Trotz Abkühlung Wirtschaft weiter optimistisch

Wirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken für das 1. Quartal 2013
IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Schweig bei der Präsentation des Wirtschaftslage-berichtes der IHK Heilbronn-Franken für das erste Quartal 2013 (lifePR) (Heilbronn, ) In ihren Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate zeigen sich die Betriebe zuversichtlicher als am Jahresanfang 2013. Und dies obwohl sich die konjunkturelle Lage im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken im Frühjahr 2013 verschlechtert hat. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage weniger positiv als im Vorquartal. In den Branchen gibt es allerdings Unterschiede. Während sich die Situation im Baugewerbe deutlich verbessert hat, zeigt die Industrie eine stabile Entwicklung. Eine spürbare Eintrübung melden dagegen der Großhandel und die Dienstleister. Am ungünstigsten fällt die momentane Lage im Einzelhandel aus.

"Der Optimismus bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ist bei den Unternehmen der Region weiterhin ungebrochen", sagt Elke Schweig, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken. "Die Hoffnungen beruhen dabei, wie schon in den Vorquartalen, auf Wachstumsimpulsen vor allem aus den außereuropäischen Märkten", so Elke Schweig weiter. 29 Prozent (Vorquartal 22 Prozent) der Unternehmen gehen von einer günstigen Geschäftsentwicklung aus, 15 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) der Betriebe blicken hingegen skeptisch in die Zukunft.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den regionalen Unternehmen im 1. Quartal 2013 weniger günstig als im Vorquartal beurteilt. Ein Drittel (Vorquartal 39 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Betriebe bezeichnet die aktuelle Lage als gut, während 12 Prozent (Vorquartal 8 Prozent) der Unternehmen mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind.

Die Euro-Krise und die flaue Weltwirtschaft haben die Exporte gebremst. Die heimische Wirtschaft geht jedoch davon aus, dass die Konjunktur im Lauf des Jahres an Schwung gewinnt. Vieles, wie beispielsweise die aktuelle Auftragsentwicklung bei der stark exportabhängigen Industrie, deutet auf eine Besserung hin. Angesichts der Konjunkturprobleme in Europa ruht das Augenmerk auf den Märkten in Übersee, wie beispielsweise den USA und China.

Industrie und Baugewerbe als Konjunkturstützen

Die Industrie, die maßgeblich die regionale Wirtschaftsentwicklung bestimmt, bewertet ihre aktuelle Geschäftslage fast genauso gut wie im Vorquartal. 38 Prozent (Vorquartal 39 Prozent) der Betriebe melden eine gute Geschäftslage, 11 Prozent (Vorquartal 10 Prozent) der Unternehmen sprechen von einem schlechten Geschäftsverlauf. 27 Prozent (Vorquartal 19 Prozent) der Betriebe konnten einen Anstieg der Auslandsorders verbuchen und 23 Prozent (Vorquartal 15 Prozent) der Unternehmen berichten von steigenden inländischen Auftragseingängen. Entsprechend positiv fällt die Einschätzung der Geschäftsentwicklung aus. 42 Prozent der Unternehmen kalkulieren mit einem Umsatzwachstum und 31 Prozent (Vorquartal 24 Prozent) der Betriebe gehen von einer günstigeren Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten aus.

Noch besser stellt sich die wirtschaftliche Situation im Baugewerbe dar. 65 Prozent (Vorquartal 47 Prozent) der Betriebe beschreiben die aktuelle Geschäftslage als gut und kein Unternehmen als schlecht. Die Auftragseingänge insgesamt haben sich positiv entwickelt. In den Bereichen Straßen-/Tiefbau und Wohnungsbau verzeichnen über 40 Prozent aller Betriebe eine steigende Ordertätigkeit und im gewerblichen Hochbau sind es immerhin noch 21 Prozent der Unternehmen. Einzig die Situation beim öffentlichen Hochbau ist unbefriedigend. Kein Betrieb meldet steigende Auftragseingänge, 29 Prozent klagen hingegen über einen Rückgang.

Ausgesprochen positiv fällt die Geschäftserwartung im Baugewerbe aus. 39 Prozent (Vorquartal 15 Prozent) der Unternehmen rechnen mit einer günstigeren Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten. Kein Betrieb (Vorquartal 18 Prozent) erwartet hingegen einen negativen Geschäftsverlauf.

Eintrübung bei Handel und Dienstleistern

Sowohl im Großhandel als auch im Einzelhandel hat sich die Geschäftslage deutlich verschlechtert. Nur noch 20 Prozent (Vorquartal 41 Prozent) der Großhändler und rund 17 Prozent (Vorquartal 19 Prozent) der Einzelhändler bezeichnen den Geschäftsverlauf als gut, während 24 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) der Großhändler bzw. 25 Prozent der Einzelhändler mit der aktuellen Lage unzufrieden sind. Auch die Beurteilung des Kaufverhaltens hat sich erheblich verschlechtert. Nur 2 Prozent der Großhändler und 8 Prozent der Einzelhändler bewerten das Kaufverhalten als kauffreudig.

Beide Handelsstufen blicken hingegen mit gestiegener Zuversicht auf die weitere Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten. 41 Prozent (Vorquartal 24 Prozent) der Großhändler und 34 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) der Einzelhändler rechnen mit einem günstigeren Geschäftsverlauf.

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage durch die regionalen Dienstleister hat sich gegenüber dem Vorquartal deutlich eingetrübt. Nur noch ein Fünftel (Vorquartal 41 Prozent) der Unternehmen hält die aktuelle Lage für gut, während 11 Prozent (Vorquartal 3 Prozent) mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Fast 30 Prozent der Dienstleister melden gesunkene Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch die Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung fällt leicht pessimistisch aus. 24 Prozent (Vorquartal 26 Prozent) der Dienstleister erwarten einen günstigen Verlauf, während wie im Vorquartal 26 Prozent skeptisch in die Zukunft blicken.

Stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Die insgesamt optimistische Geschäftserwartung spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplänen wider, d. h. die Beschäftigungsaussichten bleiben per saldo weiterhin leicht im expansiven Bereich. Während 16 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) der Betriebe eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl in den kommenden zwölf Monaten planen, sehen 13 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) der Unternehmen einen Personalabbau vor. Erfreulich sind die verbesserten Beschäftigungsperspektiven in der Industrie. 22 Prozent (Vorquartal 17 Prozent) der Industriebetriebe ziehen eine Aufstockung des Personalbestandes in Betracht.

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Achim Ühlin
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