10 Jahre OLA - Qualitätssicherung, fairer Wettbewerb und Vernetzung von Verkehrsangeboten im Fokus

Geschäftsführer Jan Bleis will neue moderne Verkehrsangebote entwickeln und mit der OLA  weiter wachsen (lifePR) (Schwerin, ) Vor zehn Jahren gehörte die damalige Ostmecklenburgische Eisenbahngesellschaft mbH (OME) zu den ersten neuen Privatbahnen in Deutschland, die im Ergebnis der Bahnreform von 1994 im Schienenpersonenverkehr tätig wurden. Die Bahnreform hat den Weg für Wettbewerb und neues Denken auf der Schiene freigemacht. Anfangs skeptisch beäugt und kaum ernst genommen, schrieb die OME nicht nur eine einzigartige Erfolgsgeschichte, sondern setzte auch völlig neue Maßstäbe hinsichtlich Kundenfreundlichkeit und Service am Fahrgast. Am Sonnabend, dem 24. Mai 2008, feiert die aus der OME hervorgegangene Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) ihr Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür und einem großen Familienfest auf dem Neubrandenburger Betriebshof an der Warliner Straße.Dazu sind alle recht herzlich eingeladen.

Bahnverkehr ist wieder attraktiv geworden

"Die Bahnreform, durch die den Ländern die Verantwortung für den Nahverkehr übertragen wurde, hat die Verkehrslandschaft im Schienenpersonennahverkehr geradezu revolutioniert. Heute bieten über fünfzig größtenteils private Gesellschaften neben der Deutschen Bahn modernen Fahrkomfort", betonte Jan Bleis (Foto), Geschäftsführer der OLA. Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet, die Erwartungen sind weit übertroffen worden. "Wettbewerb schadet nicht. Die Vielfalt und das Engagement der Anbieter haben den Bahnverkehr wieder attraktiv gemacht." Bleis zeigte sich stolz, dass es gelungen ist, dem dynamischen Prozess von Mecklenburg-Vorpommern aus immer wieder entscheidende Impulse zu versetzen. "Unser Land hat seine Gestaltungsmöglichkeiten insgesamt gut genutzt."

Zur Betriebsaufnahme am 24. Mai 1998 startete die OME mit einem Talent-Triebwagen und einer Handvoll Fahrgäste auf der Nebenstrecke Neustrelitz Süd- Feldberg. Am Anfang waren es 36 Mitarbeiter und 9,0 Mio. € Umsatz. Zehn Jahre später, im Jahr 2007, gehören fast 200 Mitarbeiter zur OLA, stehen 36,3 Mio. € Umsatz und 3,3 Mio. Zugkm zu Buche und werden jährlich mehr als 2 Mio. Fahrgäste befördert. Mit weiteren Verbindungen, neuerdings auch im Land Brandenburg, sowie der ersten erfolgreichen Übernahme eines kommunalen Busunternehmens im Müritzkreis vor zwei Jahren, hat sich die OLA zum größten privaten Verkehrsanbieter im Nordosten entwickelt. Das Streckennetz der OLA im Schienenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern umfasst 446 km, der Marktanteil im Land liegt bei 16 %. Als Markenzeichen der OLA gelten die flotten blau-weiß-gelben Züge, das Servicekonzept mit Catering und Ticketverkauf am Platz sowie die weitgehende Barrierefreiheit. Bleis kündigte an, mit dem Know-how der letzten Jahre im Rücken auch bei größeren Ausschreibungen künftig aktiv mitzumischen. "Wir haben zehn Jahre lang bewiesen, dass wir es können und wollen jetzt auch an die dicken Brocken heran."

Zukunftsfragen müssen beantwortet werden

Gleichzeitig verwies der OLA-Geschäftsführer auf die sich deutlich abzeichnenden Verkehrsprobleme der Zukunft, die offensiv angepackt werden müssen. "Die demografische Entwicklung mit immer mehr älteren Fahrgästen und weniger Schülerverkehr sowie finanzschwache Kommunen mit defizitären Verkehrsbetrieben auf der einen Seite, aber auch eine Tendenz zu Dumpingwettbewerben und die unbefriedigende Wettbewerbs-Situation im Fernverkehr auf der anderen Seite sind elementare Herausforderungen für uns", unterstrich Bleis.Gerade die künftigen Strukturen in einem dünn besiedelten Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern erfordern eine stärkere Verknüpfung von Schiene und Straße im Öffentlichen Personennahverkehr. Die offensichtliche Angebotslücke zwischen dem hochwertigen Schienennahverkehr und dem ganz auf den Schülertransport ausgerichteten Buslinienverkehr muss geschlossen werden. Dabei spielen Möglichkeiten der Finanzierung durch die Städte und Landkreise sowie bessere Wettbewerbsbedingungen eine entscheidende Rolle. "Das konsequente Linienmarketing("dat Bus") der OLA-Tochter Personenverkehr GmbH Müritz (pvm) auf der seit 2006 durchgängig befahrenen Hauptlinie Neubrandenburg-Waren-Röbel(-Rechlin) hat zu deutlich steigenden Fahrgastzahlen geführt. So war im letzten Jahr bereits eine Zunahme von 13 Prozent zu registrieren. Durch professionelle Fahrplanoptimierungen mit konsequenter Vertaktung wird der regionale Busverkehr attraktiver, auch für neue Zielgruppen, und der Fahrgastzuwachs beschert höhere Einnahmen", so Bleis.

Die Qualitätssicherung in Ausschreibungen, einen fairen Wettbewerb und die effektivere Vernetzung von Verkehrsangeboten bezeichnete der Bahnmanager dementsprechend als die großen Zukunftsaufgaben. "Die politischen Rahmenbedingungen geben letztlich den Takt positiver Veränderungen vor. Insofern bleibt zu hoffen, dass die Erfolge der Bahnreform von 1994 eine hoffnungsvolle Fortsetzung im Interesse der Fahrgäste finden."

Die OLA verkehrt in Mecklenburg-Vorpommern auf folgenden Strecken:Rostock-Güstrow über Laage, Stralsund-Neustrelitz, Bützow-Ueckermünde, Bergen auf Rügen-Lauterbach-Mole, Rehna-Schwerin-Parchim, InterConnex: Warnemünde-Rostock-Berlin-Leipzig Brandenburg: Märkische Regiobahn Berlin-Wannsee-Jüterborg und Brandenburg an der Havel-Rathenow

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D-19061 Schwerin
Yvonne Bobsien
Ostseeland Verkehr GmbH
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