Expertenrunde: Zum Tag der Pflege am 12. Mai

Medizinische Folgen bei Dauerstress
www.burnoutblog.de, www.phytodoc.de (lifePR) (Heidelberg/Eggolsheim/Klüsserath, ) Unabhängig, ob man sich für die familiäre oder professionelle Pflegehilfe entscheidet, die Belastungen für die Angehörigen sind hoch. Das Thema der Pflege von Angehörigen rückt im Zuge der demographischen Veränderungen immer mehr ins Zentrum. Der Beratungsbedarf nimmt zu, denn klassische Großfamilien mit klaren Regeln gibt es immer weniger. Die meisten Betroffenen verdrängen die anstehenden Entscheidungen und stehen dann vor einem Berg von emotionalen und logistischen Entscheidungen. Hat man sich für die private Pflege entschieden, ist man auf Dauerabruf und hat meist drei bis vier „Berufe“ gleichzeitig auszufüllen.

Die Folgen von Dauerbelastungen durch die Spirale Job, Familie und Pflege von Angehörigen gehen leider nicht immer unbemerkt an den Betroffenen vorbei. Mediziner stellen zunehmend Burnoutfälle fest. Wo Pflegende sich selbst andauernd zurückstellen (müssen), ist der Zusammenbruch abzusehen. So kommt es nach ein bis zwei Jahren zu Störungen des seelischen Gleichgewichtes (PTSD- Posttraumatische Stresssymptome), nach zwei bis vier Jahren können dann andauernde psychosomatische Symptome auftreten, chronische Krankheitsbilder tauchen auf.

Dr. Johann Birkel, Internist und TCM-Arzt in Bayern: „Wo das System Mensch aus dem Gleichgewicht geraten ist, beginnt ein verhängnisvoller Kreislauf, der meist in schweren Krisen endet. Deshalb fragen wir bei den Patienten immer nach der aktuellen Belastungssituation, wenn bestimmte Symptome auftauchen.“

Dr. Jürgen Arent kennt diese Fälle aus seiner langen Praxis als Zahnarzt und Heilpraktiker. Nächtelanges Zähneknirschen oder Zähne zusammenbeißen hinterlassen Spuren im Gebiss. Schlafstörungen nehmen massiv zu. Rückenschmerzen, Herzrasen, Kreislaufzusammenbrüche sind einige der Symptome.

Checkliste der Psychosomatischen Symptome
- Einschlaf-, Durchschlaf- und Aufwachstörungen
- Essstörungen und Verdauungsbeschwerden
- Verspannungen
- Rücken-, Nacken- und Muskel-schmerzen
- vegetative Störungen wie z.B. Schweißausbrüche, Übelkeit
- Herzrasen, Beklemmungsgefühle
- Herz- und Kreislaufprobleme
- Verhaltensprobleme, Kontaktarmut und Einsamkeit

Medizinerrat: Lernen Sie es zu delegieren. Wechseln Sie sich mit Partner oder Familienangehörigen ab. Sprechen Sie Konflikte offen aber ruhig an. Achten Sie auf Ihren Körper, organisieren Sie eine abwechslungsreiche Ernährung und regelmäßigen Sport. Kurzurlaube wirken Wunder, wenn gar nichts mehr geht. Kurzfristig können Pflegedienste in Anspruch genommen werden. Kuren beantragen.

4 Tipps der Mediziner
- Regelmäßigkeit in Tag-/Nachtrhythmus beachten
- Sogenannte "Psychohygiene" einführen und Belastungen mit adäquaten Partnern besprechen
- Den Umgang mit der eigenen Lebensenergie erlernen und üben, dazu gehören die Atemtechnik, Atembeobachtung, Qi Gong, Meditation, TaiChi
- Regelmäßiges und adäquates Essen/Ernährung: Warmes! Frühstück

Infos zu den Experten: Dr. Jürgen Arent, Praxis Klüsserath, Tel. + 49 (0) 6507-93 88 55, Dr. Johann Birkel unter www.gezha.de und www.tcm-internist.de. Weitere

Informationen zu Prävention und Expertenaustausch findet man im Gesundheitsportal www.phytodoc.de und im BurnoutBlog www.burnoutblog.de.

Links zu Selbsthilfegruppen:
http://www.pflege-shv.de/...
http://www.selbsthilfe-kontaktstellen.de/...

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