Das Leben - nur der Film in unserem Kopf

(lifePR) (Tespe, ) Warum geht es manchen Menschen so viel besser als mir? Egal ob neidisch oder nicht - meist haben wir in unserem Umfeld irgendwelche Menschen, denen es viel besser geht als uns selbst. Sind diese Menschen anständige Menschen, handeln rechtens, sind vielleicht sogar noch spirituell und auf dem richtigen Weg, dann ist das für uns ja auch in Ordnung. Sind sie aber die Bösen, die Undankbaren, Ungläubigen, Rechthaberischen, Dogmatischen oder sonst irgendwelche unangenehmen Nachbarn und es geht ihnen trotzdem gut, dann ist dies spätestens der Punkt, an dem wir beginnen, die Gerechtigkeit des Lebens zu hinterfragen.

Das sollten wir nicht! Denn es nichts falsch an dem System. Ganz im Gegenteil, das gesamte System der Manifestation und das Konzept vom "Film in unserem Kopf" stellt hier seine Richtigkeit unter Beweis.

Denn: Diese Menschen, mit denen wir uns gerade beschäftigen, haben eines definitiv nicht: Zweifel! Sie zweifeln nicht einmal ansatzweise, dass es richtig und gut sein könnte, dass es ihnen so gut geht. Sie erwarten einfach ohne darüber nachzudenken, dass sie Geld haben, Gesundheit, ein gutes Leben, einen guten Job, Freude. Und so leben sie uns das vor, was die spirituellen Lehrer gebetsmühlenartig unterrichten:

Das Leben ist der Film in unserem Kopf - das Leben ist die Vorstellung, die wir davon haben - und mit unseren Gedanken manifestieren wir unser Leben. Und wenn wir keine Zweifel haben und keine Resonanzfelder, die dem entgegenstehen, dann funktioniert das zu 100 %!

Carl Ransom Rogers, der von 1902 bis 1987 lebte, war ein amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, dessen herausragende Leistung in der Entwicklung der Humanistischen Psychologie bestand und der einen - so nennt man es in der Fachsprache - klientenzentrierten Ansatz als festen Bestandteil der Gesprächstherapie praktizierte.

Die hier verkürzt dargestellte Einleitung seiner These war:

"Das Individuum - und damit ist in diesem Fall der Mensch gemeint - ist der Mittelpunkt seiner eigenen Welt."

Diese Aussage besagt, dass der Mensch, alles was geschieht, nur aus sich selbst heraus beobachten und bewerten kann. Auch das Handeln des Menschen kann nur aus diesem Kontext heraus geschehen. Und so wie ich die Welt wahrnehme, so ist meine Reaktion auf die Welt.

Es sind die Muster, Prägungen, Einstellungen und Meinungen von mir selbst, aus denen heraus ich in Interaktion gehe. Je mehr Muster, Einstellungen und Prägungen ich in mir trage, umso weniger neutral kann meine Interaktion sein. Dieses Handeln aus meiner Inneren Welt kann sanft, fließend und harmonisch sein oder schräg, verzerrt und disharmonisch.

Genau genommen kann man sogar die Struktur von uns Menschen mit einem Computer vergleichen - selbstverständlich NUR die Struktur.

Ich kann das entsetzte Abstand nehmen von dieser Aussage förmlich spüren, wenn der eine oder andere dies liest. Doch schauen wir zunächst einmal, wie ein Computer überhaupt funktioniert, dann wird diese Aussage schon etwas moderater.

Ein Computer ist ein festes Gehäuse, das gefüttert wird mit Daten. Er besteht aus der Hardware, die verantwortlich ist für das Aussehen, wir können sie mit unserem Körper vergleichen, und aus einer Software, die verantwortlich dafür ist, WIE er funktioniert.

Eine Seele hat der Computer natürlich nicht, dies ist unter Umständen eine Tatsache, die unser Verhalten noch zusätzlich verkompliziert. Die Seele ist komplex, verschachtelt, dualisiert und manches Mal nicht aktiviert. Allerdings liegt dort auch die Ursache für unsere so genannte Selbstindividualisierungstendenz und die Tendenz zum höheren zu streben und uns zu entfalten - dort liegt unser Wachstumspotential.

