Atemerkrankungen im Hochgebirge behandeln

Auch nichtallergische Patienten mit schwerem Asthma profitieren
Hochgebirgsklinik Davos (lifePR) (Davos-Wolfgang, ) Seit vielen Jahren werden Allergie- und Asthmapatienten erfolgreich im Hochgebirge therapiert. Bisher sind die Forscher davon ausgegangen, dass besonders allergische Patienten von der Höhenluft profitieren. Eine neue Studie des Niederländischen Asthma Center Davos zeigt nun, dass ein Aufenthalt an der Hochgebirgsklinik Davos auch nichtallergischen Patienten mit schwerem Asthma hilft (1).

Der positive Effekt eines Aufenthaltes in großer Höhe für allergische Patienten ist seit Langem bekannt. Besonders Patienten mit einer Allergie gegen Hausstaubmilden geht es deutlich besser, denn die Allergene, also die Substanzen, die die Symptome auslösen, sind in 1.600 m Höhe so gut wie nicht mehr vorhanden. Auch saisonale Pollen kommen in sehr geringer Menge vor. Während eines Aufenthaltes in Davos nimmt die Entzündung der Atemwege messbar ab und bleibt auch nach der Rückkehr nach Hause noch lange auf einem niedrigen Niveau (2). Die Autoren der neuen, 12-wöchigen Studie untersuchten nun die Frage, ob dieser positive Effekt auch bei nichtallergischen Patienten mit schwerem Asthma eintritt.

Während der 12 Wochen wurden 137 Patienten mit schwerem Asthma untersucht. Bei allen Patienten verbesserte sich der Gesundheitszustand, unabhängig davon ob sie allergisch waren oder nicht. Besonders positiv wurde der verminderte Bedarf an so genannten Kortikosteroiden gewertet, also Medikamenten mit entzündungshemmenden Eigenschaften. 48 % der Milbenallergiker und 36 % der nicht allergischen Patienten konnten im Laufe des 12-wöchigen Aufenthalts in Davos ganz auf diese Medikamente verzichten. Bei den anderen Patienten halbierte sich die täglich benötigte Dosis.

Die Autoren sehen, neben der intensiven Therapie, die die individuellen Probleme und Bedürfnisse des Patienten in den Mittelpunkt rückt, die heilsame Wirkung des Höhenklimas als zentralen Faktor für die bemerkenswerten Behandlungserfolge. Dabei spielt nicht nur die Pollenarmut eine bedeutende Rolle, sondern allgemein die Sauberkeit der Luft. Zudem ist die Dichte der Luft im Hochgebirge niedriger, wodurch das Atmen leichter fällt. Die Autoren bewerten daher das reizarme Klima in großer Höhe als die ideale Umgebung für alle Patienten mit schwerem Asthma, unabhängig von dessen Ursache.

Reha-Aufenthalt in Davos hat nachhaltigen Nutzen

Die Ergebnisse der Studie ergänzen und bestätigen die Ergebnisse der Davoser-Outcome-Studie (DOS), die deutlich zeigen, dass die Patienten in vielerlei Hinsicht von einer Rehabilitation im Hochgebirge profitieren: Der Gesundheitszustand, das körperliche und seelische Befinden sowie weitere psychische Bereiche und die berufliche Situation verbesserten sich bei der Mehrzahl der befragten Teilnehmer. Diese Zahlen belegen den nachhaltigen Nutzen einer Rehabilitation in der Hochgebirgsklinik Davos, die auch von Deutschen Krankenkassen übernommen wird.

Referenzen

1 Rijssenbeek-Nouwens LH, Fieten KB, Bron AO, et al. High-altitude treatment in atopic and nonatopic patients with severe asthma. Eur Respir J 2012; 40: 1371-1377.

2 Peroni DG, Boner AL, Vallone G, et al. Effective allergen avoidance at high altitude reduces allergen-induced bronchial hyperreactivity. Am J Respir Crit Care Med 1994; 149: 1442-1446

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