Urlaubslektüre im größten Gang: „Top Gear“-Moderator Jeremy Clarkson zieht vom Leder

Buchcover (lifePR) (Bielefeld, ) Er ist bullig, mitunter hundsgemein, stets saukomisch. Er ist der „Harald Schmidt der Autoszene" (Spiegel online), „TV Personality of the Year 2007“ und eine der kontroversesten Figuren der britischen Medienszene. Er ist Jeremy Clarkson, die Moderatoren-Ikone von „Top Gear“, der Kultshow rund ums Auto auf BBC 2. Ein Mann für irre Mutproben hinterm Lenkrad. Ein Mann auf ständigem Kollisionskurs mit der Schwerkraft, mit unserem Zwerchfell, mit den größten Nervensägen und Pharisäern des 21. Jahrhunderts. Ein Mann, dessen aberwitzige Ideen und verbales Feuerwerk seiner Show schon einen „Emmy“ eingebracht haben - und ihm selbst regelmäßige Beschwerden diverser Automobilhersteller, Sahnetortenattentate empörter Umweltschützer und eine süchtige Fangemeinde rund um den Erdball. Jetzt endlich beglückt auch der Autor Jeremy Clarkson seine vielen Anhänger im deutschsprachigen Raum: Am 15. Mai erscheint sein Buch „Die Nacht, in der ich David Beckham erschoss“, eine Auswahl seiner tollkühnen „Sunday Times“-Kolumnen, die dank ihres trockenen Bulldoggen-Humors ebenfalls längst Kultstatus genießen.

„Ein Engländer erklärt uns die Welt“, lautet der Untertitel des Clarkson-Erstlings, den der Covadonga Verlag in seiner Reihe „schräg + scheckig“ herausbringt. Es sind die Geschichten eines Mannes, der - in Rennwagen und Gummistiefeln, mit Kampfjets und Aufsitzrasenmähern - ganz schön in der Weltgeschichte herumgekommen ist und sich dabei mehr als einmal verirrt hat. EU-Bürokraten und Gesundheitspäpste, österreichische Grenzer und neureiche russische Touristen, Amis und Ökos, der Wildwuchs der Tattoos und regelmäßige Zahnarztbesuche: Wer und was immer es auch wagt, uns den Spaß am Leben und unsere Würde nehmen zu wollen, bekommt von Clarkson eine volle Breitseite britischen Humors verpasst.

In einem unnachahmbaren Kick-and-Rush-Stil zieht das „Top Gear“-Mastermind in seinen Kolumnen vom Leder und erklärt seiner staunenden Leserschar, warum Männer ein hoffnungsloser Fall sind, warum er mal versehentlich eine Bombe über North Carolina abgeworfen hat, warum ein englischer Nationaltorhüter gackernd in seinem Garten lebt, was die Dreharbeiten für seine Auto-Show mittlerweile zur Sisyphusarbeit macht und warum er sogar die Deutschen mag - na ja, zumindest manchmal. Und natürlich verkneift er sich auch die eine oder andere Hommage an seine geliebten schnellen Autos nicht: „Uns zu erzählen, dass Raserei im Straßenverkehr tödlich ist und wir deshalb bitteschön alle langsam durch die Gegend juckeln mögen, ist ein wenig so, als würde man uns bitten, die Schwerkraft zu ignorieren. Wir fahren nicht schnell, weil wir es etwa eilig hätten – wir fahren schnell, weil wir uns dann lebendig fühlen.“

Jeremy Clarkson: Die Nacht, in der ich David Beckham erschoss
Covadonga Verlag, 2008;
Hardcover, 383 Seiten;
ISBN 978-3-936973-36-5;
Ladenpreis EUR 19,80

Einen Vorgeschmack auf Clarkson und „Top Gear“ gefällig? Dann schnell auf zu youtube.com. Die Suche nach dem Begriff „Jeremy Clarkson“ spuckt mehr als 2.100 Video-Links aus.

Kontakt

Covadonga Verlag
Spindelstr. 58
D-33604 Bielefeld

Bilder

Social Media