Matschie: "In Hochschul- und Forschungskooperation mit China liegt großes Potenzial"

(lifePR) (Erfurt, ) "Durch Erfahrungsaustausch und Kooperation mit chinesischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen den Wissenschaftsstandort Thüringen stärken - das ist das Ziel meines Besuchs in China." Das unterstreicht Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, anlässlich seiner gestern begonnenen Chinareise vom 25. bis 30. Mai 2013. "In der Hochschul- und Forschungskooperation liegt für Thüringen ein riesiges Entwicklungspotenzial. Im globalen Wettbewerb um die besten Ideen werden beide Partner durch den länderübergreifenden Austausch von Wissen und Know-how profitieren", unterstreicht Matschie. Darüber hinaus sollen der Kontakt mit chinesischen Kultureinrichtungen und der Kulturaustausch vertieft werden.

Der Minister wird von den Rektoren der TU Ilmenau, der Fachhochschulen Erfurt und Nordhausen sowie dem Prorektor für Forschung der Universität Jena begleitet. Darüber hinaus gehören Leiter renommierter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen der Delegation an, so des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik Jena, des Institutsteils Angewandte Systemtechnik Ilmenau des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung, des Instituts für Mikrosensorik und Photovoltaik Erfurt sowie des Fritz-Lipmann-Instituts Jena. Als Vertreter der Thüringer Theater wird der Generalintendant des Erfurter Theaters an der Reise teilnehmen. Insgesamt sollen drei Hochschul-Kooperationsvereinbarungen und fünf Forschungsvereinbarungen unterzeichnet werden.

In Jiaxing, einer Millionenstadt nahe Shanghai, wird Matschie die neue Partnereinrichtung der TU Ilmenau, die Tongji-Zhejiang-Hochschule, besuchen. Unterzeichnet wird eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Ausbildung von Bachelor-Studierenden in den Studiengängen Biomedizinische Technik und Wirtschaftsingenieurswesen. Den 30 bereits eingeschrieben Studierenden winken im stark wachsenden Markt für Ingenieure in beiden Ländern gute Berufsperspektiven. Im Anschluss wird Minister Matschie einen Vortrag vor 300 Studierenden zum Thema "Internationalisierung der Thüringer Hochschulen" halten, um für den Hochschulstandort Thüringen zu werben.

In Hangzhou, einer Metropole südwestlich von Shanghai, besucht Matschie die Zhejiang University of Sience and Technology. Mit der Partnerhochschule der FH Erfurt soll eine Absichtserklärung für den Export eines kompletten internationalen Studienganges "Materialfluss und Logistik" von Erfurt nach Hangzhou unterschrieben werden. Ziel ist die Einführung eines deutsch-chinesischen Doppelabschlusses, der den Absolventen berufliche Zukunftschancen in beiden Ländern ermöglicht.

In Peking besichtigt Matschie das Institute of Water Resources and Hydropower Research. Das Institut ist mit über 1.300 Mitarbeitern und 32 Laboratorien eine der größten Forschungseinrichtungen für Wasserressourcen und Wasserkraftwerke in China. Es berät unter anderem die chinesische Regierung bei Fragen des Hochwassermanagements und bei Wasserkraftprojekten. Seit mehr als 10 Jahren arbeitet das Institut für Angewandte Systemtechnik Ilmenau an der Entwicklung von Unterwasserfahrzeugen. Während der China-Reise wird in der deutschen Botschaft in Peking feierlich ein von den Ilmenauern entwickeltes und gebautes Unterwasserfahrzeug übergeben. Das Fahrzeug besitzt Kamerasysteme und Wasserqualitätssensoren, die eine parallele visuelle Untersuchung und Dokumentation von Wasserqualität und die Erstellung von 3D-Karten ermöglichen.

"Thüringen und China verbindet auf den ersten Blick nicht viel. Thüringen ist viel kleiner als China. Aber wir in Thüringen wissen: Forschung und Entwicklung, das sind die Zukunftsmotoren unseres Landes. Und das verbindet uns mit China", betont Matschie. Er verweist darauf, dass Studierende aus China die größte Gruppe der internationalen Studierenden an Thüringens Hochschulen bilden. "Insgesamt sind es 800 chinesische Studierende. Das zeigt, wie attraktiv Thüringen international jetzt schon ist. Das wollen wir auch mit unserer Reise weiter ausbauen", so der Minister.

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