"CETA und TTIP besiegeln den Ausverkauf sozialer Werte und demokratischer Grundrechte"

Diakonie Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt, fordert von Landesregierung, den Freihandelsabkommen im Bundesrat nicht zuzustimmen
(lifePR) (Stuttgart, ) Gewinnmaximierung um jeden Preis versus globale Gerechtigkeit und fairen Handel – die Diakonie Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt, setzt sich dafür ein, Fluchtursachen zu bekämpfen. Die Freihandelsabkommen CETA und TTIP stärken einseitig ökonomische Interessen. Sie sind geeignet, Fluchtursachen weltweit zu verschärfen.

65 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht – die Bundesrepublik hat gut 82 Millionen Einwohner. Die Fluchtursachen sind vielfältig, etwa Krieg, Terror, systematische Verletzung der Menschenrechte, die Folgen des Klimawandels, Umweltzerstörung, unfaire Handelsbeziehungen. „Die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP leisten Fluchtursachen wie Umweltzerstörung, Trinkwassernotstand, Verletzung der Menschenrechte weiter Vorschub und besiegeln den Ausverkauf sozialer Werte und demokratischer Grundrechte“, mahnt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt. „CETA und TTIP schwächen durch Sonderklagerechte für finanzstarke Investoren kleine und mittelständische Unternehmen. Durch unsere internationale Diakonie wie Brot für die Welt wissen wir, dass in Entwicklungs- und Schwellenländern die Bevölkerung unter teils menschenverachtenden Arbeits- und Lebensbedingungen leidet, damit Produkte in den Industrienationen möglichst billig zur Verfügung stehen. Nur wenn wir Handelsbeziehungen und internationale Handelsabkommen fair und nachhaltig gestalten, sichern wir gute Lebensbedingungen für alle Menschen. In ihrer Heimat. Und wir erhalten die natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen. Das ist unser menschlicher und christlicher Anspruch.“

Die Diakonie Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt, fordert die Landesregierung auf, den Freihandelsabkommen im Bundesrat nicht zuzustimmen. „Die reichen und starken Industrienationen tragen eine besondere Verantwortung“, so Kaufmann. Sie sollen ihre handelspolitischen Ambitionen zukünftig darauf konzentrieren, multilaterale Handelsbeziehungen auf allen Ebenen zukunftsfähig und gerecht mitzugestalten. Verhandlungen sind mit allen Partnern auf Augenhöhe, offen und transparent zu führen.

„Ein gerechter Welthandel ist ein wichtiger Aspekt, wenn wir Fluchtursachen bekämpfen. Dafür setzen sich Diakonie und Kirche ein. Wir müssen als Menschen und als Christen Flagge zeigen! Wir rufen deshalb dazu auf, das Bündnis ‚CETA & TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!‘ zu unterstützen.“

Am 17. September 2016 finden bundesweit Großdemonstrationen für einen gerechten Welthandel statt, unter anderem in Stuttgart. Mit rund 30 weiteren Organisationen gehört Brot für die Welt zum Trägerkreis des Bündnisses „CETA & TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“.                                   

Mehr Informationen

Kompaktinformation zur Demonstration

http://info.brot-fuer-die-welt.de/termin/einen-gerechten-welthandel-ceta-ttip-stoppen

http://ttip-demo.de

https://ttip-busse.de/

Kontakt

Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Heilbronner Straße 180
D-70191 Stuttgart
Andrea Schlepper
Presse und Kommunikation
Pressesprecherin
Social Media