DAX: Rekordhoch beim Ölpreis als Stolperstein

Fortis: Wertberichtigungen drücken den Gewinn
(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Es hat so gut begonnen: Der Deutsche Aktienindex erhielt am Morgen Rückenwind vom ifo-Index. Dieser viel beachtete Geschäftsklimaindex stieg von 102,4 Punkten im April auf 103,5 Zähler im Mai. Volkswirte hatten dagegen mit einem Rückgang des wichtigen Stimmungsbarometers auf 102,0 Punkte gerechnet. Analsten zufolge deutet dies darauf hin, dass die erwartete Konjunkturabkühlung in Deutschland moderater auszufallen scheint, als von einigen Marktteilnehmern befürchtet.

Doch dann kamen die Ölpreise dem Index in die Quere: Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die Sortengruppe Crude Light (zu der vor allem das weltweit meistbeobachtete West Texas Intermediate zählt) kletterten gegen Mittag erstmalig über 130 US-Dollar auf ein neues Allzeithoch. Dazu kommt, dass für künftige Öllieferungen an der Terminbörse NY-MEX noch höhere Preise bis hin zu 132,42 Dollar bei Lieferung im Dezember bezahlt werden müssen. Bis vor kurzem waren in der Zukunft liegende Future-Preise noch günstiger als der aktuelle Kurs.

Nun erwarten Anleger jedoch offensichtlich eine weitere Fortsetzung der Preisrallye, was den DAX prompt um 1,5% - vom Tageshoch aus betrachtet - absacken ließ. Die horizontale Unterstützung bei 7100 und der Aufwärtstrend bei rund 7150 Punkten sind nun durchbrochen und könnten erneut als Widerstände dienen. Halt dürfte der Index nun erst wieder an der 7000er-Marke finden.

Auch wenn sich die Stimmen häufen, dass die Hypothekenkrise in den USA allmählich ausgestanden sein sollte, die Bilanzen der Finanzkonzerne weisen immer noch deutlich Bremsspuren auf. Die belgisch-niederländische Fortis musste im ersten Quartal 380 Mio. Euro abschreiben.

Wertberichtigungen fielen sowohl im Bank- als auch im Versicherungsgeschäft an. Demzufolge gingen auch in beiden Bereichen die Gewinne zurück. Im Bankgeschäft sank der Überschuss von 903 auf 721 Mio., in der Versicherungssparte von 352 auf 219 Mio. Euro. Auf Konzernbasis reduzierte sich der Nettogewinn um 31% auf 808 Mio. Euro.

Entwarnung gab Fortis-Chef Jean-Paul Votron bei der Zahlenbekanntgabe noch nicht: "Wir glauben, dass das Umfeld auf absehbare Zeit herausfordernd bleiben wird". Besser läuft es dagegen bei der Integration der Unternehmensteile von ABN Amro. Fortis war Teil des Konsortiums um die Royal Bank of Scotland, welches die niederländische Bank Ende 2007 für rund 70 Mrd. Euro übernommen und dann unter sich aufgeteilt hatte.

Eine konservative Anlagestrategie könnte kurzfristig Sinn machen. Ganz neu auf dem Markt hat Sal. Oppenheim eine PRO-TECT-Pro-Aktienanleihe (SFL 1D4). Das "Pro" in der intelligenten Produktstruktur gewährt einen höheren Schutz bei Kurs-rückgängen. Denn der für die Rückzahlung des Nominalbetrages wichtige PROTECT-Level wird nur in den letzten 3 Monaten der Laufzeit beobachtet. Die Zahlung des Kupons ist in jedem Fall garantiert.

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