„Der Friedhof der Zukunft braucht nicht nur gestalterische Ideen“

Aus- und Weiterbildungsangebote der Hochschule Geisenheim rund um Friedhofswesen und -gestaltung
(lifePR) (Geisenheim, ) Verschiedene Kulturen vermischen sich in allen gesellschaftlichen Bereichen – und damit auch auf dem Friedhof. Friedhofsverwalter und Friedhofsplaner stellt das vor ungewöhnliche Herausforderungen. Auch moderne Bestattungs- und Grabarten sowie Konzepte vom Friedhof als Ort der Erholung müssen bei der Gestaltung und Verwaltung neuerdings mitgedacht werden. „Friedhöfe sind heute viel mehr als reine Grabanalgen. Es geht um Bedarfsanalysen, Flächenmanagement, den politischen Grünwert und passende Werbung“, verdeutlicht Thomas Struchholz, Dozent für Friedhofswesen im Studiengang Landschaftsarchitektur der Hochschule Geisenheim.
Mit dem Seminar „Grundlagen des Friedhofswesens“ sowie den Vertiefungen „Friedhofswesen für VerwaltungsmitarbeiterInnen“ und „Friedhofswesen für PlanerInnen“ hat es sich das Geisenheimer Institut für Weiterbildung (GIW) deshalb zur Aufgabe gemacht, Mitarbeiter der Verwaltung und Landschaftsbauer in Bereichen wie Wirtschaftlichkeit, Hygienevorschriften und Infrastruktur fit für den Friedhof von morgen zu machen. „Die Bestattungskultur hat sich mit Trends wie den Friedwäldern oder anonymen Begräbnisstätten in den letzten Jahren enorm gewandelt. In vielen Städten sind Friedhöfe zudem die größten zusammenhängenden Grünflächen“, erläutert Seminarleiter Struchholz anlässlich des Tags des Friedhofes die Bedeutung in der Planung und Gestaltung dieser Flächen. In seinen Kursen behandelt er deshalb auch Themen wie Friedhofsstruktur und administrative Verantwortlichkeiten.

Und der Bedarf der Kommunen an frischen Ideen und gut ausgebildeten Fachkräften ist groß: Im vergangenen Semester hatten Studierende der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim im Auftrag der Stadt Montabaur einen Parkfriedhof geplant. Die Herausforderungen für die Garten- und Landschaftsbauer liegen vor allem in Bodenbeschaffenheit, Baumbestand und Denkmalschutz – aber auch eine kulturelle Nutzung der Anlage war in Montabaur gefragt. „Der Friedhof der Zukunft braucht nicht nur gestalterische Ideen, die Räume der Erinnerungen schaffen, sondern auch technisch, betriebswirtschaftlich und planerisch perfekt ausgebildete Nachwuchs- und Fachkräfte“, fasst Struchholz zusammen.

Das nächste Seminar „Grundlagen des Friedhofswesens“ findet am 05. und 06. Oktober 2016 statt, die zwei Vertiefungsseminare „Friedhofswesen für VerwaltungsmitarbeiterInnen“ (26. Oktober) und „Friedhofswesen für PlanerInnen“ (27. Oktober) drei Wochen später. Eine Anmeldung für das kostenpflichtige Seminar ist unter www.hs-geisenheim.de/giw möglich. Das Bewerbungsportal für das Studium der Landschaftsarchitektur (B. Eng.) steht noch bis zum 30. September 2016 unter www.hs-geisenheim.de offen.

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