27. Internationales Mustang-Treffen in den Technik Museen Sinsheim und Speyer

(lifePR) (Sinsheim, ) Die Idee zu einem neuen Modell bei FORD entstand 1962. Der damalige Vorsitzende von FORD-USA , Lee Iacocca, gab die Losung aus: Es soll sportlich aussehen und in der Grundversion unter $ 2.000,-- kosten, um eine junge Käuferschicht anzusprechen. Es sollte mindestens 4 Sitzplätze ausweisen, um auch junge Familien zu gewinnen. In nur zwei Jahren wurde aus einer Idee ein Millionenerfolg, dessen Geschichte heute noch in 6. Generation fortgesetzt wird. Im März 1964 begann die Produktion des Mustangs und am 17.April 1964 wurde das Cabriolet und das Hardtop-Coupe zum ersten Mal der Öffentlichkeit auf der Internationalen Automobilausstellung in New York präsentiert. Später folgte auch noch das Fastback-Coupe. Was dann geschah, hatte Amerika bis dahin noch nie erlebt: Kaufwillige stürmten die FORD-Niederlassungen, überboten sich gegenseitig im Kaufpreis, nur um einen der wenigen jetzt schon vorhandenen Mustangs sofort kaufen zu können, schliefen eine Nacht im Auto, bis am nächsten Tag ihr Scheck als gedeckt anerkannt wurde; ein LKW-Fahrer fuhr in eine riesengrosse Verkaustafel, die neben dem Highway aufgestellt war, hinein.

Nach nur 2 Monaten musste Ford ein weiteres Herstellungswerk in Californien für den Mustangbau umrüsten, um die Nachfrage bewältigen zu können und so verwundert es nicht, das der Mustang bis zum heutigen Tage den Weltrekord für die meistverkauften Fahrzeuge im ersten Produktionsjahr hält - über 418.000 Ponys liefen von April 64 bis April 65 aus den Fabriken, von denen es inzwischen 3 gab. In Deutschland gab es auch das Auto mit dem Pferd im Kühlergrill zu kaufen, doch nicht unter dem Namen Mustang. Denn dieser Name war bis zum 31.12.1978 durch den LKW-Hersteller Krupp und den Zweirad-Hersteller Zündapp gesichert. In Deutschland erhielten diese Fahrzeuge den Projektnamen T5 und alle MUSTANG-Schriftzüge mussten bei diesen Fahrzeugen entfernt werden. Nur das Pony-Emblem als verbindendes Glied durfte bleiben. Und heute gelten die T5-er Mustangs als etwas besonderes, da diese Fahrzeuge seit ihren ersten Tagen immer in Deutschland und keine Nachimporte gewesen sind. Inzwischen werden solche Mustangs sogar wieder in die USA zurückimportiert und es gibt sogar ein weltweites Register über diese exotischen Mustangs.

Der Mustang folgte dem Lauf der Zeit. Die Motoren wurden grösser und stärker (7015 ccm , V8 mit nahezu 500 PS war serienmässig zu bekommen), die Autos wurden dicker, schwerer und durstiger. Zu durstig im Zeitalter der Energiekrise Anfang der 70er Jahre. Entsprechend folgte ein viel kleinerer Mustang von 1974-78. In den 80er Jahren schaute man zu sehr auf die neue Konkurrenz aus Japan. Entsprechend veränderte sich der Mustang. In den 90er begann die Retro-Design-Welle und FORD-USA kontaktierte die Mustang Clubs weltweit, um nachzuhören, wie aus deren Sicht ein neuer Mustang aussehen würde. Auf Basis dieser Meinungen wurde 1994 wieder ein Mustang gebaut, der an die Erfolge der Ersten anknüpfte. Paradestück ist dann der Mustang der 6. Generation ab 2004 geworden. Genau wie 1964 begeistert auch dieser Mustang mit ... seinem sportlichen Aussehen, einer Grundausführung von gerade einmal $18.000,-- bis hin zum neuen Shelby-Mustang GT500 mit 500 PS und rennstreckentauglich. Aber auch an die Kleinfamilie wurde gedacht. Alle diese Fahrzeuge sind am 10. Mai (12:00 - 18:00 Uhr) und 11. Mai (10:00 - 16:00 Uhr) am Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM und am 12.Mai (11:30 - 16:00 Uhr) am TECHNIK MUSEUM SPEYER zu bewundern. Mehr als 200 Fahrzeuge aller Generationen werden erwartet. Durch eine Live-Vorstellung der Mustangs, deren Besitzer und deren Geschichte wird an diesen Tagen der Mustang ein Teil das Museums.

Der First Mustang Club of Germany 1964-73 e.V. wurde 1985 gegründet und ist mit über 375 Mitgliedern einer der grössten Clubs für Mustangs der 1. Generation ausserhalb des amerikanischen Kontinents. Durch sein Engagement besonders um den klassischen Mustang hat der Club auch in der deutschen Oldtimerszene Fuss gefasst. Spektakulär waren die Mustang Meetings Anfang der 90er Jahre, als Polizei, TÜV und amerikanische Fahrzeuge auf Deutschlands Strassen wie Feuer und Wasser schienen. 4 Jahre lang veranstaltete man mit dem TÜV in Siegen das internationale Mustang Meeting in Deutschland. Man kam sich näher, verstand die Probleme des anderen besser und fand Lösungen zwischen Klassik und Gesetztestreue. Eine Zusammenarbeit auf die heute noch gebaut wird. Auch die Zusammenarbeit mit den Technik Museen Sinsheim und Speyer gibt die Intention des Clubs wieder: Klassik meets Klassik. Zum 27. Internationales Mustang-Treffen in den Technik Museen Sinsheim und Speyer werden bis zu 200 Mustangs aller Baujahre von 1964 - 2008 aus Deutschland, den BeNeLux-Ländern, der Schweiz und Österreich erwartet. Der Eintritt zum Mustang Meeting ist unabhängig vom einem Museumsbesuch und kostenfrei.

Kontakt

Auto & Technik Museum Sinsheim e.V. c/o Technik Museum Speyer
Am Technik Museum 1
D-67346 Speyer
Simone Lingner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ralf Martin Wurm
Social Media