IHK-Grundschulcheck veröffentlicht

Eltern wünschen bessere Ferienbetreuung
(lifePR) (München, ) Umfassende Betreuungsangebote von der Krippe über Kindergarten bis zur Grundschule werden sowohl für berufstätige Eltern wie für Betriebe immer wich-tiger. Zwar haben sich die meisten bayerischen Grundschulen auf die Nachmit-tagsbetreuung ihrer Schüler eingestellt. Doch mit diesem Angebot ist spätestens um 17:00 Uhr Schluss. Genauso schwierig wird es für Eltern während der Schul-ferien. Das ergab die bayerische Auswertung des bundesweiten Grundschul-checks der IHK-Organisation. Ziel der Untersuchung war es, die Betreuungs-strukturen an Grundschulen transparent zu machen. "Zwar ist die Situation in Bayern in manchen Bereichen etwas besser als in Gesamtdeutschland, doch deckt das Angebot den Bedarf bei weitem nicht ab", sagt Peter Driessen, Haupt-geschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, BIHK.

Nach den Ergebnissen der Umfrage bieten 92 Prozent der 680 befragten Grund-schulen in Bayern eine Nachmittagsbetreuung an, bundesweit sind es 87 Prozent. Weit schlechter ist es um die Versorgung der Kinder nach 17:00 Uhr bestellt. Nur 10 Prozent der bayerischen Grundschulen (Deutschland 6 Prozent) haben sich darauf eingestellt. "Das bereitet Eltern, die länger arbeiten, sowie den Betrieben oft große Schwierigkeiten", so Driessen. Ein zentrales Problem für die Eltern ist die Ferienbetreuung. Nur 10 Prozent der Schulen bieten für die gesamte Ferienzeit eine Betreuung an, 51 Prozent immerhin zeitweise. Damit hinkt der Freistaat noch hinter dem Bundesergebnis von 22 Prozent zurück.

Wunsch und Wirklichkeit driften noch weit auseinander. So registrieren 32 Pro-zent der Schulen den Wunsch der Eltern nach mehr Plätzen und 25 Prozent nach längeren Betreuungszeiten. "Die Umfrageergebnisse zeigen klar, dass die Situation für beruflich engagierte Eltern nicht zufriedenstellend ist", sagt der BIHK-Chef. Er fordert vor allem eine zügige Verbesserung während der Ferienzeiten, ansonsten könnten personelle Engpässe zu großen Schwierigkeiten gerade in mittelständischen Betrieben führen. Doch das ist nicht allein Sache der Schulen: "Wichtig ist", so Driessen, "dass alle Verantwortlichen vor Ort an einem Strang ziehen und lösungsorientierte Kooperationen mit Kommunen, Schulen, Horten, Vereinen und Unternehmen zustande kommen."

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