Zurück zu der Aussage, uns mit Computern zu vergleichen, damit wir leichter verstehen, wie wir leicht heilen können.

Ein Computer handelt so, wie er programmiert ist und das ist es, was uns Menschen ihm so ähnlich macht. Auch wir handeln so, wie wir programmiert sind. Muster, Einstellungen, Prägungen, das ist die Plattform, auf der jedes Handeln erfolgt und an der wir jedes Handeln messen - unser eigenes, das von anderen Menschen, das von allem, was uns begegnet oder auch nicht begegnet.

Unsere Welt funktioniert für uns so, wie wir glauben, dass sie funktionieren muss. Natürlich nicht auf der bewussten Ebene, das wäre ja viel zu einfach, um das Schöpfungsspiel zu spielen. Wir haben einen Emotionalkörper, mit seinen integrierten vier Grundgefühlen, wir haben den Mentalkörper, mit seinen Giften des Geistes. Wir haben den großen undefinierbaren Bereich des Unterbewusstseins, der eng verwebt ist mit unserem dem limbischen System, unserem Neandertalergehirn, und dann haben wir auch noch so etwas wie eine Seelenmatrix, die den unnachgiebigen Drang hat, sich zu verwirklichen und diese wiederum kollidiert unter Umständen mehr oder weniger stark mit den alten Erinnerungen, die nicht integriert sind und der DNS-Struktur, die wir konträr gewählt haben, weil unsere Vorgeschichte ihr näher ist, als unser neuer Lebenswunsch.

Gehen wir noch einmal zurück zum Computer. Der Computer hat ein Programm, das ihm sagt, wenn diese Datei angeklickt wird, dann tust du das. Ein Computer kann niemals programmkonträr agieren. Er hat eine Speicherung und diese gibt vor, wie er sich zu verhalten hat. Auch wir Menschen haben Speicherungen. Unser Speicher ist die Geschichte unseres Lebens, vielleicht sogar der Summe unserer Leben, vielleicht sogar geprägt von den Geschichten unserer Ahnen - und diese Geschichten haben uns Erfahrungen sammeln lassen und in die Schublade "gut für mich" und "schlecht für mich" einsortieren lassen. Das ist unser Computerprogramm. Daraus haben sich unsere Glaubenssätze entwickelt. Und diese Glaubenssätze bestimmen unser Handeln. Immer und in jeder Situation! Meist basieren diese Glaubenssätze auf Integration oder Nichtintegration von Erlebnissen in unserem Emotionalkörper. Die vier Grundgefühle sind Erlebniswelten der Menschen.

So erleben wir also etwas, was mit einem der vier Grundgefühle gekoppelt ist. Wir überprüfen, kenne ich das schon - und da es an ein Gefühl gekoppelt ist, haben wir meist einen Erfahrenswert dazu. Wir prüfen, was ist dazu an Information in meiner ganz persönlichen Software gespeichert und auf der Basis dieser Speicherung erfolgt eine Reaktion.

Und genau das ist "der Film in unserem Kopf". In dem Film gibt es viele alte Szenen, in denen ich Liebe erfahren habe und viele alte Szenen, in denen ich Angst erfahren habe und alles, was mir begegnet vergleiche ich mit diesem und lasse mich auf Liebe ein oder ich empfinde Angst, mit all ihren Unterformen des Handelns. Und so lebe ich mein Leben, auf dieser Basis, auf dieser Programmierung, auf dieser Plattform für meine Entscheidungen.

Wenn ich diesen Film nicht aktiv ändere - durch mich selbst und meine Entscheidungen, oder durch das Leben direkt, dann ist mein Leben eine mehr oder wenige gute oder schlechte Kopie des Films "und täglich grüßt das Murmeltier" - als Film lustig, im realen Leben gelebt traurig.

Anfragen zu Interviews und weiteren Artikeln mit der Autorin Margit Kronenberghs sind willkommen.

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Margit Eres Kronenberghs

D-Lünebu Tespe
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Presse & Öffentlichkeitsarbeit Anna Ulrich
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