Bekannte Künstler bei bild123.com, Folge III

Adolph von Menzel, der berühmteste Maler des Hochadels
Adolph Friedrich Erdmann von Menzel (lifePR) (Karlsbad, ) Adolph von Menzel wird 1815 als Sohn eines Schulvorstehers in Breslau geboren. Sein Vater gründet eine Steindruckerei, in der er schon mit 14 Jahren tätig ist. Die Familie zieht 1830 nach Berlin um, und der junge Menzel muss nach dem frühen Tod des Vaters für den Lebensunterhalt der Familie sorgen. In den Jahren 1833 bis 1834 besucht Adolph von Menzel die Königliche Akademie der Künste und lernt dort seinen späteren Freund und Förderer, den Tapetenfabrikanten Carl Heinrich Arnold, kennen.

Den ersten künstlerischen Erfolg bringt Menzel ein Auftrag des Kunsthändlers und Verlegers Louis Sachse, er schafft eine lithografische Folge zu Goethes "Künstlers Erdenwallen". Im Jahr 1834 wird er in den "Verein der Jüngeren Künstler" aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt widmet sich Adolf von Menzel zunehmend der Ölmalerei und wird 1838 schließlich Mitglied im "Verein der Älteren Künstler". Im folgenden Jahr erhält Menzel den Auftrag für die Illustrationen zu Franz Kuglers "Geschichte Friedrich des Großen". Noch im selben Jahr sieht Adolf von Menzel erstmals Gemälde des englischen Malers John Constable. Unter den Empfindungen und Eindrücken der Revolution entsteht im Jahr 1848 die unvollendet gebliebene "Aufbahrung der Märzgefallenen" (Kunsthalle Hamburg).

Im Jahr 1849 beginnt Menzel mit der Gemäldefolge des Leben und Wirkens Friedrichs des Großen und vollendet 1850 mit der "Tafelrunde Friedrich des Großen in Sanssouci" eines seiner bekanntesten Darstellungen aus dem Leben des Herrschers.

Adolf von Menzel wird 1853 in die Königliche Akademie der Künste aufgenommen, seine Ernennung zum Professor und die Zugehörigkeit zum Senat seit dem Jahr 1875 dokumentieren den Erfolg des Künstlers. Anlässlich der Weltausstellung reist er 1855 erstmals nach Paris und besucht dort den "Pavillon du Réalisme" von Courbet. Es folgen weitere Besuche in der französischen Hauptstadt. 1867 wird Adolph von Menzel dort mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet und erhält für sein Gemälde "Friedrich und die Seinen in der Schlacht bei Hochkirch" eine Medaille. Im Jahr 1875 vollendet er das "Eisenwalzwerk" (Nationalgalerie Berlin) und im Jahr 1884 wird dort die erste große Ausstellung Adolph von Menzels präsentiert, darüber hinaus folgen zahlreiche Werkschauen im In- und Ausland.

Zu seinem 70. Geburtstag verleiht ihm die Berliner Universität die Ehrendoktorwürde, er wird zum Ehrenbürger der Stadt Breslau und zum Ehrenmitglied der St. Petersburger Akademie ernannt, es folgen die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Berlin, die Verleihung des Titels eines Geheimen Rats mit dem Prädikat "Exzellenz" und die Aufnahme in die Akademien in Paris und London. Die Krönung seiner künstlerischen Laufbahn erfährt Adolf von Menzel schließlich mit der Ernennung zum Ritter des Schwarzen Ordens und der Erhebung in den Adelsstand.

Adolph von Menzel verstirbt 1905 in Berlin. Kaiser Wilhelm II., der in Menzel einen Verherrlicher des Preußentums sah und ihn deshalb sehr verehrte, ordnete ein Staatsbegräbnis an und folgte mit seiner Familie dem Sarg. Seine letzte Ruhestätte fand Adolph Menzel auf dem Dreifaltigkeits-Friedhof II, im Feld OM, G1. Die Ehrengrabstätte schmückt eine Bronzebüste nach dem 1875 entstandenen Modell von Reinhold Begas. Wenig später fand in der Nationalgalerie eine Gedenkausstellung statt.

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