Eine Stadt verändert ihr Gesicht

Zur BUGA wird Schwerin umgebaut
(lifePR) (Schwerin, ) Den ersten großen Bauboom erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert. Mit der Rückkehr des Großherzoglichen Hofes von Ludwigslust nach Schwerin wurde nicht nur das Residenzschloss umgestaltet. Regierungsgebäude, das Museum und das Theater, Bürgerhäuser und Palais, ja ein ganzer Stadtteil, die Paulsstadt, entstanden. Seitdem hat sich in der Altstadt nur wenig verändert. Das wird jetzt rasant anders.

Die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands ist derzeit eine große Baustelle. Der Grund ist die Bundesgartenschau, die im kommenden Jahr rund um das Schweriner Schloss stattfinden wird. "Sieben Gärten mittendrin" ist das Motto. Auf einer Gesamtfläche von 55 ha wird gebuddelt und gepflanzt. Dazu kommen mehrere Projekte, die die Stadtverwaltung unter dem etwas sperrigen Titel "BUGA-begleitende Maßnahmen" führt. Promenaden und Plätze entstehen, Straßen werden saniert und endlich wird das Wasser, das in Schwerin allgegenwärtig ist, sicht- und erlebbar.

Größtes Bauvorhaben ist der BUGA-"Garten des 21. Jahrhunderts". Für knapp 20 Millionen Euro entsteht eine neue Landschaft. Der Burgsee wurde um rund 2 1/2 ha vergrößert. Jetzt hat er in etwa wieder die Wasserfläche, die er Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte. Damals wurde ein ganzer Stadtteil abgerissen, um aus der Bezirksstadt eine sozialistische Stadt zu machen. Ganze Straßenzüge mit Fachwerkhäusern mussten weichen. Der Bauschutt aber wurde im Burgsee versenkt. Und weil das so einfach war, wurden die Reste eines gesprengten Gefängnisses noch hinterher gekippt. Der "Bürgerpark", der auf der neuen Landfläche die Schweriner anziehen und zur Erholung einladen sollte, war aber eher eine feuchte Niederung und nie richtig nutzbar. Jetzt sind für die Bundesgartenschau über 70.000 cbm Schutt ausgebaggert worden. Daneben entsteht der Eingangsplatz des BUGA-Areals mit regelmäßigen Baumreihen, Serviceeinrichtungen, einer Straßenbahnwendeschleife und einem Busterminal. Höhepunkt in diesem Garten ist die "Schwimmende Wiese". Ein weitläufiges Areal, das scheinbar über dem Wasser schwebend zur Gartenschau ein Feuerwerk an Farben und Formen bieten soll. Obwohl hier noch Bagger rollen und Krane sich drehen sind die Gärtner schon fleißig dabei, 225.000 Stauden und Gräser zu pflanzen. Das alles direkt am See. War früher das Wasser hinter Büschen und Gestrüpp nur zu erahnen, so werden in nicht einmal einem Jahr Treppenstufen ins Wasser hinein führen und zum Verweilen verführen. Haben die Besucher doch von hier aus einen wunderbaren Blick auf das Residenzschloss und die Altstadt.

Auch die mehr als zwei Kilometer lange Schlosspromenade, die sich an den Ufern des Burgsees und des Schweriner Sees entlang schlängelt, bietet vor allem eins: Tolle Ausblicke auf Seen und Schloss. Obwohl noch gar nicht alle Bauabschnitte freigegeben sind, haben die Schweriner ihre Promenade bereits jetzt erobert. Vor allem an den Wochenenden flanieren sie hier.

Das ist in vielen anderen Bereichen rund um das Schloss derzeit nicht möglich. Bauzäune versperren den Durchgang, lassen aber den Blick frei in die künftigen BUGA-Gärten. Auch hier allgegenwärtig: Bagger und Radlader, vor dem Schloss ein Prahm, von dem aus die Uferbefestigung des Burggartens in Ordnung gebracht wird.

Überall sind die künftigen Konturen bereits erkennbar. Zur Bundesgartenschau 2009 dann sollen Gärten und Promenade fertig sein. Ebenso wie wichtige Straßen in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Die Werderstraße, eine der Einfallstraßen, ist bereits frei gegeben. Seit rund 15 Jahren war ihre Sanierung dringend notwendig. Die Fahrbahn war marode, der gemauerte Abwasserkanal darunter undicht und einsturzgefährdet. Allein, es fehlte das Geld. Für die Bundesgartenschau haben es Stadt und Land locker gemacht. Entstanden ist eine schmucke Anwohnerstraße mit Parktaschen und Bäumen, mit neuen Straßenlampen und neuer Fahrbahndecke sowie ebenen Fußwegen. Die Freigabe der Straße im Mai war das Startsignal für private Investoren. An etlichen Häusern stehen bereits Gerüste für die Sanierung.

Auch die Stellingstraße ist mit Millionenaufwand bereits saniert worden, in Kürze wird die Graf-Schack-Allee frei gegeben. Dann sind auch von hier wunderbare Blicke auf das Schweriner Schloss.

Doch auch private Großinvestitionen sind zur Bundesgartenschau auf gutem Weg. Mitten in der Altstadt wird ein ganzer Block zum Einkaufszentrum, der Marienpassage, umgebaut. Nur wenige Straßen weiter wird ein Quartier saniert und ein Hotel, Wohnungen und kleine Läden entstehen. Und dann ist da noch das Vorhaben der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, eine neue Repräsentanz, das "Ludwig-Bölkow-Haus" als Haus der Wirtschaft zu bauen. Noch rollen in Schwerin die Bagger. Zur Eröffnung der Bundesgartenschau am23.April 2009 werden alle Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird die Landeshauptstadt anders aussehen. Gut befahrbare Straßen, neue Promenaden, das allgegenwärtige Wasser als Erlebnis und mittendrin das Schloss. Dazu eine attraktive Bundesgartenschau. Eine Reise hoch in den Norden ist dann nachgerade ein "MUSS".

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