Konjunktur Kompakt

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Sechs Quartale in Folge ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone gesunken. Auch wenn die Euro-Schuldenkrise noch nicht beendet ist, besteht jetzt Hoffnung auf Besserung. So wird die Sparpolitik deutlich abgemildert. Sowohl Frankreich als auch Spanien haben zwei Jahre mehr Zeit von der Europäischen Kommission bekommen, ihr öffentliches Haushaltsdefizit unter die durch den Maastricht-Vertrag geforderte Grenze von 3 % des BIP zu senken. Für die Niederlande und Portugal wurde ein Jahr festgesetzt. Auch die neue italienische Regierung gibt der Wachstumspolitik den Vorrang. Allein die Bildung einer Regierung hat dort das Geschäftsklima deutlich steigen lassen. Die Eurozone dürfte bereits im zweiten Quartal ein Miniwachstum erzielen können. Dies vor allem deswegen, weil in Deutschland u.a. wegen Nachholeffekten aufgrund des langen und harten Winters und trotz der aktuellen Überschwemmungen in einigen Landesteilen ein deutliches Wachstum von 0,5 % gegenüber Vorquartal zu erwarten ist (S. 2). Bei einem Anteil von mittlerweile 28 % am Eurozonen-BIP ergibt sich schon hieraus ein Wachstumsbeitrag von gut 0,1 Prozentpunkten.

Auch in anderen europäischen Ländern kam es zu witterungsbedingten Ausfällen, so dass Nachholeffekte dort wahrscheinlich sind. Während Frankreich mit einem zumindest minimalen BIP-Zuwachs aufwarten sollte, dürften die Schrumpfungsraten in der Peripherie deutlich abnehmen.

Wetere Informationen finden Sie im Anhang.

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