Pillen gegen das schlechte Gewissen?

Nahrungsergänzungsmittel und ihr wirklicher Nutzen
www.phytodoc.de (Bildquelle: istock) (lifePR) (Heidelberg/Berlin, ) Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie essen ein paar Tage lang ziemlich „ungesund“ mit wenig Obst und Gemüse, weil Sie einfach keine Zeit oder Lust hatten, sich über Ihre Ernährung Gedanken zu machen. Und ganz schnell ist sie da, die Angst, zu wenige gesunde Vitamine zu essen. Ein Griff in die Schublade mit der sprudelnden Brausetablette kann das Gewissen ungemein erleichtern, denn Nahrungsergänzungsmittel versprechen viel Gutes. Und damit sind Sie nicht alleine – fast ein Drittel der Deutschen nimmt regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein. Aber wie sinnvoll ist es, unser Essen damit aufzupeppen? Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengestellt und Argumente für oder gegen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gefunden.

Im Durchschnitt ist die Versorgung mit den meisten Nährstoffen in Deutschland ausreichend. Eine Ernährung, die viel Obst und Gemüse (am besten 5 Portionen pro Tag: 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse) enthält, bei der 1-2 mal pro Woche Seefisch wie Lachs oder Hering, regelmäßig fettarme Milchprodukte und Vollkornprodukte auf dem Tisch stehen, versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen. Ausnahmen sind Vitamin D (z.B. für ältere Menschen), Folsäure (z.B. in der Schwangerschaft) und Jod (z.B. Kinder). „Da die Ernährungsweise von Mensch zu Mensch oft sehr stark variiert, kann es große Unterschiede in der Nährstoffzufuhr geben.“, gibt Dr. Gunda Backes zu bedenken. Besonders Menschen, die sich sehr einseitig ernähren, können über kurz oder lang eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen erleiden. Auch Schwangere, Stillende und Leistungssportler haben einen erhöhten Vitaminbedarf.

Fazit: Wer sich abwechslungsreich und vollwertig ernährt, braucht im Allgemeinen keine Nahrungsergänzung. Besondere Lebenssituationen wie Schwangerschaft, Stillzeit, hohe sport­liche Belastungen, extremer Stress oder ein hohes Alter verlangen jedoch oftmals einen höheren Nährstoffbedarf. Hier können im Einzelfall Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Dies sollte aber in Rücksprache mit einem Ernährungsberater oder Arzt erfolgen. Fest steht, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für Obst und Gemüse sein sollten.

Weitere Informationen zu diesem Thema auch in Bezug auf Substanzgruppen und Pro und Contra, finden Sie unter: http://www.phytodoc.de/news/
(Die Ernährungsexpertin: Dr. Gunda Backes veröffentlicht ihre Expertentipps monatlich auf Phytodoc. Sie studierte Ökotrophologie an der Universität Bonn und spezialisierte sich am Institute of Food Research, Reading (UK) und Istituto di Microbiologia agraria, Bari (I). Sie war unter anderem Pressesprecherin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam- Rehbrücke (DlfE) und arbeitet als Fachjournalistin und Referentin in Berlin. www.nutricomm.de)

Nahrungsergänzungsmittel – Basiswissen

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel (keine Arzneimittel!), die die allgemeine Er­nährung ergänzen sollen. Sie bestehen aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung und liegen in konzentrierter Form vor. Sie werden in dosierter Form zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen in den Verkehr gebracht.

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