„Daten zur Natur 2016“ – neues Konzept für ein bewährtes Werk

(lifePR) (Bonn, ) .

- "Daten zur Natur 2016" - neues Konzept für ein bewährtes Werk
- Präsidentin: "Trotz positiver Trends ist noch viel Einsatz erforderlich."
- Neuer Online-Datenbereich mit ergänzenden Informationen zur Druckausgabe
- Arten und Lebensräume, Schutz und Nutzung, gesellschaftliche Aspekte

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlicht heute die 7. Auflage der "Daten zur Natur" - neu konzipiert in kompakter Form und erstmals kostenlos erhältlich. Zeitgleich geht der neue Datenbereich "Daten & Fakten" auf der BfN-Website unter www.daten.bfn.de online.

"Bei der Veröffentlichung der ,Daten zur Natur 2016' sowie des neuen Online-Datenbereichs haben wir viel Wert darauf gelegt, Naturschutzdaten anschaulich darzustellen und Zusammenhänge allgemeinverständlich zu erklären", sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir hoffen, dass neben Fachleuten aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auch die interessierte Öffentlichkeit unser Datenangebot nutzt, das wir im Internet regelmäßig aktualisieren."

Die "Daten zur Natur 2016" erscheinen in einem übersichtlichen Layout und konzentrieren sich gegenüber vorherigen Auflagen noch stärker auf Daten und Fakten. Die Publikation bietet auf 162 Seiten mit rund 120 Tabellen und Abbildungen eine kompakte Auswahl an Daten, die für den Naturschutz relevant sind. Zusätzlich zu "Daten zur Natur 2016" werden im neuen Online-Datenbereich "Daten & Fakten" ergänzende Naturschutzdaten, weiterführende Informationen und Download-Möglichkeiten angeboten. Um allen Interessenten auch den freien Zugang zu der gedruckten Publikation "Daten zur Natur 2016" zu ermöglichen, wird diese zum ersten Mal kostenlos verteilt und ist als Download unter "Daten & Fakten" erhältlich.

"Daten zur Natur" trägt seit mehr als 20 Jahren dazu bei, Zustand und Entwicklung der Natur zu dokumentieren. Die umfangreiche und wissenschaftlich fundierte Datensammlung des BfN ist eine wichtige Informationsquelle für Akteure des Naturschutzes und dient als Grundlage, um neue Strategien und Projekte zu Erhaltung und Schutz der Natur planen und fördern zu können. Das Standardwerk des BfN enthält viele Informationen zu Zustand und Entwicklung von Arten und ihren Lebensräumen, zu den Auswirkungen menschlicher Flächen- und Ressourcen-Nutzung sowie zu den verschiedenen Instrumenten und Maßnahmen des Naturschutzes. Daneben liefern Publikation und Online-Datenbereich Daten und Fakten zu gesellschaftlichen Aspekten des Naturschutzes und zur Naturschutzförderung.

 In den "Daten zur Natur 2016" finden sich neben Daten zu prominenten Beispielen, wie der Wildkatze oder dem Feuersalamander, auch Daten, die weniger geläufig sind. So sind in Deutschland beispielsweise über 71.500 verschiedene Arten bekannt - fast genauso viele, wie es Menschen auf Rügen gibt. Jedoch schätzt man, dass diese Zahl noch sehr viel größer ist, da viele Arten noch nicht entdeckt sind.

 Ein anderes Beispiel zeigt, dass sich viele naturnahe Regionen insbesondere in den Hoch- und Mittelgebirgen sowie in den Küstenbereichen befinden. Gerade diese Regionen sind touristisch - unter anderem wegen ihrer faszinierenden Natur - sehr attraktiv, so dass für eine langfristige Erhaltung dieser Gebiete die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus eine immer größere Rolle spielt. Dass Schutzgebiete auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten, macht ein weiteres Datenbeispiel deutlich. So besucht beispielsweise jeder zweite Gast den Bayerischen Wald wegen seines Status als "Nationalpark". Nationalparke gibt es mit dem Nationalpark "Hunsrück-Hochwald" seit dem Jahr 2015 insgesamt 16.

 Trotz dieser positiven Entwicklungen sind jedoch auch negative Entwicklungen zu verzeichnen. So finden sich in der Nordsee fast keine Bereiche, die nicht durch die intensive Fischerei mit sogenannten Grundschleppnetzen geschädigt werden. Dies betrifft selbst die Meeresschutzgebiete. Problematisch ist auch der starke Rückgang wichtiger Nutzfischarten in der Nordsee. So haben beispielsweise eine stete Überfischung und ungünstige Umweltbedingungen den Rückgang des Bestandes des Nordsee-Kabeljaus verursacht. Die Kabeljau-Fangmengen haben innerhalb von etwas mehr als 30 Jahren um fast 90 Prozent abgenommen.

"Die aktuelle Ausgabe von ,Daten zur Natur' zeigt, dass trotz positiver Entwicklungen in einzelnen Bereichen weiterhin viel Einsatz auf politischer und gesellschaftlicher Ebene erforderlich ist, um Arten und ihre Lebensräume dauerhaft zu schützen", erklärt Prof. Beate Jessel. In den nächsten Jahren gilt es, die Anstrengungen im amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz weiter auszubauen und den Naturschutz stärker in alle Bereiche des politischen und gesellschaftlichen Lebens zu integrieren.

Hintergrund/Bezug Die Publikation "Daten zur Natur" steht auf der BfN-Website unter www.daten.bfn.de zum Download bereit. Die Printversion kann unter folgender Adresse kostenlos angefordert werden:

Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Fachgebiet: I 2.2 – Naturschutz und Gesellschaft
Konstantinstr. 110, 53179 Bonn
Telefon 02 28 / 84 91 – 0
Telefax: 02 28 / 84 91 – 99 99
E-Mail: I2-Abteilung@BfN.de 
  
Der neue Datenbereich „Daten & Fakten“ ist ebenfalls unter www.daten.bfn.de zu finden. Er enthält viele ergänzende Informationen zu den „Daten zur Natur 2016“ und wird regelmäßig aktualisiert.

Kontakt

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
D-53179 Bonn
Ruth Schedlbauer
Stv. Pressesprecherin
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