Minister übergibt Förderbescheid an Leipziger Verkehrsbetriebe

Ramsauer: Elektrobusse für Leipziger Neuseenland
(lifePR) (Berlin, ) Mit etwas mehr als einer Million Euro sorgt das Bundesverkehrsministerium dafür, dass im Leipziger Neuseenland erstmals reine Elektrobusse im Linienverkehr eingesetzt werden. Am Rande des Weltverkehrsforums in Leipzig hat Bundesminister Peter Ramsauer den Leipziger Verkehrsbetrieben stellvertretend für alle Projektpartner einen Förderbescheid für das Projekt "eBus Batterfly"

übergeben.

"Ich freue mich, dass diese einzigartige Seenlandschaft in Zukunft auch mit Elektrobussen erkundet werden kann. Mit der Umwandlung der ehemaligen Braunkohlegruben in eine Seenplatte schafft Leipzig ein ganz besonderes, stadtnahes Erholungsgebiet für seine Bürger. Da ist es nur naheliegend, dafür auch den umweltfreundlichsten öffentlichen Nahverkehr zu wählen. Mit diesem Projekt zeigen wir außerdem, dass sich Elek­tromobilität nicht nur für Ballungszentren, sondern auch für städtische Randgebiete und den ländlichen Raum eignet", so Ramsauer bei der symbolischen Scheckübergabe.

Ziel von "eBus Batterfly" ist die Umstellung des Verkehrsangebots von Markkleeberg auf einen vollständig elektrisch angetriebenen Busverkehr und die Erweiterung der Anbindung an die S-Bahn in die Leipziger Innenstadt. Zwei umweltfreundliche und leise eBusse sollen im Linienverkehr eingesetzt werden, um das Batteriebuskonzept zur Marktreife zu entwickeln. Die Busse werden vom Bahnhof Markkleeberg in einer "schmetterlingsförmigen" Linienführung betrieben. Die Nachladung erfolgt an ausgewählten Haltestellen. Projektpartner sind die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH und das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI. Das Vorhaben ist Teil des Schaufensters Bayern-Sachsen "ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET".

Ramsauer:

"Der Bund hat mit den Schaufenstern Elektromobilität ein sehr ehrgeiziges Programm aufgelegt, das wir von 2012 bis 2015 mit insgesamt rund 180 Millionen Euro fördern. Hier demonstrieren wir im Praxistest, wie Elektromobilität unter Alltagsbedingungen funktionieren kann. Das schafft Akzeptanz für diese neue Technologie und für innovative, ganzheitliche Verkehrskonzepte wie hier in Leipzig. Dabei bauen wir auf den guten Erfahrungen in unseren Modellregionen auf."

In vier Regionen Deutschlands - Baden-Württemberg, Niedersachsen, Berlin-Brandenburg und Bayern-Sachsen - wird in den kommenden Jahren Elektromobilität mit einem ganzheitlichen Ansatz erprobt und weiterentwickelt. Die Schaufensterregionen sollen dank ihrer Größe Rückschlüsse auf die Massentauglichkeit der getesteten Elektromobilitäts­lösungen liefern.

In Leipzig nutzte der Bundesverkehrsminister die Gelegenheit, um sich ein Bild über die laufenden Projekte in der Region zu machen. BMW informierte über seine Aktivitäten am Standort. Im Leipziger Werk werden zukünftig Elektrofahrzeuge produziert, die auch im Schaufenster Bayern-Sachsen zum Einsatz kommen werden.

Das Schaufenster vereint führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand.

Ziel der freistaatenübergreifenden Initiative ist es, mit rund 50 Projekten und 150 Projektpartnern wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle für die Elektromobilität zu entwickeln und zu etablieren. Das Schaufenster Bayern-Sachsen wird mit rund 40 Millionen Euro von der Bundesregierung sowie mit jeweils rund 15 Millionen Euro von den Freistaaten Bayern und Sachsen gefördert. Einen großen Anteil an den insgesamt rund 140 Millionen Euro Gesamtvolumen leistet die Industrie. Die Aktivitäten werden von der Bayern Innovativ GmbH und der Sächsischen Energieagentur  - SAENA GmbH koordiniert.

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