Daimler und BASF bündeln Know-how für zukunfts­weisendes Fahrzeugprojekt

smart forvision (lifePR) (Stuttgart, ) .
- Gemeinsames Konzeptfahrzeug smart forvision feiert Weltpremiere auf der IAA 2011
- Innovative Technologien der chemischen Industrie für automobile Energieeffizienz der Zukunft

Daimler und BASF haben ihre Ideen für ganzheitliche Elektromobilität in einem Konzeptfahrzeug vereint. Ergebnis der technologischen Zusammenarbeit ist der smart forvision, bei dem besonderes Augenmerk auf die Themen Energieeffizienz, Temperaturmanagement und Leichtbau gelegt wurde. Das Konzeptfahrzeug wird auf der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Beide Unternehmen sorgen mit umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten dafür, Elektroautos auf die Straße und damit schneller in den Alltag zu bringen. Daimler fährt als erster Automobilhersteller bereits mit vier Serienmodellen ins elektromobile Zeitalter und ist mit dem smart fortwo electric drive Pionier in Sachen batterieelektrisch angetriebener Fahrzeuge. Die BASF als weltweit größter Automobilzulieferer in der Chemieindustrie arbeitet an nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösungen für die energieeffiziente Mobilität von morgen. Jetzt bündeln die Kooperationspartner erstmals ihre technologischen Kompetenzen zu einem richtungsweisenden Fahrzeugkonzept, das schon heute entscheidende Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft bereithält. Design, Lifestyle und Technologie treten dabei in eine neue funktionale Verbindung.

"Durch die Kooperation mit Daimler ist es gelungen, einen ganzheitlichen Ansatz für eine urbane Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Darauf sind wir sehr stolz. Unsere Forschungsaktivitäten tragen einen wichtigen Teil dazu bei, dass Elektroautos bezahlbar, umweltfreundlich und nach­haltig sein werden", sagte Dr. Andreas Kreimeyer, BASF-Vorstandsmitglied und Sprecher der Forschung.

"Der smart forvision ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn sich zwei führende Unternehmen aus völlig verschiedenen Branchen an einen Tisch setzen. Es war spannend mitzuerleben, wie unsere Entwickler und Designer mit den Forschern von BASF kooperiert haben und so ein gemeinsames Fahrzeugkonzept entstanden ist, das einen richtungsweisenden Blick in die elektromobile Zukunft erlaubt", so Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Da sich der smart schon immer von anderen Fahrzeugkonzepten abgesetzt hat, ist er für das Gemeinschaftsprojekt prädestiniert. Und so präsentiert sich der smart forvision als herausragender Technologieträger. Insgesamt fünf automobile Weltpremieren haben die Forscher und Entwickler beider Unternehmen in dem Konzeptfahrzeug vereint. Transparente organische Solarzellen, durchsichtige organische Leuchtdioden, Vollkunststoff-Felgen, neue Leichtbaukomponenten in der Karosserie und Infrarot-reflektierende Folien und Lacke helfen, den Energieverbrauch des Fahrzeugs zu senken und damit die Reichweite und den Komfort zu erhöhen.

Energieeffizienz

Mit Hilfe moderner Materialien und Technologien können im Elektroauto neue Konzepte verwirklicht werden, mit denen Energie nicht nur eingespart, sondern auch gewonnen werden kann. Die daraus resultierende Reichweitenerhöhung trägt dazu bei, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Elektroautos weiter zu verbessern. Im smart forvision sind energieeffiziente Lösungen im Einsatz, wie stromerzeugende organische Farbstoff-Solarzellen auf dem Dach. Zusammen mit den energiesparenden organischen Leuchtdioden (OLED) ist das Dach aus Solarzellen zudem ein echtes Design-Highlight.

Eine Herausforderung bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität ist die nachhaltige Erzeugung und Nutzung der benötigten Antriebsenergie. Denn Elektromobilität trägt vor allem dann signifikant zum Klima- und Umweltschutz bei, wenn der benötigte Strom hocheffizient und CO2-optimiert erzeugt wird. Daher forscht BASF auch an Lösungen, mit denen Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenkraft produziert werden kann.

Multifunktionaler Leichtbau

Je leichter ein Elektrofahrzeug ist, desto weniger Antriebsenergie braucht es und umso höher ist die Reichweite. Die Konstruktion leichterer Fahrzeuge ist daher eine der wichtigsten Herausforderungen für die Elektromobilität der Zukunft. Hier kann BASF einen entscheidenden Beitrag leisten. Beim Leichtbau ersetzen Verbundmaterialien aus Kunststoff schwere Metallbauteile - bei gleicher Funktionalität und Stabilität. Besonders viel Gewicht lässt sich sparen, wenn tragende Bauteile, wie das Chassis, durch faserverstärkte Kunststoffe ersetzt werden. Im smart forvision ist zudem die erste serientaugliche Vollkunststoff-Felge aus dem neuartigen von BASF entwickelten Hochleistungswerkstoff Ultramid® Structure im Einsatz, die bei gleicher Stabilität eine Gewichtsreduzierung von bis zu 30 Prozent gegenüber Metall ermöglicht.

Ganzheitliches Temperaturmanagement

Heizung und Klimaanlage sind wesentliche Energieverbraucher im Fahrzeug. Durch ein ganzheitliches Temperaturmanagement mit innovativen Materialien, wie etwa ein Polymerfilm in den Fensterscheiben, der Wärmestrahlung reflektiert, oder durch den Einsatz von Hochleistungsdämmstoffen, lässt sich dieser Energiebedarf für die Kühlung und Heizung reduzieren.

Im smart forvision treffen diese richtungsweisenden Technologien aus der chemischen Industrie auf ein einzigartiges Mobilitätskonzept und unverwechselbares Design. Gemeinsam leisten die Automobilindustrie und die Chemie einen entscheidenden Beitrag, Elektrofahrzeuge bezahlbar, umweltfreundlich und sicher zu machen. Die Kooperation von Daimler und BASF schafft so im smart forvision perfekte Voraussetzungen für effiziente und nachhaltige Elektromobilität ohne Verzicht.

Über BASF

BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Als weltweit größter Automobilzulieferer in der Chemieindustrie gilt BASF entlang der gesamten Wertschöpfungskette als zuverlässiger und kompetenter Partner: bei Automobilherstellern und Zulieferern ebenso wie im Kundendienstbereich. Die BASF bietet ein breites Spektrum an Produkten für die Verwendung in der Automobilindustrie - von technischen Kunststoffen, Polyurethanund Spezialschaumstoffen, Styrolkunststoffen, Lacken und Kraftstoffadditiven bis hin zu Katalysatoren, Pigmenten, Kühl- und Bremsflüssigkeiten sowie Chemikalien für Leder und Textilien. Die BASF erzielte 2010 einen Umsatz von circa 63,9 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende rund 109.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com und im Social Media Newsroom unter newsroom.basf.com.

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