Alessandro Zanardi gewinnt bei den Paralympischen Spielen* in Rio de Janeiro Gold im Einzelzeitfahren

Alessandro Zanardi (lifePR) (Rio de Janeiro, ) Perfekter Start für Alessandro Zanardi (IT) in die Paralympischen* Para-Cycling-Wettbewerbe von Rio de Janeiro (BR): Im Einzelzeitfahren am Mittwoch fuhr der 49-jährige Italiener mit seinem Handbike in der Kategorie H5 zu Gold. Für Zanardi ist es die dritte paralympische Goldmedaille seiner Karriere, nachdem er bereits 2012 bei den Spielen von London zweimal Gold sowie eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Im Einzelzeitfahren absolvierten die Athleten zwei Runden auf einer zehn Kilometer langen Strecke entlang der Küste von Pontal bei Rio de Janeiro. Zanardi die Distanz von 20 Kilometern mit der Bestzeit von 28:36.81 Minuten und sicherte sich damit gleich im ersten der drei Rennen, die er in Rio bestreiten wird, die Goldmedaille. Er hatte einen Vorsprung von knapp drei Sekunden auf den Silbermedaillengewinner Stuart Tripp (AU). Bronze ging an Oscar Sanchez (US).

"Es war eine lange Reise, die praktisch am Tag nach den Spielen von London begonnen hat, als ich beschlossen habe, mich in meinem Leben auf einen neuen Horizont zu konzentrieren - und zwar auf Rio de Janeiro", sagt Zanardi. "Man muss auch wissen, dass das Stadion und die Sportstätten in Rio dort gebaut wurden, wo früher die Indycar-Strecke lag. Ich war dort immer schnell, habe aber nie ein Rennen gewonnen. Tief in mir dachte ich also, dass dies nun eine weitere Möglichkeit sein wird, diese Bilanz geradezurücken und in Rio endlich etwas zu erreichen. Nach den aufregenden Jahren der Vorbereitung, und angesichts der Tatsache, dass mir der Kurs technisch gesehen eigentlich weniger liegt, ist es einfach fantastisch, erneut Gold in Händen zu halten."

"Ich wusste, dass mir der Kurs in Pontal aus vielen Gründen technisch nicht entgegenkommt. Also habe ich mit meinem Trainer einen detaillierten Plan ausgearbeitet, wie ich das Rennen angehen und einteilen soll. An diesen Plan habe ich mich ganz genau gehalten", meint Zanardi weiter. "Ich muss zugeben: Es war hart, als ich nach der ersten Runde realisiert habe, dass ich nur Dritter war und mein Rückstand auf den Führenden Stuart Tripp fast 20 Sekunden betrug. Aber ich habe weiter gekurbelt, bin meinem Plan gefolgt, habe mein Projekt umgesetzt. Und auf der zweiten Runde ist mir wirklich ein Wunder gelungen. Denn ich bin nicht nur nicht langsamer geworden, sondern ich habe es sogar geschafft, meine Pace weiter zu steigern und am Ende zu sprinten. Auf diese Art mit nur 2,7 Sekunden Vorsprung Gold zu gewinnen ist ein noch schöneres Gefühl als wäre es anders gelaufen. Ich bin überglücklich und möchte allen danken, die mir geholfen haben, hier zu sein und heute diesen großartigen Erfolg zu genießen."

Als nächstes steht für Zanardi am morgigen Donnerstag, 15. September, das Straßenrennen auf dem Programm. "Dieses Rennen wird eine Lotterie", blickt Zanardi voraus. "Ich bin mir sicher, dass sich alles in einem Zielsprint entscheiden wird. Nur 200 Meter vor dem Ziel geht es durch eine sehr enge Spitzkehre. Das ist praktisch ein 'U-Turn'. Wenn es mir gelingt, in einer guten Position aus dieser letzten Kurve zu kommen, dann weiß ich, dass ich einen guten Sprint hinlegen werde. Dann habe ich wirklich gute Chancen. Doch so denken alle. Es wird also jeder versuchen, vor dem Rest des Feldes in diese letzte Kurve zu gehen. Damit besteht sogar die Gefahr, dass es zu einem Unfall kommt. Es wird also in jedem Fall ein spannendes Rennen. Ich werde mein Bestes geben. Der Schlüssel zum Erfolg wird sein, sich aus dem Getümmel herauszuhalten." 

Als dritter und letzter Wettkampf wartet am Freitag, 16. September, die Teamstaffel, die Zanardi als Teil des italienischen Nationalteams bestreiten wird.

*Hinweis:
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