Blumige Ausstellung: Floristmeister 2013 zeigen ihre Werke

Justus-von-Liebig-Schule in Hannover
Für den Meistertitel: Floristin Sonja Klein aus Hannover fertigt für ihre Abschlussprüfung einen ausgefallenen Grabschmuck für Kurt Schwitters. Alle Werke der Floristmeister sind am 22. und 23. Juni in der Justus-von-Liebig-Schule zu sehen (lifePR) (Hannover-Ahlem, ) Sträuße, Gestecke, Kränze: Die Blumenarrangements der Absolventen der Floristmeisterschule Hannover sind vielfältig in Farbe und Form. Am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Juni, präsentieren neun Meisterschülerinnen und ein Meisterschüler ihre Abschlussarbeiten in der Justus-von-Liebig-Schule in der Heisterbergallee 8. Das Motto der Schau: Déjà-vu - Grundformen der Natur. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Mohnblume, Erbse und Zwiebel: Einfache Pflanzen, die jeder kennt, sind in diesem Jahr Gegenstand der ausgestellten Meisterstücke. Der Duft einer Blüte oder die Farbe eines Gewächses können vergangene Gefühle wiederbeleben. Die kreativen Werke sollen bei den Betrachterinnen und Betrachtern - wie ein Déjà-vu - Erinnerungen wecken und sie in Stimmungen aus der Kindheit zurückversetzen. Gleichzeitig zeigen die floralen Arrangements das Bekannte in neuen Kompositionen und ausgefallenen Formen und eröffnen neue Perspektiven.

"Wie Mediziner haben die Prüflinge unterschiedliche Gewächse untersucht und sie in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Sie haben genau hingeschaut und so neue Aspekte für ihre Abschlussarbeiten erfasst", sagt Theorielehrerin Sabine Bähre von der Justus-von-Liebig-Schule. Theoretisch in einer Hausarbeit, vor allem aber praktisch mit innovativen Werkstücken und ausgefallener Inszenierung haben sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema der Abschlussarbeit genährt. Die Aufgabe: in sechs Stunden einen leeren Raum mit Leben füllen. 21 Quadratmeter, abgehängt mit schwarzem Stoff, stehen dafür zur Verfügung.

Die Materialien für die Gestaltung der floralen Objekte wählen die Schülerinnen und Schüler selbst aus. "Nicht nur bei den floralen Werkstücken ist handwerkliches Geschick und Kreativität gefragt, sondern auch bei der Herstellung der Gefäße", so die Lehrerin. Blumen werden zum Beispiel in selbst hergestellten, schotenförmigen Behältnissen aus Gips und Wachs präsentiert.

Neben phantasievollen Sträußen und formvollendeten Gestecken sind auch Trauerarbeiten ausgestellt. Für die Grabstellen berühmter Persönlichkeiten wie Kurt Schwitters oder die Gebrüder Grimm haben sich die Prüflinge ausgefallenen Trauerschmuck einfallen lassen.

Die Prüfung bildet den Abschluss der einjährigen Fortbildung zum Floristmeister. Die Absolventinnen und der Absolvent sind im Durchschnitt 25 Jahre alt und stammen aus der gesamten Bundesrepublik - von Hannover bis Nürnberg. An der Schule in Ahlem verfeinern die Floristen ihre eingeschliffenen Techniken und lernen neue Gestaltungsmethoden kennen. Dazu gehen sie aus ihrem gesicherten Berufsalltag heraus und drücken noch einmal für ein Jahr die Schulbank.

Weitere Informationen über die Ausstellung und die Floristmeisterschule unter www.floristmeisterschule-hannover.de und auf www.hannover.de.

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