Ledwon: Selbstmord vor EM-Schlager

Der polnische Austria Kärnten-Spieler Adam Ledwon (34) wurde am Mittwoch tot in seiner Wohnung gefunden
(lifePR) (Augsburg, ) Am Donnerstag trifft Polen bei der EM im Happel-Stadion auf das österreichische Nationalteam – Mittwoch Abend kam die erschütternde Nachricht: Der 18-fache polnische Nationalspieler (ein Länderspieltor) beging Selbstmord.

Verzweiflungstat
"Das ist ein irrsinniger menschlicher Verlust für uns", sagte Austria Kärtnen Präsident Mario Canori am Donnerstag. Was die Verzweiflungstat des zweifachen Familienvaters ausgelöst hatte, ist vorerst unklar. "Mein Eindruck war, dass Adam in letzter Zeit emotional sehr aufgewühlt war", erklärte Canori. Seine Frau war im Herbst von Klagenfurt nach Polen zurückgekehrt. "Das ist aber Monate her, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat, weiß ich nicht", sagte der Präsident.

Ledwon spielte seit acht Jahren in Österreich. Von Fortuna Köln kam er zur Wiener Austria, danach wechselte Ledwon zur Admira. Zuletzt stand der Mittelfeldspieler bei Austria Kärnten unter Vertrag.

Rätsel
Als Ledwon beim Training am Mittwoch fehlte, rätselten alle, was los ist. Mitspieler Patrick Wolf fuhr zu Ledwons Wohnung und fand ihn erhängt auf.

Publikumsliebling und Leitfigur
Ledwon wurde am 15. Jänner 1974 in Olesno (Rosenberg) geboren, er besaß sowohl die polnische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Er startete seine Fußball-Erstligakarriere beim polnischen Club GSK Kattowitz, später führte sein sportlicher Weg über Deutschland (Bayer Leverkusen, Fortuna Köln) zur Wiener Austria. Nach Stationen bei der Admira und Sturm Graz wechselte Ledwon im vergangenen Sommer zum SK Austria Kärnten und stand für die Klagenfurter in 30 von 36 Runden am Platz.

In Klagenfurt wurde der defensive Mittelfeldspieler dank seines Einsatzes auf dem Spielfeld auf Anhieb zum Publikumsliebling und zur Leitfigur innerhalb der Mannschaft, als deren Kapitän er zeitweise fungierte.

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