunden mit konkretem materiellen Elend", ergänzt Dillenburg, der im Oktober für das Amt des Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes kandidiert. Adolph Kolping habe sein Werk nicht zuletzt als Lösung der Sozialen Frage verstanden.

Laut Renate Köcher, der Leiterin des Allensbach-Instituts, mangele es im unteren sozialen Spektrum nicht am Aufstiegswillen, sondern an der Zuversicht, eigene Ziele zu erreichen: "Die Unterschicht glaubt nicht mehr daran, den Aufstieg zu schaffen. Während frühere Generationen, etwa in den 60er Jahren der Bundesrepublik selbst erfahren konnten, dass sich Anstrengungen lohnen, werden heute keine Chancen mehr gesehen."

Die Werte Adolph Kolpings gelten, so Dillenburg, auch in der heutigen gesellschaftlichen Situation. Das eigene Handeln müsse sich an dem Maßstab orientieren, dass der "Mensch Mitte und Ziel allen Handelns " ist. Die gesellschaftliche Ausgrenzung von Menschen gelte es damals, wie heute zu verhindern. Das sei übrigens ein weltweite Aufgabe, der sich auch das Internationale Kolpingwerk im Rahmen mit seiner internationalen Partnerschaftsarbeit stelle", so Dillenburg.

Auf Grund seiner Überzeugung, dass es überhaupt keine Trennung zwischen dem religiösen und dem irdisch-sozialen Leben gebe, sei es für Adolph Kolping darum gegangen "durch eine Neubesinnung auf zentrale Werte des menschlichen Zusammenlebens einen Beitrag zur umfassenden Erneuerung der Gesellschaft aus christlichem Geist und christlicher Verantwortung heraus zu leisten." In diesem Sinne komme auch das Kolpingwerk dem Erbe und Auftrag Adolph Kolpings nach, durch eine "angemessene Weiterentwicklung nach Maßgabe der Nöte unserer Zeit".

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Heinrich Wullhorst
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