Doppelsieg für Daimler: "Goldener Öltropfen 2013" geht an Mercedes-Benz Pkw und Nutzfahrzeuge

NANOSLIDE® Laufbahntechnologie im V6-Ottomotor senkt Motorgewicht, Verbrauch und CO2-Emissionen / Mercedes-Benz Citaro Euro VI mit Rekuperationsmodul zur Energiezwischenspeicherung
Mercedes-Benz Innovation: Bei der NANOSLIDE Technologie werden Mithilfe des Lichtbogen-Draht-Spritzens metallische Drähte aufgeschmolzen und mittels eines Gasstroms auf die Innenwand des Zylinders aufgespritzt. Durch die Endbearbeitung der so erzeugten nanokristallinen Eisenschicht entsteht eine fast spiegelglatte Oberfläche mit feinen Poren,welche die Reibung und den Verschleiß zwischen Kolbengruppe und Zylinderlaufbahn deutlich reduziert (lifePR) (Stuttgart/München, ) Zum ersten Mal bei der Verleihung des "Goldenen Öltropfens" wird ein Unternehmen für gleich zwei Entwicklungen ausgezeichnet: Die Daimler AG konnte im Pkw-Bereich mit der Technologie NANOSLIDE® überzeugen; im Nutzfahrzeug-Bereich gewann der neue Mercedes-Benz Citaro Euro VI mit Rekuperationsmodul.

Mit dem KS-Energie- und Umweltpreis "Goldener Öltropfen" prämiert der Automobilclub KRAFTFAHRER-SCHUTZ e.V. (KS) jährlich technische Entwicklungen oder Maßnahmen, die sparsames und umweltschonendes Fahren unterstützen. Voraussetzung ist, dass diese bereits in der Praxis im Einsatz sind und zu vertretbaren Konditionen gekauft werden können. KS-Präsident Peter Dietrich Rath lobte die Entscheidung der neutralen Expertenjury. Die beiden Daimler-Entwicklungen seien wesentliche Beiträge, um Pkw und Omnibusse sparsamer und damit umweltfreundlicher zu machen.

Neue Wege gehen mit dem NANOSLIDE® Verfahren

Die von der Daimler AG entwickelte NANOSLIDE®-Laufbahn-Technologie sorgt für verbrauchsärmere Motoren. In einem elektrisch erzeugten Lichtbogen werden Drähte aus einer Eisen-Kohlenstofflegierung aufgeschmolzen. Ein Zerstäubergas spritzt die schmelz­flüssigen "Tröpfchen" in die Zylinder des Aluminium-Kurbelgehäuses. Dort erstarren sie unter rasanten Abkühlgeschwindigkeiten zu einer filigranen, lamellaren Schicht mit ultrafein- bis nanokristallinem Gefüge. Anschließend wird die Zylinderlaufbahnbeschichtung extrem geglättet - und ist danach nur noch 0,1 bis 0,15 mm dick. Durch beim Glätten freigelegte Mikro-Poren kann die Oberfläche außergewöhnlich viel Öl aufnehmen. Das Ergebnis: sehr geringe Reibwerte und eine sehr hohe Verschleißbeständigkeit. Die Technologie hilft zudem, Gewicht einzusparen sowie Verbrauch zu reduzieren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur CO2-Senkung. Das NANOSLIDE®-Verfahren umfasst eine Vielzahl von Erfindungen und Ideen und ist durch mehr als 40 Patente geschützt.

Seit 2006 ist das NANOSLIDE® Verfahren bei Daimler für den 6,3 l V8 Motor der AMG GmbH im Serieneinsatz. Seit März 2013 erfolgt der Roll-out ebenfalls im neuen V6-Ottomotor (M276 DELA 30) - beginnend in der neuen E-Klasse. Bei diesem konnten mittels der NANOSLIDE®-Technologie im Vergleich zum aktuellen, bereits (weltweit-) reibungsärmsten V6-Ottomotor (M276 DE 35) mehr als 2 Prozent CO2 und 2,4 kg Gewicht eingespart werden. Ab Juni 2013 kommt NANOSLIDE® auch im neuen Hochleistungs 4-Zylinder (M133) von AMG für die Modelle A45 und CLA45 zum Einsatz.

Mit dem NANOSLIDE® Verfahren hat Daimler ein wirkungsvolles System realisiert, das nicht nur in Pkw-Motoren seine Wirkung zeigt, sondern potentiell auch in Nutzfahrzeug- und damit in Omnibusmotoren, wie dem des Citaro, zum Einsatz kommen könnte.

Mercedes-Benz Citaro BlueTec 6: erster Serien-Linienbus nach Abgasstufe Euro VI

Der Mercedes-Benz Citaro ist der erste Linienbus, der mit Triebwerken nach Abgasstufe Euro VI ausge­liefert wird. Mit einer bemerkenswerten Kraftstoffeinsparung leistet er einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt: Gegenüber den Vorgängern konnten die Emissionen des Citaro mit Euro VI-Abgastechnologie um 80 Prozent reduziert werden; so verbessern die Busse die Umweltqualität in Städten deutlich. Gleichzeitig werden die Kraftstoffkosten des Verkehrs­betriebes reduziert, da die neuen Stadtbusse mit über acht Prozent weniger Dieselkraftstoff auskommen.

"Prämisse bei der Entwicklung des neuen Citaro war die Verbindung von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitigem Zugewinn an Leistung, Sicherheit und Komfort", unterstreicht Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses.

Für die herausragende Wirtschaftlichkeit des neuen Citaro haben seine Entwickler alle Register gezogen - eine Vielzahl innovativer Maßnahmen senkt Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen:
  • So spart der Linienbus über ein Rekuperationsmodul Kraftstoff: In der Schubphase ohne Kraft­stoffeinsatz erzeugter Strom wird gespeichert und in der Zugphase des Busses zur Energieversorgung von Nebenverbrauchern, wie unter anderem Gebläse und Beleuchtung, genutzt.
  • Zur Sparsamkeit trägt auch der neue, effizienzoptimierte und elektronisch geregelte zwei­stufige Luftpresser bei. Er arbeitet ebenfalls im Schubbetrieb rekuperativ. Dieses Verfahren senkt den Kraftstoffverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen des Citaro einsatzabhängig um mehr als drei Prozent.
  • Batterie- und Generatormanagement sparen ebenfalls Kraftstoff und erhöhen gleichzeitig die Lebensdauer der Komponenten. Eine abgesenkte Türhöhe der Eingänge zwei und drei verringert den Luftverbrauch beim ebenerdigen Einsteigen der Fahrgäste (Kneeling) und spart damit weitere 0,4 bis 0,5 Prozent Kraftstoff.
Zur Erfüllung von Euro VI verfügen die Omnibusse über eine aufwendige Abgasreinigung. Gemeinsam mit der komplett neuen Motorgeneration sorgt diese dafür, dass sich die Emissionen an der Grenze der Nachweisbarkeit bewegen. Somit wird ein weiterer signifikanter Schritt in der Weiterentwicklung der Dieseltechnologie vollzogen.

Daimler Buses hat bis jetzt rund 350 Omnibusse mit Euro VI-Abgastechnologie ausgeliefert. Bis Ende 2013 sollen mehr als 1.700 Omnibusse mit der umwelt­freundlichen Euro VI-Abgastechnologie der Marken Mercedes-Benz und Setra auf die Straße kommen.

Weitere Informationen von Daimler sind im Internet verfügbar: www.media.daimler.com und www.daimler.com

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