Südamerika, Südafrika und Bhutan: Internationale Dozenten zu Gast an der Hochschule Osnabrück

Studierende diskutierten über Wirtschaft, Glück und Werbespots
Susanne Blenk (hintere Reihe 1. von rechts) und Heike Reichel (vordere Reihe 3. von links) vom International Faculty Office haben in der Blockwoche die internationalen Dozenten an der Hochschule Osnabrück betreut. Beate Kirsche (hintere Reihe 2. von links), Beauftragte für Hochschulen in Spanien und Südamerika, freute sich über die rege Teilnahme (lifePR) (Osnabrück, ) Tausende von Kilometern sind sie geflogen, um in der Blockwoche an der Hochschule Osnabrück zu lehren. In der vergangenen Woche haben Dozenten aus Bhutan, Südafrika, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Großbritannien und Italien die Studierenden an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) unterrichtet. Die Blockwoche ist eine besondere Form der Lehrveranstaltung, bei der Studierende neben Exkursionen beispielsweise Themen aus anderen Fachrichtungen bearbeiten können. Sie wird einmal pro Semester an der Fakultät WiSo angeboten. "Die Seminare der internationalen Gastdozenten sind ein ganz besonderes Angebot für unsere Studierenden. Sie können ihre interkulturellen Kompetenzen und Sprachkompetenzen ausbauen - und das ohne ins Ausland zu fahren. Sie bekommen zudem Themen aus einem ganz neuen Blickwinkel aufgezeigt", meint Susanne Blenk vom International Faculty Office. Die Kurssprachen sind neben Deutsch und Englisch auch Spanisch oder Französisch.

Professor Sanjeev Mehta aus Bhutan referierte beispielsweise über die Zusammenhänge von Wirtschaftswachstum und dem in der Verfassung seines Landes verankerten Brutto-Nationalglück. Professorin Elmarie Venter aus Port Elizabeth verglich mit den Studierenden Werbespots in Südafrika und Deutschland. "Es wurde deutlich, dass südafrikanische Werbung in Deutschland nicht die gleiche Wirkung erzielt, da die Kulturen und auch der Humor sehr unterschiedlich sind. Ich habe zum Beispiel bei ganz anderen Videos gelacht, als die Studierenden", berichtet Venter. Während die Professorin der Nelson Mandela Metropolitan University schon mehrmals zu Gast an der Hochschule Osnabrück war, ist Professor Mehta zum ersten Mal nach Deutschland gereist. "Ich habe erwartet, dass die Studierenden viel verschlossener sind. Das hört man schließlich oft von den Deutschen. Doch sie haben sich sehr aktiv beteiligt. Sowohl ihre Fragen als auch ihre fundierten Antworten haben mich sehr beeindruckt", sagt der Wirtschaftsprofessor und verrät lachend: "Das deutsche Essen werde ich ebenfalls in sehr guter Erinnerung behalten."

Auch die Argentinierinnen Andrea Barbero und Silvina Elias haben bei ihrem Besuch in Deutschland über einiges gestaunt: "Wir haben auf Spanisch unterrichtet - das war für die deutschen Studierenden gar kein Problem. Sie haben sogar alle ihre Abschluss-präsentationen auf Spanisch gehalten." Professor Nicolas Etcheverry aus Uruguay kann dies nur bestätigen und ergänzt: "Die Studierenden hier sind fantastisch - so freundlich und immer pünktlich. In den wenigen Tagen haben sie sehr gute Ergebnisse in meinem Kurs Wirtschaftsethik erzielt."

Die internationalen Gäste schwärmen nicht nur von den Studierenden aus Osnabrück, sondern auch von den vielen freundlichen Osnabrückern, die ihnen in der Stadt begegnet sind. "Als ich einen Passanten in der Stadt nach einem Buchladen gefragt habe, hat er mir nicht nur den Weg erklärt, sondern mich direkt dorthin begleitet", berichtet Professor Etcheverry. So etwas könne er sich in seiner Heimatstadt Montevideo nicht vorstellen. Die Professorinnen Barbero und Elias sind besonders von den vielen Menschen auf der Osnabrücker Maiwoche beeindruckt. "Die Innenstadt war nicht nur an einem Tag voll - auch am nächsten Tag waren wieder so viele Besucher am Feiern - und das trotz des Regens."

Einig sind sich alle, dass sie gerne bald wieder nach Osnabrück kommen wollen - auch wegen der guten Organisation von Susanne Blenk und Heike Reichel des International Faculty Office.

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