Sparkasse Hannover unterstützt den Förderverein der Gedenkstätte Ahlem mit 500.000 Euro

Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover
Legen Wert auf die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte Ahlem (von links): Regionspräsident Hauke Jagau, Hans-Jürgen Hermel vom Förderverein Gedenkstätte Ahlem, Walter Kleine, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, und Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem. (lifePR) (Hannover, ) Seit April sind die Arbeiten für die neue Gedenkstätte Ahlem in vollem Gange. Auf dem Gelände der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule entsteht derzeit ein zentraler Lern- und Erinnerungsort, der im Sommer 2014 eröffnet wird. Ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts wird die mediale Vermittlungsarbeit sein, für die der Förderverein der Gedenkstätte Ahlem jetzt finanzielle Unterstützung seitens der Sparkasse Hannover erhält. Die zweckgebundene Zuwendung in Höhe von 500.000 Euro dient zur Anschaffung von Tablet-PCs und Medientischen.

Die Gedenkstätte soll nicht nur ein Erinnerungsort, sondern auch ein außerschulischer Lernort für nachfolgende Generationen sein. Um das Thema jungen Menschen nahe zu bringen und die einzelnen Themen und Stationen der Ausstellung möglichst ansprechend aufzubereiten, setzt das pädagogische Konzept auf den Einsatz moderner Medien. "Von zeitgemäßen Vermittlungsformaten hängt es wesentlich ab, ob die komplizierten aber spannenden Themen in Ahlem die Besucher erreichen", sagt Walter Kleine, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover. "Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die Arbeit des Fördervereins gerade im medialen Bereich finanziell zu unterstützen."

Über die Großspende freut sich Hans-Jürgen Hermel vom Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.: "Ohne diese Zuwendung wäre es uns finanziell nicht möglich gewesen, das pädagogische Konzept umzusetzen. Nun können wir eine ausreichende Anzahl an Tablet-PCs sowie zwei Medientische anschaffen." Auch Regionspräsident Hauke Jagau ist dankbar für die Unterstützung seitens der Sparkasse Hannover. "Der Gedenkstätte Ahlem kommt eine bundesweit einmalige historische Bedeutung zu, umso wichtiger wird es in Zukunft sein, eine zeitgemäße und zielgruppengerechte Erinnerungsarbeit zu leisten - dazu ist der Einsatz moderner Medien unerlässlich."

Die Pläne für die neue Gedenkstätte sehen ein umfassendes Ausstellungskonzept vor: Im Keller des Altbaus sollen die historischen Räume aus der Zeit des "Dritten Reiches" sichtbar gemacht und die Geschichte der Gedenkstätte erzählt werden. Im ersten Obergeschoss der Dauerausstellung wird der Fokus auf Verfolgung und Widerstand während des Nationalsozialismus in der Region Hannover liegen. Das zweite Obergeschoss ist dem deutsch-jüdischen Leben in der von dem Bankier Moritz Simon gegründeten Gartenbauschule gewidmet. Das Dachgeschoss bietet Platz für modern ausgestattete Seminarräume. "Wir setzen auf aktive, forschende Besucherinnen und Besucher, denen wir unsere Dokumente mit modernen Medien zugänglich machen möchten", sagt Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem.

Der Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V. freut sich über Unterstützung. Wer die Arbeit des Vereins fördern oder Mitglied werden möchte, wendet sich an den Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V., Kramerstraße 13, 30159 Hannover, Telefon (0511)47397698, E-Mail: fv.ged.ahlem@t-online.de. Eine Spende ermöglicht es dem Förderverein, sich weiter aktiv für die Gedenkstätte und die Erinnerungsarbeit einzusetzen. Spenden an den Förderverein Gedenkstätte Ahlem, Konto: 232604300, Volksbank Hannover, BLZ 25190101, sind steuerlich absetzbar.

Gedenkstätte Ahlem sucht Zeitzeugen und historische Fotografien

Das Forscherteam der Gedenkstätte Ahlem braucht die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger: Von der Vorderfront der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule sind kaum Fotografien erhalten. Deshalb bittet die Region Hannover: Durchforsten Sie Ihre Familienalben nach Fotos der Straßenansicht und des Gartengeländes der Schule. Gesucht werden Bilder aus der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch mündliche Berichte von ehemaligen Anwohnerinnen und Anwohnern sind gefragt und können dem Team der Gedenkstätte Ahlem aufschlussreiche, neue Erkenntnisse liefern. Erfahrungsberichte über die Geschichte des vorderen Gebäudes sollen aufgezeichnet werden.

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